Das Internet und Ubuntu

allosIch glaube ja, dass das Internet so wie du es heute benutzt nicht mehr lange existieren wird. Wer in den letzten Jahren mal den Smartphone-Markt verfolgt hat, sieht folgende Entwicklung: Zu iOS kam Android, dann kam Windows Phone, webOS, Meego und noch ein paar kleine, die nicht lange überlebt haben. Jetzt gibt es Ubuntu Phone und Firefox OS. In den nächsten Monaten werden wir als Konsumenten also folgende Systeme zur Auswahl haben: iOS, Android, Windows Phone, Ubuntu Phone und Firefox OS. Also 5 verschiedene Systeme, die sich für den 0815-Nutzer nicht wirklich unterscheiden. Alle haben sie Apps, alle sehen sie etwa gleich aus und machen das selbe. Das Problem ist nur, dass es 5 unterschiedliche Systeme sind und die App-Entwickler somit auch 5 verschiedene Anwendungen schreiben müssen. Also gibt es auf jedem System Apps, die es auf dem anderen nicht gibt. Auf dem einen sind die Apps besser, auf dem anderen schlechter, hier geht das nicht, dort geht dies nicht. Durch die parallele Entwicklung so vieler Apps geht viel Zeit und auch viele Ressourcen verloren, die anderweitig vielleicht viel besser zu gebrauchen wären. Und nicht nur das: Auch der Verbraucher ist total überfordert. Warum Apple so erfolgreich ist, dürfte mittlerweile den meisten klar sein: Sie haben immer ein einziges Produkt (gehabt). Ein iPhone, ein iMac, ein iPad. Und nun zum Vergleich Samsung: Galaxy S3, Galaxy Nexus, Galaxy Note II, Epic 4G, Droid Charge, Galaxy S, ... da blickt doch niemand mehr durch. Keiner weiß, was er kaufen soll. Und bevor man sich Tagelang mit dem Thema befasst kauft man halt etwas, das jeder hat und funktioniert: Das iPhone. Und wenn man schon dabei ist, kann man ja gleich noch das iPad kaufen. Synchronisiert ja alles so schön. Apropos Synchronisation: Das ist das, was mir persönlich am wichtigsten ist. Ich hasse es, meine Kontakte, Mails, Daten, Kalender, etc. auf jedem Gerät, das ich habe synchron zu halten. Und auch das Anpassen an das andere UI des anderen Gerätes ist ebenso nervig. Optimal wäre daher folgendes: Ein System auf Computer, Tablet, Smartphone und Fernseher. Android hat das Problem als erstes erkannt und es geschafft, das System sowohl auf dem Handy als auch auf dem Tablet zum Laufen zu bringen. Mit den selben Apps und den selben Daten. Und nein, Apple hat das nicht geschafft. Schonmal versucht, eine iPhone App auf dem iPad laufen zu lassen? Dass Android auf dem Tablet nicht optimal ist, da es primär ja ein Smartphone-System war, hat Microsoft gemerkt und sofort gegengesteuert. Sie haben jetzt Windows Phone 8 für das Smartphone, Xbox für den Fernseher und Windows 8 für Tablet und PC. Look and Feel ist hier bei allen Systemen mehr oder weniger gleich. Da man aber mit dem Modern-UI (Diesen Kacheln) nicht sonderlich gut arbeiten kann, gibt es immer noch den Windows 7-Look auf manchen Tablets und auf dem PC. Und das ist der Grund, warum Windows 8 sch*%ße ist. Man hat zwei Interfaces, die man kombinieren muss. Das ist lästig und will keiner. ubuntu-devices-familyUnd jetzt kommts: Ubuntu hat aus den Fehlern von iOS, Android und Windows gelernt und das (in meinen Augen) beste Konzept geschustert: Ubuntu auf dem Desktop, Ubuntu on Tablets auf dem Tablet, Ubuntu on Phones auf dem Smartphone und Ubuntu TV auf der Glotze. Das Konzept scheint perfekt: Das gleiche UI auf allen Bildschirmen, sowohl mit der Hand als auch mit der Maus als auch mit der