Google Inbox

Ich bin ja wie einige bestimmt wissen der Meinung, dass E-Mails endlich abgeschafft werden sollten, da es wesentlich bessere Wege der Kommunikation gibt. Da sie aber als eine Art Wohnsitz für Internet-Dienste und zentrale, unabhängige Sammelstelle gelten, kann es noch eine Weile dauern, bis es so weit ist.

Google hat sich nun vor ein paar Monaten entschlossen ihren Google Mail-Service zu erweitern und mit Google Inbox einen komplett neuen Mail-Client (natürlich im Browser) zu etablieren. Ich konnte relativ schnell einen Invite ergattern und hatte somit die Möglichkeit den Service direkt nach der Ankündigung zu testen. Alles war neu und einige wichtige Features fehlten. Ist aber absolut vertretbar gewesen, da der Service ja gerade erst erschienen ist.

Das Problem an der Sache ist nun, dass sich bis heute nichts geändert hat. Google Inbox hat nach drei Monaten immer noch die selben Features wie zu Anfang, mehr allerdings nicht. Doch was ist Google Inbox?

Google Inbox vereint eine Notizen-Anwendung mit einem kategorisierten Mail-Client. Man kann Mails anhand von (automatischen) Filtern in Kategorien einteilen, welche dann unterschiedlich hoch priorisiert werden können. So kann man z.B. auswählen, ob man über ein bestimmtes Label sofort, gar nicht oder nur einmal täglich informiert werden möchte. Auch kann man das Zero-Inbox-Prinzip verfolgen, indem man Aufgaben, welche man momentan nicht erledigen kann, zurückstellt. Kommt also eine Mail rein, die erst am Montag bearbeitet werden kann, verschiebt man diese mit zwei Klicks in den Snoozed-Ordner. Dort bleibt sie dann bis Montag liegen und landet dann wieder in der Inbox. Dazu kommt, dass man zu E-Mail und auch unabhängig davon Reminder setzen kann. Das sind einfache Text-Schnipsel, die einem wie E-Mails auch zu einem gewissen Zeitpunkt wieder vorgelegt werden.

Das alles hört sich theoretisch ganz wundervoll an und ist es in der Tat, allerdings fehlen wie eingangs erwähnt einige wichtige Features. So kann man z.B. nicht angeben, dass man ähnliche Mails zukünftig in einer entsprechenden Kategorie haben möchte. Auch kann man nicht alle Mails in einem Label oder Ordner auswählen, wodurch man weder alle Mails als gelesen markieren kann, noch den Spam-Ordner oder den Mülleimer leeren.

Ebenfalls nicht möglich ist das Erstellen von mehrzeiligen Notizen, mehreren Notizen pro Mail bzw. das Hinzufügen von Notizen zu Labels oder das Hinzufügen von Subnotes zu bestehenden Notizen. Ein Einkaufszettel lässt sich somit also nicht brauchbar realisieren. Der Grund, warum ich eine zweite App auf dem Handy habe. Immerhin hat sich die Integration der Notizen unter Android gebessert, was bedeutet dass man endlich auch über Google Wear oder Google Now Erinnerungen erstellen kann, welche dann in Inbox angezeigt werden. Andersrum klappt das (bei mir) allerdings nicht: In Google Inbox angelegte Erinnerungen erscheinen nicht in Google Now.

Und auch das Timen von Mails und Erinnerungen ist noch nicht ganz ausgereift. Je nach Uhrzeit hat man mehrere Defaults zur Auswahl: Morgens (9 Uhr), Abends (5 Uhr), Nachts (9 Uhr), Morgen (7 Uhr nächster Tag) und nächste Woche (7 Uhr kommenden Montag) Gefallen einem diese Uhrzeiten nicht, so hat man keine Möglichkeit eigene Auswahlen zu definieren. Natürlich hat man immer die Option eine angepasste Uhrzeit anzugeben, doch das ist in meinen Augen viel zu umständlich gestaltet, da man vorher erst durch vier Untermenüs muss und man die Uhrzeit am Ende noch nicht einmal auswählen kann, sondern manuell eintippen muss.

Doch der wirkliche Knaller ist, wie ich finde, dass Google Inbox entweder als App unter Android und iOS verfügbar ist oder aber für Google Chrome-Nutzer. Und nur für Google Chrome-Nutzer. Öffnet man die Seite im Firefox, erscheint folgende Meldung:

B7mGuQQCAAAk1biIm ersten Moment denkt man sich "gut, ist ein Marketing-Trick. Man will ja schließlich, dass die Leute Google Chrome verwenden". Als IT-Bastler geht es dann natürlich los mit der Suche nach Workarounds: User Agent Faker installiert, Chrome User Agent für inbox.google.com definiert und neu geladen. Siehe da, die Website wird aufgebaut. So halb. Funktionieren tut sie nicht. Grund dafür ist schlecht implementiertes SSL seitens Google. Der Workaround dafür ist auf GitHub beschrieben und lässt einem die Haare zu Berge stehen. Ich hoffe stark, dass Google das und alle anderen im Post genannten Punkte noch verbessert. Wird langsam mal Zeit.

