Endlich: Google+ Comments

Lang hats gedauert, doch was lange währt wird endlich gut. Es gibt mittlerweile die Google+ Kommentarbox für den eigenen Blog, ähnlich wie es Facebook schon seit einer gefühlten Ewigkeit hat. Google+ sucht sich nun alle Beiträge mit der entsprechenden URL und zeigt eine Kommentarbox an, unter der dann mit dem Google+ Namen kommentiert werden kann. Scheint wunderbar zu funktionieren, wie folgender Beitrag zeigt.

Ich war so frei und habe auch alle alten Beiträge durch Google+ Kommentare ersetzt, einfach, weil dadurch viel mehr Feedback reingekommen ist als durch die eigentliche Kommentarfunktion.

Was hältst du von der neuen Kommentarbox? Schreib deine Meinung.. in die Kommentare :)

Update: Das ganze ist wohl doch sehr unübersichtlich. Daher wieder Disqus.

Facebook Home

Ich denke du hast bereits mitbekommen, dass Facebook ihr erstes Smartphone von HTC auf Android-Basis angekündigt haben. Der Unterschied zum Rest der Welt: Es hat einen angepassten Launcher, also einen anderen Desktop sowie - soweit ich das mitbekommen habe - keinen Lockscreen. Der Launcher ist dabei anders aufgebaut, als die bisherigen. Egal ob iPhone, Android oder Windows Phone, der Launcher hat immer die selbe Funktion: Apps und Informationen anzeigen und von dort aus mit Menschen interagieren - durch Apps versteht sich.

Facebook findet das den falschen Ansatz und will, dass die Kommunikation mit den Personen erstrangig ist. Realisiert hat Facebook das dadurch, dass der Homescreen Facebook ist und über Facebook die Anwendungen gestartet werden. Innerhalb der Anwendung kann aber auch wieder mit dem Homescreen interagiert werden.

Geplant ist, dass man also durch eine einfache Wisch-Geste alle Statusupdates und Bilder der Freunde auf dem Homescreen hat. Vollbild. Was in der Demo ganz schön aussieht, wird in Realität aber wohl kaum funktionieren. Erstens gibt es unzählige Bullshit-Posts, die einen auf der Startseite des Handy gleich mal gar nicht interessieren und zweitens gibt es unzählige Bilder, die entweder stinklangweilig sind wie z.B. Essen oder Bilder, die NSFW - also "not safe for work" - sind und man beim anschalten des Handys immer Angst haben muss, dass Mutter gleich nen halben Porno sieht, wenn sie daneben steht. Bei Statusupdates wird das Coverphoto der jeweiligen Person in den Hintergrund gelegt. Das sieht in 90% der Fällen dann so aus, dass man entweder das Gesicht incl. 30 Pickeln in Vollbild auf dem Monitor hat oder man ein total ablenkendes Bild sieht, bei dem man sich nicht auf den Status konzentrieren kann. Dann aus Versehen doppelt auf den Bildschirm getappt anstatt weitergewischt und schon hat man den peinlichen Beitrag seiner Ex auf Facebook geliked. Super!

Zudem gibt es laut dem Demovideo keinen Lockscreen mit eventueller Code-Eingabe oder Unlock-Pattern. Das hat einmal den Nachteil, dass das Ding direkt in der Tasche losgeht und amokliked oder ein unbefugter gleich alle Informationen über den gesamten Freundeskreis erfährt.

Man sieht also, ich bin nicht wirklich begeistert von dem Konzept. Zumindest nicht auf dem Smartphone, weil ich glaube, dass das der falsche Usecase ist. Gestern habe ich allerdings eine Präsentation über Google Glass gesehen. Darüber, wie Glass aufgebaut ist und welche Informationen es bietet. Im Grunde ist das genau das, was Facebook versucht auf das Smartphone zu bringen. Informationen in Kacheln - was man ja auch von Microsoft kennt - über den ganzen Bildschirm. Was beim Smartphone meiner Meinung nach keinen Durchschlag hat, könnte bei einer Brille, die nur als Helfer fungiert und nicht primäres Kommunikationsmittel ist, den großen Sieg bringen.

