Apple Watch

Ich war ja schon immer ein Freund von Smartwatches. Ich habe damals, als das Thema noch ganz neu war, die LG G Watch R ausprobiert und bin zu dem Entschluss gekommen, dass die Zeit noch nicht reif ist. Jetzt, vier Jahre später, nachdem ich eine Zeit lang einen simplen Fitnesstracker - das Mi Band 2 (welches ich absolut empfehlen kann!) - verwendet habe, wollte ich dem Ganzen noch einmal eine Chance geben und habe mir deswegen die Apple Watch Series 3 zugelegt.

Die Motivation

Was habe ich mir von meiner Smartwatch erhofft? Ich bin seit etwas über einem Jahr dabei, mein Gewicht zu reduzieren. Das war bitter nötig und ist daher ein Hauptfokuspunkt für mich. In Verbindung damit möchte ich meinen Lebensstil etwas anpassen: Gesünder essen, mehr Sport machen, bewusster leben. Die Klassiker eben. In meiner Vorstellung unterstützt eine Smartwatch einen dabei ideal. Sie misst regelmäßig den Puls, zählt die Schritte, trackt den Schlaf, und hilft einem beim Wechseln der Musik, wenn man gerade sportlich aktiv ist.

Außerdem ist sie eine gute Erweiterung zum Smartphone. Man muss es nicht mehr so oft aus der Tasche holen, weil man wichtige Benachrichtigungen sofort aufs Handy bekommt. Man kann sich mit dem zweiten Faktor sofort bei Services anmelden, man kann seine E-Mails auf dem Handgelenk lesen, seine Erinnerungen verwalten und sich sogar zu Fuß navigieren lassen. Was will man mehr?

Die Entscheidung

Warum habe ich mich für die Apple Watch entschieden? Zum einen habe ich gerade wieder einmal schlechte Erfahrungen mit Android gemacht, weswegen Android Wear nicht in Frage gekommen ist. Außerdem bin ich noch von dem miesen Support von LG bei der G Watch R traumatisiert. Dazu kommt, dass die Apple Watch wunderschön in das Apple Ökosystem integriert ist. Es gibt viele Apps, das OS ist super eingebunden und Siri ist ein großes Plus.

Der Nachteil der Apple Watch ist ganz klar der Preis und - in meinen Augen - das Aussehen. Trotzdem haben in meinem Fall die Vorteile überwogen und ich habe mich entschieden. Apple Watch it is. Auf die Cellular-Variante habe ich verzichtet, weil sind wir mal ehrlich: So ein Quatsch.

Die Uhr

Wie erwartet ist die Apple Watch Series 3 hervorragend verarbeitet und macht einen absolut hochwertigen Eindruck. Die Software läuft flüssig und die Akkulaufzeit ist mit zwei Tagen akzeptabel. Die Digital Crown - also das Drehrad an der rechten Seite - funktioniert gut und die Buttonbelegung ist sinnvoll gewählt. Die Vibration ist konfigurierbar und nicht störend. Sie ist sanft, aber bestimmt und fühlt sich nicht eisern an.

Das Herzfrequenzmessen funktioniert sogar bei meinen haarigen Armen zuverlässig und problemlos. Die gemessenen Werte sehen realistisch aus und decken sich mit den Messungen meiner Waage. Sogar das Raise to Wake-Feature funktioniert gut. Der einzige Nachteil, der mir nicht einmal eine Woche nach Verwendung leider auffallen musste:

Das Glas ist ungeschützt und somit sehr leicht anfällig für Kratzer. Das wurde bei der LG G Watch R wesentlich besser gelöst, da sie um das Display herum einen herausstehenden Metallring hatte. Die Apple Watch ist Stößen dagegen restlos ausgeliefert. Und ja, das Glas ist zwar im Großen und Ganzen stabil und kleine Stöße steckt es gut weg, aber manchmal... nicht. Und dann hat man einen schönen, dicken Kratzer im Bildschirm. Pech gehabt.

Die Verwendung

Wie verwende ich die Apple Watch im alltäglichen Gebrauch? Welche Features werden genutzt und welche bleiben auf der Strecke?

Nun, die oben erwähnten Punkte lassen sich eigentlich alle sehr gut mit der Uhr abdecken und werden von mir auch nahezu täglich verwendet. Hinzu kommt, dass die Uhr auch einen optimalen Wecker abgibt, der einen sanft (so sanft es nunmal als Wecker geht) dank der Vibration weckt. Außerdem verwende ich Siri recht häufig, z.B. zum Erstellen von Erinnerungen oder für Timer. Auch das Steuern der Lampen über die Philips Hue App funktioniert gut.

Was mich überrascht hat ist, wie motivierend die drei Activity-Circles sind. Jeden Tag muss man drei Aktivitätsziele erreichen: Move, Exercise und Stand. Wer 30 Minuten lang pro Tag Sport macht, 410 kcal beim Gehen verbrennt und mindestens einmal jede Stunde für 12 Stunden steht (ja, schwer zu erklären...), schafft es, all seine Ringe vollzubekommen. Und dann gibt es Abzeichen, wenn man unterschiedliche Ziele erreicht. Klingt erstmal nicht so spekatulär, motiviert aber doch sehr - zumindest mich.

Fazit

Ich bin wirklich zufrieden mit der Apple Watch. Meine Erwartungen wurden sogar übertroffen und ich frage mich, warum ich so lange damit gewartet habe. Wer also schon länger mit dem Gedanken spielt, sich eine Smartwatch zuzulegen, und ein iPhone sein Eigen nennen kann: Tut es. Es lohnt sich.

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