Fernbedienung intuitiv bedienbar. Apps, die auf allen Systemen laufen und ein Gerät mit allen Daten. Mit Ubuntu ist es in Zukunft also (zumindest theoretisch) möglich das Smartphone in das Tablet zu stecken, das Tablet in das Notebook (So kennen wir es bisher vom ASUS PadFone) und das Noteb.. nein, das Smartphone in den Fernseher. Mit der Leistung, die ein modernes Smartphone bietet, kann man meines Erachtens nach gut arbeiten. Hoffen wir also, dass die aktuell ziemlich verbuggte Beta von Ubuntu for Phablets bald in einen Stable-Release kommt und die Hardware-Hersteller nicht den selben Fehler wie bei Samsung machen. [tube]http://www.youtube.com/watch?v=h384z7Ph0gU[/tube] Aber zurück zu meinem eigentlichen Thema, über das ich heute meckern wollte: Die Fragmention im Internet. Im Internet gibt es genau wie auf dem Smartphone-Markt unzähliche Seiten, die genau das gleiche machen: Facebook, Google+ und Twitter - Maxdome, Lovefilm und Watchever - Spotify, Simfy und Napster - Google, Yahoo und Bing und nicht zu vergessen die unzählichen Blogs, Foren, Websites, etc. pp. Die Liste ist wirklich endlos. Sicher, das ist das, was das Internet zu dem gemacht hat, was es ist, aber langsam wird das Internet zu einem Platz, der von absolut jedem verwendet wird. Früher waren nur Nerds im Netz, die alle genau wussten, was sie machen. Heute hat jeder Internet, egal ob Kleinkind, Großmutter, Hausfrau, Techie oder wer auch immer. Die Masse ist bequem, das Internet jedoch ganz und gar nicht. Dienste wie Google haben sich als Aufgabe gesetzt, das Chaos das sich Internet schimpft, etwas übersichtlicher zu machen. Aber man sieht, dass das nicht ganz einfach ist: Trotz jahrelanger Arbeit und unglaublichen Algorithmen geballt mit unfassbarer Serverpower, die das Netz durchsucht, ist es Google nicht gelungen die einfachsten Fragen zu beantworten. "Wo finde ich das beste Handy?" leitet nur an eine unendliche Liste an komischen Websites, die alle anders aussehen und eine komplette Anpassung des Nutzers erfordern. Man erinnert sich: Android hat auch so angefangen. Es gab keine Designrichtline und jede App sah anders aus. Die eine schön, die andere grausam. Und das hat irgendwie nicht wirklich funktioniert. Jeder fand, dass iOS Apps besser sind. Und das liegt einfach daran: Jeder weiß, wie sie zu bedienen sind, weil sie gleich sind. Mittlerweile gibt es auch bei Android Designrichtlinien, an die man sich halten sollte. Und so wird auch das Internet gezähmt werden. Natürlich geht sowas nicht über Nacht, aber ein großer Teil wurde schon migriert. Facbeook, Google, Amazon und co. bereiten immer mehr Content auf, der dann in einheitlichem Design ausgegeben wird. Einfache, statische Websites gibt es so gut wie gar nicht mehr im Internet und der Trend geht zur Vereinheitlichung. Auch die Art, wie man sich Software beschafft zeigt das ganz deutlich. Bei Windows ist es immer noch Gang und Gebe die gewünschte Anwendung von irgend einer dubiosen Seite aus dem Netz zu laden. Mit Windows 8 gibt es aber endlich den Windows Store, der eben das abschafft. Linux hat das Konzept eines Stores schon seit ich denken kann durch Repositories gelöst. Ich bin also gespannt, wie sich die Technik in den nächsten 10-15 Jahren entwickelt und wann es das nächste Informationsmedium geben wird, das das Internet ablösen wird. Zu diesem Beitrag gibt es einen Leserbrief, einen Podcast und eine Fortführung der Theorie. internet_fragmentation