Wie stehst du zu Facebook Home und dem HTC First? Siehst du diese Innovation als sinnvoll an?

facebook-integration

Warum der Google Reader eingestellt wird

google-readerIch persönlich finde den Google Reader eine der wichtigsten Websites im ganzen Internet. Er bietet(e) mit die Möglichkeit, alle Seiten, die mich mit Informationen beglücken zu überwachen. Um so trauriger ist es für mich, dass Google dem Reader den Gnadenschuss verpasst hat. Im Nachhinein ist feedly sogar die bessere Alternative, trotzdem habe ich mich gefragt, warum der Reader dran glauben musste.

Die offizielle Begründung ist ja, dass damit kein Geld verdient werden kann. Wenn man mal genauer darüber nachdenkt, ist das völliger Bullshit. Erstens hätte Google im Reader Werbung einbinden können, weswegen garantiert keiner gemeckert hätte, zweiten ist Google darauf nicht angewiesen und drittens verursacht der Reader bei den abonnierten Blogs doch einiges an Traffic. Und auf diesen Blogs ist wiederum Werbung durch Google AdSense geschaltet. Der Punkt, dass damit also kein Geld verdient werden kann fällt aus meiner Sicht also weg.

Ein weiterer Grund, den man des öfteren im Internet hört ist, dass Google dadurch nicht genug Nutzerinfos sammeln konnte. Unser alter Datenkrake Google legt viel Wert darauf, das Surfverhalten des Nutzers zu analysieren und basierend darauf Resultate in der Google Suche, Google Now und co anzupassen. Natürlich wird auch die AdSense-Werbung auf den verschiedenen Seiten angepasst. Das merkt man ganz deutlich bei Schuhen. Sobald man einmal auf Amazon der Zalando (unfreiwillig) nach Schuhen sucht, bekommt man die darauf folgende Woche überall nur noch Werbung für Schuhe eingeblendet.

Man kann mir erzählen, was man will, aber dass Google durch den Reader nicht genug Produktinfos zu einem Nutzer gesammelt hat, ist doch wohl Käse. Wie viele Leute (einschließlich mir) hatten denn im Reader Schnäppchenblogs? Wie viele lassen sich über die neusten Geräte in der Branche informieren? Das wäre genug Markt, um AdSense gezielt an den Surfer anzupassen.

Da all diese Gründe quatsch sind und Google sich mit Sicherheit Gedanken über die Schließung des Readers gemacht hat, kommt hier meine eigene Theorie, warum Google in letzter Zeit so unfassbar viele Dienste und Funktionen einstellt: Noch vor Steve Jobs Tod haben die Google-Gründer eine Mail von dem Apple-Chef bekommen, in der Steve erklärt hat, welche Taktik Apple fährt - die übrigens durch Mr. Cook gerade zunichte gemacht wird. Leider finde ich das Schreiben nicht mehr, daher nun frei aus der Erinnerung:

Apples "Geheimnis" ist, dass sie sich immer nur auf ein Produkt fixieren. Es gibt nur ein Modell des iPhones, eines des iPads (ja.. war wohl nichts), etc. Zudem stellt Apple alle Produkte, die großen Anklang finden, ein. Beispiele wären hier Apple Ping und der Apple Mac Pro. Google tut es nun Apple gleich und stellt alle Dienste, die nur unnötig Support und Wartungszeit kosten ein. So wird demnächst garantiert auch Google Tasks, Google Toolbar, Google Video, Google Blogsearch und viele mehr eingestellt. Doch auch an bestehenden Diensten wird abgespeckt. Funktionen, die die breite Masse nicht braucht, werden abgeschaltet. So zum Beispiel Blocked Sites und demnächst vermutlich auch einige/alle Labs aus Google Mail und Google Kalender.