Chrome Complete Tab Sync

Ich nenne es Chrome Complete Tab Sync, weil Google Chrome von Haus aus einen Tab Sync anbietet. Dieser erfüllt aber nicht die Wünsche, die ich an einen Tab Sync habe. Leider gibt es keine Extension (vermutlich aufgrund fehlender Berechtigungen), welche das ganze so realisiert, wie ich mir das vorstelle.

Lasst mich kurz erklären, was ich mir wünsche: Ich verwende täglich mehrere Rechner mit unterschiedlichen Betriebssystemen und möchte an allen meine Arbeit dort fortführen, wo ich aufgehört habe. Datenmäßig klappt das dank Dropbox, Seafile und co. relativ gut, doch was Programme angeht ist es eine absolute Katastrophe. Da ich ein stolzer Tab-Messie bin, der unter keinen Umständen weniger als 15 Tabs offen hat, ist es vermutlich selbsterklärend wie nervig es für mich ist mich an einen anderen Rechner zu setzen. Dank Googles Tab Sync kann ich zwar - wenn ich den spezifischen Tab denn brauche - ihn von einem anderen Rechner herholen, indem ich einen neuen Tab auf mache, chrome://history eintippe, auf "x more..." und schließlich auf den entsprechenden Tab drücke.

Ich glaube ich muss nicht extra erklären, dass das vier Aktionen zu viel sind, oder? Ich kann auch alle Tabs aus der Session des anderen Rechners mit derselben Methode wiederherstellen. Aber nur manuell, wieder mit 4 Klicks. Und dann laden alle Tabs neu, nicht nur die neuen, sondern alle. Und ich muss danach auch noch das "alte" Browserfenster schließen. Vergesse ich einmal vor der Benutzung diese Aktion zu tun, muss ich mühselig die alten und die neuen Tabs migrieren. Dazu kommt noch, dass der Tab Sync (zumindest bei mir) nur zu etwa 60% funktioniert, was absolut ungenügend ist.

Ich wünsche mir also ein Feature, das - wie auch immer es aussehen mag - Plattformunabhängig (Android/iOS müssen nicht dabei sein) meine Tabs synchronisiert und direkt nach Browserstart meine alten Tabs schließt und die dazugekommenen öffnet, inklusive Anpinnen der angepinnten Tabs. Möglich? Vermutlich nicht. Traurig? Vermutlich schon. Das Jahr 2014? Fühlt sich nicht so an.

Update Dezember 2015: Meine Gebete wurden erhört. Es gibt eine Chrome-Erweiterung, welche genau das übernimmt. Sie ist nicht perfekt, aber besser als nichts.

Android verschlüsseln

Ich weiß ja echt nicht, was ich in meinem Leben getan habe, dass mich Technik so hasst, aber fakt ist: Sie hasst mich. Was ich auch anfasse, es geht kaputt.

Heute wollte ich mein Android KitKat-Smartphone, das OnePlus One in der Standardkonfiguration mit Root, jedoch dem per Default installierten CyanogenMod 11S System, verschlüsseln. Android bietet diese Option. Setzt man einen PIN-Code, kann man das System und die auf der SD-Karte enthaltenen Daten verschlüsseln.

Ich, in meinem jugendlichen Leichtsinn, komme also auf die Idee, dass das nicht ganz schlecht wäre, zumal das bei Android Lollipop ja standardmäßig der Fall sein soll. Da der Verschlüsselungsprozess laut eigenen Angaben über eine Stunde dauert, habe ich den Prozess heute angestoßen - ich hatte ja Zeit. Wenn das Android Lollipop-Update kommt, muss ich also nur noch updaten.

IMG_2301Tja. Nach einer halben Stunde begrüßt mich mein One also mit der freudigen Meldung, dass die Verschlüsselung fehlgeschlagen ist, ich alle meine Daten verloren habe und ich mein Smartphone zurücksetzen kann. Wuhuw!

Gut, ich hab's ja kommen sehen. Wie gesagt, wenn ich etwas am Computer mache, schlägt es prinzipiell fehl. Ich habe mittlerweile also von allem genügend Backups für den Ernstfall, welche ich nicht gerade selten auch wirklich benötige. (Kleiner Rückblick: Ich habe schon mit dem HTC One versucht, das System zu verschlüsseln. Auch das schlug natürlich fehl und ich hatte natürlich ein Backup. Auf der SD-Karte. Welche dann natürlich gelöscht wurde.) Ich habe also aus meinem Fehler gelernt und das Backup an einem sicheren Ort aufbewahrt. Kann ich an dieser Stelle übrigens jedem wärmstens empfehlen.