Google+ Comments

GooglePlus-prbloggerIch habe mal das Kommentier-Verhalten meiner Leser beobachtet und habe festgestellt, dass so gut wie alle Kommentare über Google+ zu dem entsprechenden Beitrag von mir abgegeben werden. So gut wie niemand benutzt die WordPress eigene Kommentarfunktion.

Warum also nicht die Kommentare aus einem Google+ Post in WordPress integrieren? So ähnlich wie es viele Seiten mit Facebook machen? Hier bietet Facebook eine API und ein Plugin für WordPress an, mit dem man einfach einen Facebook-Comments-Stream unter einem Blogpost einbinden kann. Dank der mangehaften API von Google ist dies wohl noch niemandem gelungen.

Ich möchte trotzdem versuchen meinen Blog auf Google+ Comments umzustellen indem ich den entsprechenden Post einfach unter der Seite als kleinen iframe einbinde. Ich bin gespannt, ob das so klappt, wie ich mir das wünsche oder ob hier nur mist rüberkommt.

Was hältst du von der Idee? Schreib es auf Google+ ;)

Update: Das mag Google wohl nicht.. Google verbietet es, das eigene Social Network via iframe einzubinden:

Here are the headers Google+ sends:

HTTP/1.1 200 OK cache-control: private, max-age=0 content-encoding: gzip content-type: text/html; charset=UTF-8 date: Thu, 25 Aug 2011 20:22:35 GMT expires: Thu, 25 Aug 2011 20:22:35 GMT server: GSE status: 200 OK vary: Accept version: HTTP/1.1 x-content-type-options: nosniff x-frame-options: SAMEORIGIN x-xss-protection: 1; mode=block

The X-Frame-Options header asks the browser not to display the site in a frame.

Schade.. ich fande das eine gute Idee. Mal gucken, was Googles Meinung dazu ist.

Update 21.04.2013: Na wusst ichs doch! Es funktioniert!

DKB: mTAN? Was ist das?

dkb

Die DKB aka Deutsche Kreditbank wirbt auf ihrer Webpräsenz mit dem Titel "Internet-Bank". Weil ich auf der Suche nach genau einer solchen Bank war, habe ich mir hier ein Konto incl. Kreditkarte erstellt. Mal abgesehen davon, dass die DKB wohl "Unstimmigkeiten bei Ihren persönlichen Angaben" festgestellt hat und direkt meinen Perso wollte (ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich Karim heiße oder gerade 18 geworden bin), hat die Anmeldung ganz gut geklappt. Nach 3 Wochen hatte ich sowohl EC als auch Kreditkarte incl. aller PINs, Nummern, Passwörter, IDs und was man nicht so alles bekommt, wenn man sich bei einer Bank anmeldet. Mitunter auch ein Lappen, der sich iTAN schimpft.

Vielleicht kennst du es noch. Das Ding aus Papier, auf dem 100 Nummern drauf stehen um sich "auszuweisen". Ich habe so einen Wisch das letzte mal vor 2 Jahren bei der Volksbank gesehen, weil sie es dann aufgrund mangelnder Sicherheit ausgemustert haben und durch das schicke mTAN-Verfahren ersetzt haben: Sobald man eine Aktion tätigt, wird einem eine TAN per SMS an eine vordefinierte Nummer geschickt. Das klappt schnell, problemlos und ist um Längen sicherer als ein Fetzen mit Zahlen drauf.

Der Nachteil - mal abgesehen vom Sicherheitsrisiko - der iTANs liegt klar auf der Hand: Sie liegen auf der Hand und sind damit umständlich, nehmen viel Platz weg, sehen hässlich aus, sind nicht mobil und laufen ziemlich schnell ab (um genau zu sein nach etwa 80 mal). Warum also noch auf dieses altmodische Mittel setzen? - Das habe ich mich auch gefragt und direkt mal den Support angeschrieben. Schnell ist er ja, das muss man ihnen lassen:

Guten Tag,

ist es möglich ein anderes TAN-Verfahren zu wählen? TANs auf Papier halte ich für eine "Internet-Bank" doch recht überholt und vor allem sehr umständlich, weil man das Blatt immer mit sich führen muss um auch unterwegs eine Überweisung zu tätigen.