Ich persönlich finde es schade, dass Google nun auch diese Schiene fährt, kann es aber auch verstehen. Und so bietet Google anderen Anbietern die Möglichkeit, ihre Kompetenz auf die Probe zu stellen, macht uns nicht ganz so Google abhängig und gibt den Entwicklern mehr Zeit sich auf die Kernprodukte von Google zu fixieren. Wenn Tasks allerdings abgeschaltet wird, werde ich weinen.

Das Internet und Ubuntu

allosIch glaube ja, dass das Internet so wie du es heute benutzt nicht mehr lange existieren wird. Wer in den letzten Jahren mal den Smartphone-Markt verfolgt hat, sieht folgende Entwicklung: Zu iOS kam Android, dann kam Windows Phone, webOS, Meego und noch ein paar kleine, die nicht lange überlebt haben. Jetzt gibt es Ubuntu Phone und Firefox OS. In den nächsten Monaten werden wir als Konsumenten also folgende Systeme zur Auswahl haben: iOS, Android, Windows Phone, Ubuntu Phone und Firefox OS. Also 5 verschiedene Systeme, die sich für den 0815-Nutzer nicht wirklich unterscheiden. Alle haben sie Apps, alle sehen sie etwa gleich aus und machen das selbe. Das Problem ist nur, dass es 5 unterschiedliche Systeme sind und die App-Entwickler somit auch 5 verschiedene Anwendungen schreiben müssen. Also gibt es auf jedem System Apps, die es auf dem anderen nicht gibt. Auf dem einen sind die Apps besser, auf dem anderen schlechter, hier geht das nicht, dort geht dies nicht. Durch die parallele Entwicklung so vieler Apps geht viel Zeit und auch viele Ressourcen verloren, die anderweitig vielleicht viel besser zu gebrauchen wären. Und nicht nur das: Auch der Verbraucher ist total überfordert. Warum Apple so erfolgreich ist, dürfte mittlerweile den meisten klar sein: Sie haben immer ein einziges Produkt (gehabt). Ein iPhone, ein iMac, ein iPad. Und nun zum Vergleich Samsung: Galaxy S3, Galaxy Nexus, Galaxy Note II, Epic 4G, Droid Charge, Galaxy S, ... da blickt doch niemand mehr durch. Keiner weiß, was er kaufen soll. Und bevor man sich Tagelang mit dem Thema befasst kauft man halt etwas, das jeder hat und funktioniert: Das iPhone. Und wenn man schon dabei ist, kann man ja gleich noch das iPad kaufen. Synchronisiert ja alles so schön. Apropos Synchronisation: Das ist das, was mir persönlich am wichtigsten ist. Ich hasse es, meine Kontakte, Mails, Daten, Kalender, etc. auf jedem Gerät, das ich habe synchron zu halten. Und auch das Anpassen an das andere UI des anderen Gerätes ist ebenso nervig. Optimal wäre daher folgendes: Ein System auf Computer, Tablet, Smartphone und Fernseher. Android hat das Problem als erstes erkannt und es geschafft, das System sowohl auf dem Handy als auch auf dem Tablet zum Laufen zu bringen. Mit den selben Apps und den selben Daten. Und nein, Apple hat das nicht geschafft. Schonmal versucht, eine iPhone App auf dem iPad laufen zu lassen? Dass Android auf dem Tablet nicht optimal ist, da es primär ja ein Smartphone-System war, hat Microsoft gemerkt und sofort gegengesteuert. Sie haben jetzt Windows Phone 8 für das Smartphone, Xbox für den Fernseher und Windows 8 für Tablet und PC. Look and Feel ist hier bei allen Systemen mehr oder weniger gleich. Da man aber mit dem Modern-UI (Diesen Kacheln) nicht sonderlich gut arbeiten kann, gibt es immer noch den Windows 7-Look auf manchen Tablets und auf dem PC. Und das ist der Grund, warum Windows 8 sch*%ße ist. Man hat zwei Interfaces, die man kombinieren muss. Das ist lästig und will keiner. ubuntu-devices-familyUnd jetzt kommts: Ubuntu hat aus den Fehlern von iOS, Android und Windows gelernt und das (in meinen Augen) beste Konzept geschustert: Ubuntu auf dem Desktop, Ubuntu on Tablets auf dem Tablet, Ubuntu