Damit ist dieser Blogpost also zu Ende? Nein! Okay, fast. Aber eins möchte ich noch loswerden: Ich habe bei meinem Google-Account die Two-Step-Verification aktiviert. Sprich: Logge ich mich auf einem neuen Rechner ein, bekomme ich eine SMS mit einem Zugangscode. Funktioniert super, allerdings nur Serverseitig. Was Android mal wieder sehr schlau geregelt hat: Während dem initialen Einrichten des Smartphones werden keine Benachrichtigungen angezeigt. Keine. Auch nicht für SMS. Möchte ich nun aber die Systemeinstellungen via Google wiederherstellen, muss ich mich bei der initialen Einrichtung anmelden. Nachträglich stellt er nicht wieder her.

Ich würde mich gerne als Beta-Tester bei Google bewerben.

Test: OnePlus One und LG G Watch R

Mit der Vorstellung der Motorola Moto 360 Smartwatch wollte ich unbedingt eine runde, intelligente Uhr haben. Die LG G Watch R entsprach genau meinen Erwartungen - bis auf dass sie nur mit Android-Smartphones kompatibel war. Die Lösung: Ich verkaufte mein iPhone 5 und legte mir das OnePlus One zusammen mit der LG G Watch R zu. Vorab: Beide Geräte sind wirklich nicht schlecht und ich denke ich werde gut mit ihnen klar kommen. Trotzdem gibt es einige Dinge, die mich aufregen.

EU Cookie-Richtlinie

Bestimmt habt ihr in den letzten Monaten schon oft den folgenden Text auf irgendwelchen Websites gelesen:

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
Was hat es damit auf sich? Eine neue EU-Richtlinie 2009/136/EG schreibt seit Mai 2011 vor, dass jeder Websitebetreiber, welcher Cookies verwendet, auf der Seite darauf hinweisen muss. Cookies sind nutzerspezifische Informationen, welche im Browser gespeichert werden und von der betreffenden Website abgerufen werden können. Das ist nichts neues und wird seit vielen Jahren von so gut wie jeder Website verwendet. Die EU möchte den Nutzer nun darauf aufmerksam machen, dass diese Cookies existieren und dass man sie doch löschen kann, wenn man das möchte.

Ich halte diese Richtlinie für Schwachsinn. Sie basiert auf keiner logischen Grundlage und hat daher auch keinen Grund zu existieren. Warum soll ich als Anbieter eines Dienstes darauf hinweisen, dass dieser Cookies verwendet? Bricht man diese Richtlinie weiter herunter, müsste die Meldung auf jeder Website wie folgt aussehen. räusper

Diese Website verwendet Cookies, welche auf Ihrem Computer gespeichert werden können. Zudem wird der Inhalt dieser Seite als HTML, CSS und JavaScript in Ihren Browsercache kopiert. Bitte beachten Sie auch, dass alle angezeigten Bilder auf ihren Rechner heruntergeladen werden. Auch Verbindungsinformationen, wie z.B. die IP-Adresse des Servers, die URI oder Header-Informationen können möglicherweise auf Ihrem Rechner, Ihrem Router oder bei Ihrem Provider zwischengespeichert werden. Der übertragene JavaScript-Code wird auf Ihrem Rechner ausgeführt und kann dafür sorgen, dass weitere Daten entstehen. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, entfernen Sie doch bitte Ihren Rechner vom Internet.
Ich denke es ist jedem klar, was ich damit sagen möchte. Cookies sind so selbstverständlich wie das Mehl im Brot und die Marmelade im Krapfen. Dass man im Impressum oder den AGBs auf die Verwendung von Cookies hinweist, macht durchaus Sinn, aber dass man die Meldung gut leserlich beim ersten Besuchen der Seite platzieren muss (um dann Cookies verwenden zu müssen, um den Nutzer nicht permanent damit zu nerven), halte ich für schwachsinnig und ich kann nicht verstehen, warum diese Richtlinie überhaupt durchgesetzt wurde.

Aus diesem Grund wird auf meinen Websites diese Meldung erst implementiert, wenn es einen logischen und nachvollziehbaren Gerichtsbeschluss zum Thema gibt. Aber vielleicht könnt ihr mir ja sagen, was es damit auf sich hat.

Update 23. Februar 2015: Ich habe endlich die Zeit gefunden und umgesetzt, was ich schon lange vor hatte. Eine Website, die User ganz ohne Kekse trackt. Nur um zu zeigen, wie unsinnig diese Cookie-Meldung ist: CookiesDisabled.com

Titelbild von gdefon

Valides HTML

Als Webentwickler versucht man ja immer hip zu sein und jeden Trend zu erfüllen. Natürlich muss man gleichzeitig auch noch das Unmögliche vermöglichbaren, denn: Was der eine empfiehlt, verbietet der andere. Doch alles zu seiner Zeit.