Vielen Dank

Deren Antwort folg sogleich:

Sehr geehrter Herr Geiger,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Da DKB-Kunden mit dem bewährten, nutzerfreundlichen iTAN-Verfahren gute Erfahrungen gemacht haben, planen wir aktuell keine Umstellung auf mTAN oder chipTAN.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Weihnachtsfest.

Für Ihre Fragen sind wir gern Ihr Ansprechpartner.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Deutsche Kreditbank AG

Na sicher. Kurz mal gegooglet und gleich die Antwort zusammengestellt:

Guten Tag,

das glaube ich Ihnen nicht. Nach 2 Minuten googeln habe ich sogar eine Petition gefunden, die wünscht, dass die DKB auf ein moderneres und sichereres Verfahren umsteigt: https://www.openpetition.de/petition/online/deutsche-kreditbank-ag-dkb-auf-das-sichere-mtan-umstellen

Des Weiteren finden sich viele Artikel im Internet, die genau dies bemängeln: http://www.maxrev.de/dkb-deutsche-kreditbank-ag-meine-erfahrungen-t225885.htm http://electroholiker.de/?p=1579 http://www.dooyoo.de/konto/dkb-online-banking/1486064/ etc...

Starten Sie doch einmal eine Umfrage, wer sich alles ein neues Verfahren wünscht. Ich bin sicher, dass Sie das Ergebnis überraschen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort ausstehend.

Update 20.12.2012: Na das schießt ja wohl den Vogel ab. Gerade habe ich auf der DKB-Seite folgenden Hinweis gesehen:

itan_sicherheit

Mit mTan könnte man nicht eben so mal die TAN eingeben. Da bekommt man nur eine, wenn man auch eine bekommen soll.

Update 21.12.2012: Nach zwei Tagen und zwei weiteren Nachfragen, wo denn eine Reaktion bleibt habe ich folgende Antwort bekommen:

Ihr Anliegen befindet sich bereits in der Bearbeitung.

Das mit dem "schneller Support" hat sich damit wohl auch erledigt.

Update 28.12.2012: Ja, eine Woche ist jetzt vorbei. Und die Antwort des Supports war mehr als dürftig:

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass keine Umstellung geplant ist.

Das Thema Sicherheit steht für uns selbstverständlich an erster Stelle.

Im Sinne unserer Kunden prüft und beobachtet die DKB die aktuellen Sicherheitsstandards und Präventionsmaßnahmen sehr genau.

Wir haben das System als sicher eingestuft.

 

Bildquelle

Was wäre, wenn das Nexus 4 iOS und das iPhone 5 Android hätte?

Diese Frage hat Caschy gerade in einem Forum gelesen und hat sie seinen Lesern gestellt. Ich möchte sie hier beantworten:

Was wäre, wenn das Nexus 4 iOS und das iPhone 5 Android hätte? Würde ich dann zum iPhone greifen?

Kurz: Nein, wahrscheinlich schon. Erstmal die Vorteile der iPhone 5 Hardware: Ein Display, den ich mit einem Finger erreichen kann, eine bessere Kamera und eine schöne Verarbeitung. Zu der Verarbeitung muss ich allerdings sagen, dass mich LG wirklich sehr beeindruckt hat. Gestern ist mein Nexus 4 angekommen und die Verarbeitung ist wirklich erste Klasse. Das Gerät sieht edel und hochwertig aus und fühlt sich super in der Hand an. Das wäre also schonmal kein Grund zu wechseln.

Die Kamera? Auch nicht wirklich. Wenn ich ein Foto machen will, muss die Qualität nicht wie von einer Spiegelreflex sein, sondern gut genug um etwas zu erkennen. Und das ist sie allemal.