on Phones auf dem Smartphone und Ubuntu TV auf der Glotze. Das Konzept scheint perfekt: Das gleiche UI auf allen Bildschirmen, sowohl mit der Hand als auch mit der Maus als auch mit der Fernbedienung intuitiv bedienbar. Apps, die auf allen Systemen laufen und ein Gerät mit allen Daten. Mit Ubuntu ist es in Zukunft also (zumindest theoretisch) möglich das Smartphone in das Tablet zu stecken, das Tablet in das Notebook (So kennen wir es bisher vom ASUS PadFone) und das Noteb.. nein, das Smartphone in den Fernseher. Mit der Leistung, die ein modernes Smartphone bietet, kann man meines Erachtens nach gut arbeiten. Hoffen wir also, dass die aktuell ziemlich verbuggte Beta von Ubuntu for Phablets bald in einen Stable-Release kommt und die Hardware-Hersteller nicht den selben Fehler wie bei Samsung machen. [tube]http://www.youtube.com/watch?v=h384z7Ph0gU[/tube] Aber zurück zu meinem eigentlichen Thema, über das ich heute meckern wollte: Die Fragmention im Internet. Im Internet gibt es genau wie auf dem Smartphone-Markt unzähliche Seiten, die genau das gleiche machen: Facebook, Google+ und Twitter - Maxdome, Lovefilm und Watchever - Spotify, Simfy und Napster - Google, Yahoo und Bing und nicht zu vergessen die unzählichen Blogs, Foren, Websites, etc. pp. Die Liste ist wirklich endlos. Sicher, das ist das, was das Internet zu dem gemacht hat, was es ist, aber langsam wird das Internet zu einem Platz, der von absolut jedem verwendet wird. Früher waren nur Nerds im Netz, die alle genau wussten, was sie machen. Heute hat jeder Internet, egal ob Kleinkind, Großmutter, Hausfrau, Techie oder wer auch immer. Die Masse ist bequem, das Internet jedoch ganz und gar nicht. Dienste wie Google haben sich als Aufgabe gesetzt, das Chaos das sich Internet schimpft, etwas übersichtlicher zu machen. Aber man sieht, dass das nicht ganz einfach ist: Trotz jahrelanger Arbeit und unglaublichen Algorithmen geballt mit unfassbarer Serverpower, die das Netz durchsucht, ist es Google nicht gelungen die einfachsten Fragen zu beantworten. "Wo finde ich das beste Handy?" leitet nur an eine unendliche Liste an komischen Websites, die alle anders aussehen und eine komplette Anpassung des Nutzers erfordern. Man erinnert sich: Android hat auch so angefangen. Es gab keine Designrichtline und jede App sah anders aus. Die eine schön, die andere grausam. Und das hat irgendwie nicht wirklich funktioniert. Jeder fand, dass iOS Apps besser sind. Und das liegt einfach daran: Jeder weiß, wie sie zu bedienen sind, weil sie gleich sind. Mittlerweile gibt es auch bei Android Designrichtlinien, an die man sich halten sollte. Und so wird auch das Internet gezähmt werden. Natürlich geht sowas nicht über Nacht, aber ein großer Teil wurde schon migriert. Facbeook, Google, Amazon und co. bereiten immer mehr Content auf, der dann in einheitlichem Design ausgegeben wird. Einfache, statische Websites gibt es so gut wie gar nicht mehr im Internet und der Trend geht zur Vereinheitlichung. Auch die Art, wie man sich Software beschafft zeigt das ganz deutlich. Bei Windows ist es immer noch Gang und Gebe die gewünschte Anwendung von irgend einer dubiosen Seite aus dem Netz zu laden. Mit Windows 8 gibt es aber endlich den Windows Store, der eben das abschafft. Linux hat das Konzept eines Stores schon seit ich denken kann durch Repositories gelöst. Ich bin also gespannt, wie sich die Technik in den nächsten 10-15 Jahren entwickelt und wann es das nächste Informationsmedium geben wird, das das Internet ablösen wird. Zu diesem Beitrag gibt es einen Leserbrief, einen Podcast und eine Fortführung der Theorie. internet_fragmentation