Ich war heute mal wieder auf Fefes Blog unterwegs und immer, wenn ich das bin, muss ich mir den Quelltext angucken, denn: Fefe verwendet weder <html>, <head>, <body> noch </p>, </li> o.ä. Tags. Ihr könnt euch das gerne mal selbst angucken. Jeder, der etwas Erfahrung in Sachen HTML hat weiß, dass das absolut nicht gängige Praxis ist. Schließlich kennt man das HTML-Grundgerüst:

<!DOCTYPE html>
<html>
    <head>
        <title>...</title>
        ...
    </head>
    <body>
        ...
    </body>
</html>
Das dürfte jedem ein Begriff sein, denke ich. Scherzhaft twitterte ich, dass jeder Browser-Entwickler die aktuelle Version gegen Fefes Blog laufen lässt um zu sehen, ob der Browser auch unter schwersten Bedingungen richtig parst. Und da Fefe einer ist, der sich eigentlich zu 100% an alle gegebenen Richtlinien hält, kam mir der Gedanke: Vielleicht ist das, was er da schreibt, wirklich so vorgegeben. Und in der Tat: Liest man sich die offizielle HTML-Definition durch, so stellt man fest: Das passt!

Weder <html>, noch <head>, <body>, etc. sind wirklich nötig. <p> und <li> benötigen keinen schließenden Tag, das einzige, was vorhanden sein muss: Die HTML-Version, <title> und <meta>. Und siehe da: Genau diese Tags hat Fefe auch ganz eifrig auf seinem Blog implementiert. Der W3C Validator bestätigt diese Annahme. Fefe macht alles richtig. Richtiger als die meisten anderen Websites.

Und wenn wir schon beim Thema sind, kann ich ja auch gleich mal meine Projekte durch den Validator jagen. Prinzipiell bestehen sie alle den Test. Wär auch schlimm, wenn nicht. Nur gibt es z.B. beim Release Monitor ein paar Fehler. Schuld daran bin aber nicht ich, sondern Google. Wer eine schnelle Website haben möchte, welche von der Suchmaschine auch noch weit oben platziert werden soll, dem wird nahegelegt, dass man gefälligst die Optimierungstipps von Google selbst beherzigt. Diese stimmen in den meisten Fällen natürlich mit dem HTML-Standard überein, jedoch gibt es Ausnahmen.

Was nun? Legt man Priorität auf Performance und Logik oder hält man sich an den Standard? Ich habe mich für Performance entschieden. Der HTML-Standard ist in meinen Augen sowieso vorne und hinten.. nett ausgedrückt.. bescheuert. Wie seht ihr das?

Mike vs. Gabe

Gabe Newell dürfte den meisten von euch ein Begriff sein. Er ist der CEO von VALVE, der Firma, welche für einige Spieleklassiker und auch für die bekannteste Vertriebsplattform für Computerspiele Namens Steam verantwortlich ist.

Um auch etwas von dem Kuchen abzubekommen, veröffentlichte der Entwickler Mike Maulbeck sein Spiel mit dem Namen Paranautical Activity natürlich auf Steam. Vorerst als Early Access-Game, was bedeutet, dass es noch in der Beta-Phase ist. Als das Spiel dann in die finale Version kam und im Steam Store aktualisiert wurde, sah man auf der Startseite von Steam wohl immer noch den Early Access-Banner, wie man diesem Tweet entnehmen kann.

Das ganze passte Maulbeck (neuerdings Murderbeck) ganz und gar nicht, woraufhin er etwas ausflippte.

Die Krönung war dann folgender Tweet, welchen er mittlerweile wieder gelöscht hat:

vznks4e_a91a

Den hätte er sich im Nachhinein wohl lieber schenken sollen. Gabe Newell hat von dem ganzen wohl Wind bekommen und direkt reagiert, indem er das Spiel aus dem Steam-Store einfach entfernt hat. Das ist natürlich denkbar ungünstig für den Entwickler, da Steam das Amazon für Computerspiele ist. Existiert dort etwas nicht, was nicht von einem großen Label wie z.B. EA kommt, haben die Hersteller wirklich schlechte Karten. Das weiß Maulbeck nun auch:

Der Schuss ging wohl nach hinten los. Als Beobachter finde ich die Aktion jedoch sehr amüsant und wollte sie euch deswegen nicht vorenthalten. Immerhin hat er dadurch ein wenig Aufmerksamkeit in den Medien bekommen.

Quelle: IGN, Bildquelle

kANBN - Simple Aufgabenplanung

Ich mach ja hier normalerweise keine Werbung, aber wenn ich einen Dienst von mir selbst anpreise, geht das denke ich klar. Macht euch also gefasst auf eine weitere To-Do-App.