Ein wesentlich kritischerer Punkt ist allerdings die Bildschirmgröße. Mich nervt auch hier schon wieder, dass der Menü-Button entweder rechts oben oder - leider auch sehr oft - links oben ist. ARGH! WIE KOMMT MAN AUF SO EINE IDEE! Mein Daumen ist einfach nicht groß genug um da hoch zu kommen. Und nicht habe nicht wirklich kleine Hände. Das ist also ein definitiver Pluspunkt für das iPhone.

Bei der Hardware bin ich mir also unschlüssig, welches ich mir zulegen würde. Wenn wir einmal davon ausgehen, dass beide gleich teuer sind, würde ich wahrscheinlich zum Nexus 4 greifen. Und zwar weil es Induktion und NFC hat. Beide Funktionen sind jetzt zwar genauso unnötig wie ein Schuh mit WLAN, aber trotzdem Nice-To-Have. Vor allem Induktion. Mein Traum ist es, eine Platte auf meinem Tisch - oder noch besser als Tisch - zu haben, die gleichzeitig meinen Laptop, meine schnurlose Maus und mein Smartphone lädt. Was bei elektrischen Zahnbürsten komischerweise schon seit gefühlten 100 Jahren geht, ist bei Smartphones wohl erst seit kurzem möglich. Aber wie gesagt. Das wird wohl erst in zwei Jahren kommen.

Was die Software angeht bin ich tendentiell doch etwas Android-Fixiert, da ich das Design und die Funktionalität mag. Und mit Android 4.2 ist das ganze auch noch angemessen schnell und ruckelfrei. iOS ist zwar auch schön, vor allem wenn es darum geht ein System zu haben, das einfach mal funktioniert ohne große Probleme, aber Android kommt langsam aber sicher an das selbe Ergebnis ran. Vermissen würde ich vor allem die Widgets, die mir das Leben doch sehr vereinfachen.

Müsste ich als zwischen Nexus 4 iOS und iPhone 5 Android wählen, würde ich entweder beide kaufen oder aber explodieren.

Was wäre deine Entscheidung?

Das Fernsehen wird professionell

High-Tech-Kameras waren gestern! Wozu hunderttausende von Euros ausgeben, wenn man die entsprechende Qualität auch mit einer iPhone-Kamera erreichen kann. Du glaubst mir nicht? Hier der Beweis, dass die ARD mit dem iPhone ihre Interviews aufnimmt: [tube]sud-V_ilFIE[/tube] Und jetzt kommts! Ich habs geahnt! Und zwar schon Monate vorher im Facebook-Chat! Wollte das nur mal gesagt haben..

Opt-In

Man registriert sich für einen Newsletter oder bei einem Forum und bekommt eine Bestätigungsmail, die einen Link enthält, um zu bestätigen, dass einem die angegebene E-Mail-Adresse auch wirklich gehört. Das macht Sinn und ist seit langem sogar gesetzliche Pflicht. Nachzulesen in §7 des UWG oder auf Wikipedia.

So weit so gut. Blöd nur, dass gerade eine Steuerberatergesellschaft gegen eben diese Opt-In-Mails geklagt hat. Hier war die Rede von Double-Opt-In. Sprich: "Gehört ihnen diese Adresse? - Ja? Gut. Hier eine Willkommensmail!" Und jetzt kommts: Das Gericht hat beschlossen, dass die erste Opt-In-Mail (ja, die gesetzlich vorgeschriebene) nicht rechtens ist, da der Nutzer diese ja nicht zwingend angefordert hat. Es kann sich ja auch um ein Missverständnis handeln. Die zweite Mail - die zumindest mich eigentlich am meisten nervt - war allerdings rechtens, da ja ein bestätigtes Abo zustande gekommen ist.

Kurz zusammengefasst: Das Gesetz stellt sich selber ein Bein. Und stolpert dann auch noch.

Apple und die Apps

Ich hab gerade meinen iMac wegen ein paar Updates neugestartet (btw ein klarer Nachteil gegenüber Linux) und da ist mir beim starten wieder etwas aufgefallen, das ich auch schon am iPad beobachtet habe.