Google+ Comments

GooglePlus-prbloggerIch habe mal das Kommentier-Verhalten meiner Leser beobachtet und habe festgestellt, dass so gut wie alle Kommentare über Google+ zu dem entsprechenden Beitrag von mir abgegeben werden. So gut wie niemand benutzt die WordPress eigene Kommentarfunktion.

Warum also nicht die Kommentare aus einem Google+ Post in WordPress integrieren? So ähnlich wie es viele Seiten mit Facebook machen? Hier bietet Facebook eine API und ein Plugin für WordPress an, mit dem man einfach einen Facebook-Comments-Stream unter einem Blogpost einbinden kann. Dank der mangehaften API von Google ist dies wohl noch niemandem gelungen.

Ich möchte trotzdem versuchen meinen Blog auf Google+ Comments umzustellen indem ich den entsprechenden Post einfach unter der Seite als kleinen iframe einbinde. Ich bin gespannt, ob das so klappt, wie ich mir das wünsche oder ob hier nur mist rüberkommt.

Was hältst du von der Idee? Schreib es auf Google+ ;)

Update: Das mag Google wohl nicht.. Google verbietet es, das eigene Social Network via iframe einzubinden:

Here are the headers Google+ sends:

HTTP/1.1 200 OK cache-control: private, max-age=0 content-encoding: gzip content-type: text/html; charset=UTF-8 date: Thu, 25 Aug 2011 20:22:35 GMT expires: Thu, 25 Aug 2011 20:22:35 GMT server: GSE status: 200 OK vary: Accept version: HTTP/1.1 x-content-type-options: nosniff x-frame-options: SAMEORIGIN x-xss-protection: 1; mode=block

The X-Frame-Options header asks the browser not to display the site in a frame.

Schade.. ich fande das eine gute Idee. Mal gucken, was Googles Meinung dazu ist.

Update 21.04.2013: Na wusst ichs doch! Es funktioniert!

DKB: mTAN? Was ist das?

dkb

Die DKB aka Deutsche Kreditbank wirbt auf ihrer Webpräsenz mit dem Titel "Internet-Bank". Weil ich auf der Suche nach genau einer solchen Bank war, habe ich mir hier ein Konto incl. Kreditkarte erstellt. Mal abgesehen davon, dass die DKB wohl "Unstimmigkeiten bei Ihren persönlichen Angaben" festgestellt hat und direkt meinen Perso wollte (ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich Karim heiße oder gerade 18 geworden bin), hat die Anmeldung ganz gut geklappt. Nach 3 Wochen hatte ich sowohl EC als auch Kreditkarte incl. aller PINs, Nummern, Passwörter, IDs und was man nicht so alles bekommt, wenn man sich bei einer Bank anmeldet. Mitunter auch ein Lappen, der sich iTAN schimpft.

Vielleicht kennst du es noch. Das Ding aus Papier, auf dem 100 Nummern drauf stehen um sich "auszuweisen". Ich habe so einen Wisch das letzte mal vor 2 Jahren bei der Volksbank gesehen, weil sie es dann aufgrund mangelnder Sicherheit ausgemustert haben und durch das schicke mTAN-Verfahren ersetzt haben: Sobald man eine Aktion tätigt, wird einem eine TAN per SMS an eine vordefinierte Nummer geschickt. Das klappt schnell, problemlos und ist um Längen sicherer als ein Fetzen mit Zahlen drauf.