Ja, Anwendungen zur Aufgabenverwaltung gibt es vermutlich öfter als Minecraft Let's Plays, doch das ganze hat auch seinen Grund: Keine Anwendung ist wirklich zu 100% perfekt. Entweder fehlt ein schönes Interface, eine App fürs Smartphone, ein ordentlicher Sync oder Benachrichtigungen. Irgendwas ist ja immer. Und schlimmstenfalls kosten die Apps dann auch noch Geld. Egal ob es nun eine Webapp ist, für die man 3 Euro/Monat zahlt oder eine Smartphone-App, für die man 1,50 Euro pro Gerät zahlt.

Ich möchte nicht sagen, dass kANBN - die Aufgabenplanung aus eigener Entwicklung - perfekt ist oder auch nur annähernd so viele Features bietet wie z.B. Wonderlist, Evernote und co. doch eins kann kANBN sehr gut: Einfach sein. Das versprechen auch viele andere (Smartphone-)Apps und halten das auch, doch sind das meistens nur Aufgabenlisten. Bei kANBN wird mit dem Kanban-Verfahren gearbeitet, was bedeutet, dass man virtuelle Post-Its hat, welche man an Boards in unterschiedlichen Bereichen anpinnen kann. Klingt erstmal schwieriger als es ist. Ein Screenshot zeigt denke ich am besten, was ich damit meine.

kanbn-screenshot

Wir sehen hier das Board mit dem Namen "Awesome Project", welches natürlich beliebig konfiguriert werden kann. In diesem Fall haben wir die Bereiche "To Do", "In Progress" und "Done", unter welchen jeweils Post-Its vermerkt sind. Diesen kann man Farben und eine Ordnung per Drag and Drop zuweisen. Hat man eine Aufgabe erledigt, verschiebt man sie einfach in einen anderen Bereich. Diese Bedienung ist komplett simpel und sehr übersichtlich.

Klickt man auf die einzelnen Einträge, öffnet sich eine Beschreibung sowie eine Aufgabenliste, unter der man zusätzliche To Do's vermerken kann. Eine sehr einfache Android-App gibt es ebenfalls und für iPhone-User natürlich auch eine mobile Version. In Zukunft wird die Aufgabenplanung noch um einige Features wie beispielsweise Reminder, Notizen, WYSIWYG-Editor, etc. erweitert werden. Das ganze ist natürlich komplett kostenlos und ohne Werbung. Wer also Lust hat, kann die App gerne einmal ausprobieren.

Hier geht's zu kANBN

 