Wenn der PC startet, öffnen sich in der Grundeinstellung ja wieder alle Programme, die vorher auch offen waren. Und das geht unfassbar schnell. Das geht sogar so schnell, dass alle Programme, die vorher schon offen waren direkt nach der Anmeldung gestartet sind. Sie bauen sich nicht erst auf, sie sind fertig geladen da. Wie kann das sein?

Verglichen zu Windows oder Linux ist das phänomenal. Bei der Konkurrenz öffnen sich die Anwendungen nämlich erst nach und nach und brauchen dann noch eine Weile, bis sie betriebsbereit sind. Hier kommt der Trick ins Spiel, den ich unter iOS und MacOS X gerade bewundert habe: Beim Systemstart lädt das System nicht wirklich das Programm, sondern es pflanzt einfach pixelgenau an die Stelle, an der das Programm vorher war einen Screenshot, den er beim herunterfahren gemacht hat. Sieht erstmal aus, als wäre die Anwendung fertig geladen und macht einen super Eindruck! Nach und nach bauen sich dann im Hintergrund die Programme auf und ersetzen dann den Screenshot durch die funktionierende Instanz.

Geniale Idee eigentlich. Blöd nur, dass die wenigsten Anwendungen nach einem Neustart nicht mehr genau so aussehen wie vorher. Daher merkt man recht bald, was eigentlich Sache ist. Bei iOS lässt sich das ganz gut retuschieren, da die Apps klein sind und verhältnismäßig schnell laden. Trotzdem macht es auch am Desktop den Eindruck, dass Apple fast as hell bootet. Das sollte Windows mal übernehmen.

Und wo wir schon beim Thema Windows übernehmen sind.. das hat Windows endlich mal übernommen: Wenn bei Apple-Produkten ein Programm oder eine App abschmiert, kommt kein "DIESES PROGRAMM REAGIERT NICHT MEHR!!1!", sondern die Anwendung wird einfach still und heimlich abgeschossen. So realisiert man die hälfte der Abstürze schon gar nicht und fragt sich nur irgendwann, warum die Dropbox nicht mehr synct. Und wenn man es merkt, denkt man sich kurz "ups. neu öffnen." und nicht (wie das bei Windows und Android der Fall ist) "ERMAHGERD SCHON WIEDER EIN ABSTURZ!"

Diese kleinen Dinge, die eigentlich gar nicht wirklich auffallen aber trotzdem vorhanden sind, finde ich immer wieder faszinierend. Das zeigt, dass sich die Entwickler dabei wirklich was gedacht haben. Auch wenn ich Apple nicht wirklich mag (die Firma, nicht die Produkte), haben sie einfach die besseren Entwickler (gehabt, weil die meisten zu Google wandern).

...ah, apropos.. was mich an Android stört ist der Bootvorgang. Bei Android läuft der so ab: 10 Sekunden Carrier-Logo bzw Firmenlogo, 10 Sekunden ein animierter Androide (oder was auch immer die Firmen da reingemoddet haben), was erst ruckelig abläuft und nach einmaligem Laden in den Cache viel zu schnell und anschließend das selbe nochmal. Nur wird nun der Bildschirm abgedunkelt. Das stört! Vergleichen wir es mal mit.. oh.. Apple! Ein Apfel. Immer. Bis das System gebootet ist. Das ist clean, einfach und schön.

Das perfekte Smartphone

Ich wollte sowieso schon vor einiger Zeit mal über den lästigen Trend der Smartphone-Welt meckern. Gerade bin ich auf Facebook auf das Gewinnspiel von HTCInside aufmerksam geworden. Hier kann man schöne Preise gewinnen, wenn man im eigenen Blog kurz darüber berichtet. Zudem steigt die Gewinnchance, wenn man sein "perfektes" Smartphone beschreibt.