Der Nachteil - mal abgesehen vom Sicherheitsrisiko - der iTANs liegt klar auf der Hand: Sie liegen auf der Hand und sind damit umständlich, nehmen viel Platz weg, sehen hässlich aus, sind nicht mobil und laufen ziemlich schnell ab (um genau zu sein nach etwa 80 mal). Warum also noch auf dieses altmodische Mittel setzen? - Das habe ich mich auch gefragt und direkt mal den Support angeschrieben. Schnell ist er ja, das muss man ihnen lassen:

Guten Tag,

ist es möglich ein anderes TAN-Verfahren zu wählen? TANs auf Papier halte ich für eine "Internet-Bank" doch recht überholt und vor allem sehr umständlich, weil man das Blatt immer mit sich führen muss um auch unterwegs eine Überweisung zu tätigen.

Vielen Dank

Deren Antwort folg sogleich:

Sehr geehrter Herr Geiger,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Da DKB-Kunden mit dem bewährten, nutzerfreundlichen iTAN-Verfahren gute Erfahrungen gemacht haben, planen wir aktuell keine Umstellung auf mTAN oder chipTAN.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Weihnachtsfest.

Für Ihre Fragen sind wir gern Ihr Ansprechpartner.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Deutsche Kreditbank AG

Na sicher. Kurz mal gegooglet und gleich die Antwort zusammengestellt:

Guten Tag,

das glaube ich Ihnen nicht. Nach 2 Minuten googeln habe ich sogar eine Petition gefunden, die wünscht, dass die DKB auf ein moderneres und sichereres Verfahren umsteigt: https://www.openpetition.de/petition/online/deutsche-kreditbank-ag-dkb-auf-das-sichere-mtan-umstellen

Des Weiteren finden sich viele Artikel im Internet, die genau dies bemängeln: http://www.maxrev.de/dkb-deutsche-kreditbank-ag-meine-erfahrungen-t225885.htm http://electroholiker.de/?p=1579 http://www.dooyoo.de/konto/dkb-online-banking/1486064/ etc...

Starten Sie doch einmal eine Umfrage, wer sich alles ein neues Verfahren wünscht. Ich bin sicher, dass Sie das Ergebnis überraschen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort ausstehend.

Update 20.12.2012: Na das schießt ja wohl den Vogel ab. Gerade habe ich auf der DKB-Seite folgenden Hinweis gesehen:

itan_sicherheit

Mit mTan könnte man nicht eben so mal die TAN eingeben. Da bekommt man nur eine, wenn man auch eine bekommen soll.

Update 21.12.2012: Nach zwei Tagen und zwei weiteren Nachfragen, wo denn eine Reaktion bleibt habe ich folgende Antwort bekommen:

Ihr Anliegen befindet sich bereits in der Bearbeitung.

Das mit dem "schneller Support" hat sich damit wohl auch erledigt.

Update 28.12.2012: Ja, eine Woche ist jetzt vorbei. Und die Antwort des Supports war mehr als dürftig:

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass keine Umstellung geplant ist.

Das Thema Sicherheit steht für uns selbstverständlich an erster Stelle.

Im Sinne unserer Kunden prüft und beobachtet die DKB die aktuellen Sicherheitsstandards und Präventionsmaßnahmen sehr genau.

Wir haben das System als sicher eingestuft.

 

Bildquelle

Was wäre, wenn das Nexus 4 iOS und das iPhone 5 Android hätte?

Diese Frage hat Caschy gerade in einem Forum gelesen und hat sie seinen Lesern gestellt. Ich möchte sie hier beantworten:

Was wäre, wenn das Nexus 4 iOS und das iPhone 5 Android hätte? Würde ich dann zum iPhone greifen?

Kurz: Nein, wahrscheinlich schon. Erstmal die Vorteile der iPhone 5 Hardware: Ein Display, den ich mit einem Finger erreichen kann, eine bessere Kamera und eine schöne Verarbeitung. Zu der Verarbeitung muss ich allerdings sagen, dass mich LG wirklich sehr beeindruckt hat. Gestern ist mein Nexus 4 angekommen und die Verarbeitung ist wirklich erste Klasse. Das Gerät sieht edel und hochwertig aus und fühlt sich super in der Hand an. Das wäre also schonmal kein Grund zu wechseln.