Netflix: Support richtig machen

Ich lasse mich auf diesem Blog ja gerne mal über inkompetente Firmen, Techniken oder andere Menschen aus, die sich selbst mal wieder in ihrer eigenen Dummheit übertroffen haben. Doch manchmal gibt es Momente, in denen ich einfach nur beeindruckt bin. Ich bin der Meinung, dass man diejenigen loben sollte, die ein Lob verdient haben und zu denjenigen ehrlich sein sollte, die vielleicht noch nicht ganz am Ziel angekommen sind. Heute möchte ich über den Netflix-Support reden, welcher wirklich außergewöhnlich ist (An dieser Stelle auch ein großes Lob an das GitLab-Team, das ebenfalls sehr freundlich und bemüht ist). Folgendes Szenario: Ich bin seit ein paar Monaten Netflix-Kunde (dieser neue VoD Streaming-Service) und eigentlich sehr zufrieden mit dem Angebot und der Technik. Aber das ist alles Geschmackssache und steht daher nicht zur Diskussion. Das einzige, was ich vermisst habe, war eine Watchlist, zu der man Filme, die man gerne sehen würde, hinzufügen kann. Gab es bei meinem Netflix nicht, daher habe ich bei @netflixDE auf Twitter nachgefragt. Ich bin bei einer so großen Firma nicht davon ausgegangen, dass sie mir antworten oder auch nur im entferntesten Interesse zeigen, doch: Sie antworteten und versuchten mein Problem zu lösen, da es dieses Feature anscheinend schon gibt. Nur war das bei meinem Account nicht vorhanden. Der Support auf Twitter konnte mir leider nicht weiterhelfen und schickte mir einen Link zum Chat-Kundenservice. Dort angekommen, stellte sich die Ursache für das Problem heraus. Kurzfassung: Account wurde in den Niederlande erstellt, daher ist das Feature auch nur dort benutzbar. Eine Problemlösung abgesehen von neu anmelden gab es zwar nicht, der Support an sich hat mich allerdings wirklich vom Hocker gehauen. Der Mitarbeiter war außerordentlich freundlich, hilfsbereit und ausnahmsweise mal nicht so verklemmt und schwer von Begriff wie die meisten in solchen Chatrooms. Den Gesprächsverlauf gab's als Transkript per Mail, daher dürft ihr ihn hier gerne mitverfolgen: Netflix Sebastian Herzlich willkommen bei Netflix! Wie kann ich Ihnen helfen? You Ich wurde vom Twitter-Support gerade an Sie verwiesen. Bei mir scheint der "Meine Liste"-Bereich zu fehlen. Einen entsprechenden Button zum hinzufügen habe ich auch nicht. Netflix Sebastian Grüß Sie! You Hi! Netflix Sebastian Da schauen wir gerade mal nach :) In welchem Land haben Sie Ihr Konto erstellt? You Niederlande war das Netflix Sebastian Alles klar, so sehe ich's hier auch bei mir. Folgendes: Sie können Ihr Netflix-Konto in jedem Land verwenden, in dem es uns gibt, ganz egal, wo Sie's ursprünglich erstellt haben. Sie sehen dann jeweils die Inhalte des Landes, in dem Sie sich gerade aufhalten. Allerdings gibt es einige Funktionen dann nicht, und Meine Liste ist eine davon Sie halten sich im Moment in Deutschland auf, richtig? You okay, das erklärt einiges. Ja, ich bin momentan in Deutschland Netflix Sebastian Genau daran liegt's. Wir können Ihre Liste nicht zeigen, da in D vielleicht nicht alle Titel verfügbar sind, die in NL vorhanden sind, oder umgekehrt. Da würde die Liste Verwirrung stiften You hmm.. kann man den Account auf einen Deutschen Account ummünzen? Netflix Sebastian Nicht direkt, aber Sie können Ihren jetzigen Account kündigen und nach Ablauf der aktuellen Rechnungsperiode einfach ein neues Konto in Deutschland einrichten. Das wäre der einfachste Weg You damit ich das richtig verstehe.. in Deutschland würde mir dann die Meine Liste-Option nie angezeigt werden? Oder dauert es nur, bis das Feature in den Niederlande aktiviert wird? Netflix Sebastian Die Liste gibt es prinzipiell in jedem Land, allerdings ist die nur verfügbar, wenn Sie sich in dem Land aufhalten, in dem Ihr Account 'beheimatet' ist. Wären Sie jetzt in den Niederlanden, würden Sie die Liste sofort sehen. Sobald Sie auf Reisen sind, verschwindet die Option. Aus diesem Grund würden Sie die Liste sehen, wenn Sie ein neues Konto in Deutschland starten. Umgekehrt würde sie dann aber verschwinden, wenn Sie sich mit dem deutschen Konto in den Niederlanden aufhalten Hier klicken In diesem Artikel steht's noch mal erklärt im letzten Absatz. Falls ich Sie jetzt verwirrt hab ^^ You okay. Dann werd ich mich wohl neu anmelden müssen. Ist zwar etwas schade, besonders, wenn man nach 3 Jahren mal in ein anderes Land umzieht, weil dann ja alle Einstellungen weg wären.. aber danke für die Aufklärung :) Netflix Sebastian Kein Thema, sehr gerne! Ja, das stimmt, das ist echt schade, Sie haben ja lange an Ihrem Profil gearbeitet. Lassen Sie mich gerade noch mal kurz schauen, ob wir da was machen können Haben Sie noch nen kurzen Moment? You aber natürlich. Eine Export-Funktion o.ä. gibt es nicht, oder? Netflix Sebastian Nicht in dem Sinne, dass ein Konto in mehreren Regionen mit allen Funktionen läuft, nein. Sie können es halt überall benutzen schon, aber halt mit ein paar Einschränkungen Wo halten Sie sich denn überwiegend auf? You in Deutschland Netflix Sebastian Okay, schwierige Entscheidung. 3 Jahre Präferenzen oder Liste, ist echt blöd. Ich werde auf jeden Fall mal Feedback an unsere Entwickler schreiben, dass man Konten künftig vielleicht 'migrieren' kann in ein anderes Land You das wär echt super Netflix Sebastian Aber ob und wann das kommt, das kann ich natürlich nicht versprechen Na klar, das mach ich gerne. Bin selber oft in Frankreich, also im Prinzip die selbe Situation You ja.. aber gut, kann man nichts machen. Trotzdem vielen Dank, dass ich so super beraten wurde. Sie machen einen großartigen Job :) Netflix Sebastian Dank Ihnen sehr für das Kompliment :) Kleinen Moment bitte noch! Diskutiere gerade mit nem Kollegen, hab vielleicht noch was für Sie You ui, ich bin gespannt Netflix Sebastian Wir haben nämlich folgendes überlegt. Wenn Sie mit dieser Adresse dann ein neues Konto in Deutschland eröffnen, könnte es sein, dass Ihre Einstellungen alle noch da sind Aber wir sind uns alle nicht sicher hier, wir rufen gerade mal in den USA an und fragen. Moment Geduld also noch, dann wissen wir's sicher :) You na da warte ich doch gerne :) Netflix Sebastian (y) [ein paar Minuten vergehen...] Netflix Sebastian Ja, jetzt wissen wir ganz sicher, dass es nicht geht. Herzhaftes Nein an dieser Stelle statt eines lauwarmen Vielleicht Aber trotzdem, ich finde das wäre ne gute Funktion, das Feedback mach ich auf jeden Fall fertig für die Entwickler Sollen wir das niederländische Konto dann jetzt schon kündigen? Das liefe dann noch bis zum 2. November weiter, danach können Sie dann ein neues Konto in Deutschland starten You nein, da warte ich lieber noch einen Monat. Am 2. November bin ich in Italien.. dann hätte ich das gleiche Spiel nochmal Netflix Sebastian Da haben Sie recht :) Alles klar, dann lassen Sie sich noch ein bisschen Zeit. Und wenn zwischenzeitlich noch was ist, melden Sie sich einfach noch mal kurz! Kann ich sonst noch was tun für Sie gerade? You nein, das wars erstmal. Vielen Dank und einen schönen Tag wünsche ich! Netflix Sebastian Danke, ebenfalls :) Lassen Sie's sich gutgehen! [Hier habe ich mich dann ausgeklinkt...] Netflix Sebastian Eine Bitte noch, bleiben Sie kurz online für eine letzte Frage. Und das hab ich nicht mehr mitbekommen, erst im Transkript. Bei so einem netten Mitarbeiter versucht man dann natürlich gerne wieder Kontakt aufzunehmen. Also das gleiche Spiel nochmal. Ab auf die Website und einen Chat gestartet.. Netflix Volkan Hi, ich bin Häuptling Volkan vom Stamm Netflix. Wie kann ich helfen? You Hallo Häuptling Volkan. Ich würde gerne mit Ihrem Untertanen Stefan sprechen. Ist der da? halt Sebastian Netflix Volkan hey :) worum geht es denn? ich kenn den :) You Ich hab gerade mit einem Sebastian aus eurem Team gesprochen und zu früh weggeklickt. Ich glaub der wollte noch was von mir.. Netflix Volkan habt ihr alles geklärt? oder war noch was offen? You von meiner Seite aus war eigentlich alles geklärt. Habe im Transkript dann aber gesehen, dass er noch eine Frage hatte Netflix Volkan aaah :D hey keine sorge das ist die umfrage die wir am ende des chats starten :) alles cool ;) You :( die wollt ich mitmachen Netflix Volkan ich zeig dir das gleich wenn wir den chat beenden :D ist nur ne kurze frage You okay, bin bereit. Hoffentlich kann ich sie beantworten. Prüfungsangst und so Netflix Volkan haha :D hoffe du hast gelernt.. Eine Bitte noch, bleiben Sie kurz online für eine letzte Frage. Wie sich herausstellte war das nur die Umfrage am Ende des Chats, welche auch beim ersten kam. Aber gelernt habe ich dadurch: Das war kein Einzelfall, die Supportmitarbeiter bei Netflix sind allgemein ziemlich coole Socken. Allgemein bin ich von Netflix wirklich beeindruckt. Auch solche Aktionen sprechen dafür, dass die Leute im Management Ahnung haben. Klares Lob daher an Netflix und vor allem an die zwei Supportmitarbeiter!