Klingt doch gut. Hier also mal ganz trocken die Specs, die ich mir in Zukunft von meinem Mobiltelefon wünsche. Sortiert nach Priorität:

  1. Hochwertiges Gehäuse - Ohne dem geht gar nichts. Damit meine ich gutes Plastik, wie es das One X beispielsweise hat. Euer Samsung Billigkokosplastik könnt ihr behalten.
  2. Lange Akkulaufzeit - ARGX! Mein Handy hält nicht einmal 8 Stunden bei normaler Benutzung. Das kann doch nicht angehen!
  3. 4,2 Zoll - Wenn mein Daumen nicht von unten rechts nach oben links kommt, ohne dass ich meine Hand rekordverdächtig verdrehen muss, ist das Scheißteil zu groß!
  4. Core, Core, Core, Core, RAM! - Performance! Laggs bei aktueller Hardware sind unvertretbar.
  5. Induktion - Verdammt ich will nicht andauernd Kabel mit mir rumschleppen! Auf den Schreibtisch legen und laden. Das sollte doch machbar sein.
  6. NFC - Weil es einfach geil aussieht, wenn man wie bekloppt Handy an Handy hält zum Daten senden.. Was war nochmal der Unterschied zwischen Infrarot?
Das wars eigentlich.. So schwer sieht das doch gar nicht aus, oder? Dürfte ja eigentlich realisierbar sein. Vor allem für den Preis, den man zurzeit für solche Geräte löhnt. Andere kaufen sich für das Geld einen guten Gebrauchtwagen.

Ich habe ja Hoffnung in das neue Google (LG) Nexus 4, das erfüllt ja - zumindest auf dem Papier - die meisten Specs, die ich mir wünsche. Ob es in der Praxis auch überzeugt, werde ich hoffentlich zu Weihnachten erfahren.

Haarwachs Test

Meine Frisur? Mal ist sie länger, mal ist sie kürzer, aber prinzipiell ist sie immer gleich: Aufgestellt, und zwar nicht gerade sparsam. Und zwar habe ich bis vor kurzem das ganze immer mit dem Taft Power Wax realisiert.

Jetzt möchte ich aber meine Haare bei gleichbleibender Frisur wachsen lassen, bis mir die Haare Wort wörtlich zu Berge stehen. Mit Tafts Power Wax ist das aber leider nicht mehr möglich, weil es für meine Haare einfach zu schwach ist (Auf dem Bild siehst du meine Frisur, als ich noch kurze Haare hatte).

Jetzt hätte ich noch die Möglichkeit, das Nivea ElastoPower Style Freeze Gel zu verwenden, das bei mir daheim steht. Möchte ich aber nicht, denn zwischen Gel und Wax gibt es einen harten Unterschied: Gel ist hart, Wax nicht.. Sollte es zumindest nicht sein. Das heißt anstatt eines komplett verklebten Kopfes hat man mit Wax trotzdem noch die fluffigen Haare. Der Nachteil dabei ist: Die Frisur hält nicht so gut.

Ich bin also gerade dabei, verschiedenste Wachse und Gels zu testen und werde hier die Erfahrungen zu jedem einzelnen dokumentieren.

Default: Taft Power Wax

Es fällt absolut nicht auf im Haar und behält so die ursprüngliche Struktur bei. Ideal für leichte Haare oder Kurzhaarfrisuren. Kann ich eigentlich nur empfehlen. Trotzdem ist es jetzt nicht mehr ausreichend.

Tag 1: Got2b iStylers Spike Putty

Ja, es ist kein Wax sondern Gel, hält die Haare dadurch aber schön oben, auch über einen ganzen Tag hin nahezu unverändert. Der Nachteil wie bei jedem Gel ist aber, dass es klebt und somit nicht mehr so luftig ist. Trotzdem lässt sich das Ergebnis sehen und ist im Vergleich zum Style Freeze Gel sehr leicht und "unverklebt". Mit Wax kann aber auch das iStylers nicht mithalten. Schade.

Tag 2: AXE Wild Style Look

Bevor ich anfange über die Wirkung des Wachses zu reden, möchte ich erstmal ein Wort über die Konsistenz verlieren. Das Wachs ist hart wie Beton und die Bröckchen, die man aus dem Wachs herausbricht, müssen erst einmal in der Hand zu einer creme geformt werden. Danach kann man diese ins Haar einarbeiten. Wenn einmal die ganze Pampe verteilt ist, hat man mehr Haare an der Hand als auf dem Kopf, weil man sie alle ausreißt. Und halten tut das ganze auch nicht. Daumen runter für das tolle AXE-Wax.