Die Kamera? Auch nicht wirklich. Wenn ich ein Foto machen will, muss die Qualität nicht wie von einer Spiegelreflex sein, sondern gut genug um etwas zu erkennen. Und das ist sie allemal.

Ein wesentlich kritischerer Punkt ist allerdings die Bildschirmgröße. Mich nervt auch hier schon wieder, dass der Menü-Button entweder rechts oben oder - leider auch sehr oft - links oben ist. ARGH! WIE KOMMT MAN AUF SO EINE IDEE! Mein Daumen ist einfach nicht groß genug um da hoch zu kommen. Und nicht habe nicht wirklich kleine Hände. Das ist also ein definitiver Pluspunkt für das iPhone.

Bei der Hardware bin ich mir also unschlüssig, welches ich mir zulegen würde. Wenn wir einmal davon ausgehen, dass beide gleich teuer sind, würde ich wahrscheinlich zum Nexus 4 greifen. Und zwar weil es Induktion und NFC hat. Beide Funktionen sind jetzt zwar genauso unnötig wie ein Schuh mit WLAN, aber trotzdem Nice-To-Have. Vor allem Induktion. Mein Traum ist es, eine Platte auf meinem Tisch - oder noch besser als Tisch - zu haben, die gleichzeitig meinen Laptop, meine schnurlose Maus und mein Smartphone lädt. Was bei elektrischen Zahnbürsten komischerweise schon seit gefühlten 100 Jahren geht, ist bei Smartphones wohl erst seit kurzem möglich. Aber wie gesagt. Das wird wohl erst in zwei Jahren kommen.

Was die Software angeht bin ich tendentiell doch etwas Android-Fixiert, da ich das Design und die Funktionalität mag. Und mit Android 4.2 ist das ganze auch noch angemessen schnell und ruckelfrei. iOS ist zwar auch schön, vor allem wenn es darum geht ein System zu haben, das einfach mal funktioniert ohne große Probleme, aber Android kommt langsam aber sicher an das selbe Ergebnis ran. Vermissen würde ich vor allem die Widgets, die mir das Leben doch sehr vereinfachen.

Müsste ich als zwischen Nexus 4 iOS und iPhone 5 Android wählen, würde ich entweder beide kaufen oder aber explodieren.

Was wäre deine Entscheidung?

Das Fernsehen wird professionell

High-Tech-Kameras waren gestern! Wozu hunderttausende von Euros ausgeben, wenn man die entsprechende Qualität auch mit einer iPhone-Kamera erreichen kann. Du glaubst mir nicht? Hier der Beweis, dass die ARD mit dem iPhone ihre Interviews aufnimmt: [tube]sud-V_ilFIE[/tube] Und jetzt kommts! Ich habs geahnt! Und zwar schon Monate vorher im Facebook-Chat! Wollte das nur mal gesagt haben..

Opt-In

Man registriert sich für einen Newsletter oder bei einem Forum und bekommt eine Bestätigungsmail, die einen Link enthält, um zu bestätigen, dass einem die angegebene E-Mail-Adresse auch wirklich gehört. Das macht Sinn und ist seit langem sogar gesetzliche Pflicht. Nachzulesen in §7 des UWG oder auf Wikipedia.

So weit so gut. Blöd nur, dass gerade eine Steuerberatergesellschaft gegen eben diese Opt-In-Mails geklagt hat. Hier war die Rede von Double-Opt-In. Sprich: "Gehört ihnen diese Adresse? - Ja? Gut. Hier eine Willkommensmail!" Und jetzt kommts: Das Gericht hat beschlossen, dass die erste Opt-In-Mail (ja, die gesetzlich vorgeschriebene) nicht rechtens ist, da der Nutzer diese ja nicht zwingend angefordert hat. Es kann sich ja auch um ein Missverständnis handeln. Die zweite Mail - die zumindest mich eigentlich am meisten nervt - war allerdings rechtens, da ja ein bestätigtes Abo zustande gekommen ist.