Beiß in die Hand, die dich füttert

Kennt ihr die VG Media Gesellschaft? Nein? Nun, diese Gesellschaft ist ein Zusammenschluss vieler großer Verlage wie z.B. der BILD, Bunte, HAZ, etc. Kurz: All die großen Zeitungen, welche man meistens aus den Zeiten der Buchstaben auf Papier kennt und die wohl oder übel auch ins Internet mussten, um nicht ganz von der BILDfläche zu verschwinden.

Um nun auch noch Leser zu bekommen, müssen die Leute ja irgendwie erfahren, dass es die Seiten gibt. Da kann man dann entweder Werbung in den Zeitschriften und Zeitungen selbst machen, was nicht gerade sehr viel bringt, da die Generation Zeitung mit der Generation Internet nicht viel zu tun hat, oder man wendet sich an die Suchmaschine seines Vertrauens, welche einen dann in den Nachrichtenindex aufnimmt. Da Google in Deutschland die mit Abstand stärkste Suchmaschine ist, ließ man sich dort natürlich auch gerne eintragen.

Jetzt ist es nur so, dass VG Media gemerkt hat, dass sie nicht ganz auf dem Stand der Zeit sind und die Leser wegrennen/sterben. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Einen Sündenbock suchen oder den Inhalt auf den Stand der Zeit bringen und vielleicht mal ein wenig besser recherchieren und nicht als Quelle nur "Internet" oder "YouTube" angeben. Man entschied sich für den Weg des geringsten Widerstandes (so dachte man) und nahm den Sündenbock. Da ist es natürlich naheliegend die einzigen Websites zu nehmen, die sich für einen interessieren und fleißig Zitate der Artikel präsentierten: die Suchmaschinen.