Tag 3: Taft Ultra Wax

Für mich war der Unterschied zwischen Wachs und Gel bisher immer, dass Gel diesen Glänzeffekt hat und die Haare somit verhärtet und Wachs unauffällig im Hintergrund die Haare formt. Tja.. anscheinend nicht! Das Taft Ultra Wax hat als Feature auf der Verpackung stehen, dass es die Haare schön glänzen lässt.. Gut, warum nicht. Stimmt auch! Die Haare halten bombenfest, glänzen und sind nicht so hart wie bei Gel. Ist finde ich ein schönes Ergebnis, ist aber weniger das, was ich möchte.. vielleicht finde ich ja noch meinen Favoriten. Sonst werde ich wohl mixen müssen.

Tag 4: Taft Gel Wax

Und ab in den Müll. Wer aussehen will wie Doc Brown aus "Zurück in die Zukunft", sollte vielleicht zu diesem Wachs greifen. Der Rest sollte darum einen großen Bogen machen. Over and out.

Tag 5: Taft Power Invisible Gel

Dieses Gel war fast noch schlimmer als das Gel Wax vom vorherigen Tag. Es kann sein, dass sich langsam meine Haare auflösen, weil ich so viele verschiedene Produkte probiert habe, trotzdem war ich damit absolut nicht zufrieden. Neben der Gel-Typischen Substanz hielt das Gel nicht einmal annähernd so gut wie die Vorgänger. Ich musste sogar mit einem anderen Wachs nachhelfen. Für meine Haare also ein Daumen runter.

 

Fazit: Got2b iStylers Spike Putty in Kombination mit dem Power Wax ist nahezu optimal. Nur möchte ich mir nicht täglich zwei verschiedene Mittel in die Haare reiben.. Die Suche geht also weiter!

/ im svn

Ich bin ja ein Freund von kontrollierten und ordentlichen Systemen, bei denen man sich gut zurechtfindet. Und vor allem sollten sie wo immer es geht synchronisiert sein. Ich hasse es, wenn ich irgendwo zwei unterschiedliche Versionen habe. Das bringt nur Probleme mit sich und ist so gut wie nie gut. Vor allem nicht dann, wenn man - wie in SVN oder GIT - die Möglichkeit hat in der Version zurückzugehen.

Als ich mir darüber ein paar Gedanken gemacht habe und das ganze ein wenig weitergeführt habe, kam ich auf folgende Idee: Warum nicht komplett Root in eine Versionsverwaltung packen? Gedacht, getan. Ich hatte sowieso noch eine SVN-Instanz auf meinem privaten V-Server, die mehr oder weniger ungenutzt war. Natürlich bin ich nicht komplett verrückt, und schiebe knapp 100GB Linux auf meinen Server. Darum habe ich nur Dateien zu meinem SVN /-Folder hinzugefügt, die essentiel wichtig sind. Als da wären: /opt, ~/.ssh, etc.. (lol).

Die ganzen Files einmal eingecheckt (mehr als ein paar hundert MB sind das nicht), werden sie von SVN automatisch verwaltet. Sprich: Neuere Versionen werden mit einem svn checkin automatisch migriert und geloggt. Das ganze mache ich jetzt seit mehreren Monaten und habe die wichtigen Dateien immer gesichert. Nächste Woche wird alles, was bisher nur Theorie war ins kalte Wasser geschmissen. Ein Linux-System muss man bekanntlich - wenn es mal läuft - nie wieder neu aufsetzen. Stimmt. Aber wenn ein neuer Lappy herkommt, bietet sich das doch an. Ich erwarte also nächste Woche von meinem neuen Setup, dass ich meine bekannte Konfiguration nach einem

svn co $svn_url /
und einem

rsync -a $backup_path /home/
wieder habe. Ob alles klappt wie erwartet, wird sich zeigen.

Update: Hat funktionert. Awesome!

Versioning rulez!