Kurz zusammengefasst: Das Gesetz stellt sich selber ein Bein. Und stolpert dann auch noch.

Apple und die Apps

Ich hab gerade meinen iMac wegen ein paar Updates neugestartet (btw ein klarer Nachteil gegenüber Linux) und da ist mir beim starten wieder etwas aufgefallen, das ich auch schon am iPad beobachtet habe.

Wenn der PC startet, öffnen sich in der Grundeinstellung ja wieder alle Programme, die vorher auch offen waren. Und das geht unfassbar schnell. Das geht sogar so schnell, dass alle Programme, die vorher schon offen waren direkt nach der Anmeldung gestartet sind. Sie bauen sich nicht erst auf, sie sind fertig geladen da. Wie kann das sein?

Verglichen zu Windows oder Linux ist das phänomenal. Bei der Konkurrenz öffnen sich die Anwendungen nämlich erst nach und nach und brauchen dann noch eine Weile, bis sie betriebsbereit sind. Hier kommt der Trick ins Spiel, den ich unter iOS und MacOS X gerade bewundert habe: Beim Systemstart lädt das System nicht wirklich das Programm, sondern es pflanzt einfach pixelgenau an die Stelle, an der das Programm vorher war einen Screenshot, den er beim herunterfahren gemacht hat. Sieht erstmal aus, als wäre die Anwendung fertig geladen und macht einen super Eindruck! Nach und nach bauen sich dann im Hintergrund die Programme auf und ersetzen dann den Screenshot durch die funktionierende Instanz.

Geniale Idee eigentlich. Blöd nur, dass die wenigsten Anwendungen nach einem Neustart nicht mehr genau so aussehen wie vorher. Daher merkt man recht bald, was eigentlich Sache ist. Bei iOS lässt sich das ganz gut retuschieren, da die Apps klein sind und verhältnismäßig schnell laden. Trotzdem macht es auch am Desktop den Eindruck, dass Apple fast as hell bootet. Das sollte Windows mal übernehmen.

Und wo wir schon beim Thema Windows übernehmen sind.. das hat Windows endlich mal übernommen: Wenn bei Apple-Produkten ein Programm oder eine App abschmiert, kommt kein "DIESES PROGRAMM REAGIERT NICHT MEHR!!1!", sondern die Anwendung wird einfach still und heimlich abgeschossen. So realisiert man die hälfte der Abstürze schon gar nicht und fragt sich nur irgendwann, warum die Dropbox nicht mehr synct. Und wenn man es merkt, denkt man sich kurz "ups. neu öffnen." und nicht (wie das bei Windows und Android der Fall ist) "ERMAHGERD SCHON WIEDER EIN ABSTURZ!"

Diese kleinen Dinge, die eigentlich gar nicht wirklich auffallen aber trotzdem vorhanden sind, finde ich immer wieder faszinierend. Das zeigt, dass sich die Entwickler dabei wirklich was gedacht haben. Auch wenn ich Apple nicht wirklich mag (die Firma, nicht die Produkte), haben sie einfach die besseren Entwickler (gehabt, weil die meisten zu Google wandern).

...ah, apropos.. was mich an Android stört ist der Bootvorgang. Bei Android läuft der so ab: 10 Sekunden Carrier-Logo bzw Firmenlogo, 10 Sekunden ein animierter Androide (oder was auch immer die Firmen da reingemoddet haben), was erst ruckelig abläuft und nach einmaligem Laden in den Cache viel zu schnell und anschließend das selbe nochmal. Nur wird nun der Bildschirm abgedunkelt. Das stört! Vergleichen wir es mal mit.. oh.. Apple! Ein Apfel. Immer. Bis das System gebootet ist. Das ist clean, einfach und schön.