Kurz (un)überlegt beschloss man also ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger zu etablieren. Mit genug Unwissenheit der CDU und genug Geld von VG Media und co. ließ sich das dann auch zum 1. August 2013 durchtreten. Darin heißt es, dass jede Website, welche Bilder oder Zitate aus einem Artikel nimmt, vorher um Erlaubnis fragen müsse. Nett wie die Medien sind, darf man das dann natürlich auch - gegen eine Danksagung in Form von Geld. Kurz gesagt: Wenn eine Suchmaschine ein Thumbnail (Bild) oder ein Snippet (Zitat) eines Artikels der VG Media-Gruppe in den Suchergebnissen oder unter der News-Section anzeigt, muss Geld an die entsprechenden Verlage fließen.

Schwachsinn, denken sich die Suchmaschinen. Im Index ist man schließlich freiwillig, man profitiert ja deutlich durch die Klicks. Allein durch Google gehen jeden Monat über eine halbe Milliarde Klicks an deutsche Nachrichtenportale. Wer die nicht haben möchte, kann sich ja aus dem Index der Suchmaschinen austragen, oder nicht? Ja, das finden die Suchmaschinen auch. Web.de, T-Online, GMX und co. haben prompt reagiert und die betroffenen Seiten einfach komplett entfernt. Sie wollten es ja so.

tonlinesuche

Google hingegen zeigte sich kulant und kündigte an ab sofort nur noch die Überschrift und den Link zum Beitrag in den News-Ergebnissen anzuzeigen. Man möchte die Seiten ja nicht komplett zensieren. Die Verlage finden das alles natürlich "höchst problematisch", es herrscht ja eindeutig eine Wettbewerbsverzerrung aufgrund des großen Monopols, das Google hat. Es ist einfach unerhört Seiten zu beschneiden, welche auf ihr gutes Recht plädieren. Man hat ja gar nicht die Möglichkeit ohne Google zu überleben.

Auf gut Deutsch heißt das:

Wir haben die Hand gebissen, die uns füttert, und jetzt sind wir traurig, weil wir nicht mehr genug zum Essen bekommen.
Der VG Media Gesellschaft hat die ganze Aktion vom bösen Mr. Google so sehr nicht gefallen, dass sie Google gebeten haben mit der Sanktion noch 14 Tage zu warten, bevor sie angewendet wird. Das haben sie dann auch gemacht. Was die armen Verlage jetzt vor haben, kann nur spekuliert werden. Ich bin aber auf jeden Fall gespannt.

TL;DR: VG Media möchte Geld für die kostenlosen Anzeigen durch Google, Google entfernt die Anzeigen, VG Media will das nicht und weint. Stay tuned.

Update 16. Oktober 2014: So, die VG Media-Gruppe hat sich geäußert und zugegeben, dass deren Idee eher doch nicht so hundertprozentig durchdacht war. behauptet, dass Google das Monopol ausnutzt und die Verlage keine Chance mehr hätten. Insofern möchte man wohl klein beigeben und nicht auf das eigens durchgedrückte Leistungsschutzrecht bestehen. Allerdings nur bei Google. Alle anderen werden in Zukunft trotzdem zahlen dürfen.

Update 05. November 2014: Huch, damit hat niemand gerechnet. Der Google News-Traffic bricht um 80% ein. Die arme VG Media-Gruppe.

Update 10. November 2014: VG Media gibt nicht auf und versucht nun das ganze vor Gericht zu ziehen. Aus dem offiziellen Bericht gefällt mir außerdem folgendes Zitat sehr gut: "Den Vogel der Fehlinterpretation hat wieder einmal der im Vogelabschießen bestens geübte Stefan Niggemeier abgeschossen. Seine steile These: Die VG Media diskriminiert die kleineren Suchmaschinen wie 1&1 und Telekom, weil sie ihnen keine Gratislizenzen einräumt."

Update 11. November 2014: Wer zu faul zum lesen ist, kann sich auch gerne mein Video zu dem Thema angucken:

Update 11. Juli 2016: Es ist nun mittlerweile zwei Jahre her, seit die VG Media-Gruppe den Streit darum mehr oder weniger aufgegeben hat. Trotzdem muss man immer wieder gegen Klagen bezüglich des Leistungsschutzrechts kämpfen und weiter Gelder ausgeben. Das alles sollte sich daher also schon lohnen, oder? Fehlanzeige. Seit 2013 hat man ganze 714.540 Euro mit dem tollen, neuen Recht verdient. Und ausgegeben? Nun... so um die 3,3 Millionen. Hat sich also richtig schön gelohnt. Wieder einmal ein großer Sieg für die Print-Medien, die den Schuss nicht gehört haben!