Google Kalender Self-Hosted?

Von Karim Geiger — unter Google, Internet am 10.02.2016

Kennt ihr den Google Kalender? Höchstwahrscheinlich. Es ist ein simpler Web-Kalender, welcher sich über das Google-Konto mit sämtlichen Clients synchronisieren lässt.

Möchte man nun aber nicht so abhängig von Google sein, liegt es nahe, eine solche Lösung auf dem eigenen Server zu implementieren. Die erste Software, die einem dazu einfällt, dürfte ownCloud sein. Diese unterstützt nicht nur das Speichern von Dateien, sondern auch die Verwaltung von Kontakten, sowie Kalendern, inklusive WebDAV, CalDAV und CardDAV-Sync, sowie einer Web-Oberfläche.

Leider fehlt bei der Kalender-Komponente eine (für mich) wichtige Sache. Interessanterweise ist mir kein Programm bekannt (und ich habe in letzter Zeit einige durchprobiert), welches diese Problematik aufs Korn nimmt. Wenn du also nach dem Lesen dieses Posts eine Alternative für den eigenen Server kennst, wäre ich dir über einen Kommentar sehr dankbar.

Stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr habt einen Kalender für eure privaten Termine, und einen Kalender für berufliche Termine. Soweit lässt sich selbstverständlich alles über ownCloud und co. abbilden. Nun kommen aber zwei weitere Kalender hinzu: Der ical-Feed für die Feiertage in eurem Bundesland, sowie der ical-Feed der Firma. Diese können entweder ganz einfach über den Google Kalender abonniert werden, oder müssen bei jedem Client einzeln aktiviert werden. ownCloud und co. bieten keine Möglichkeit, externe Kalender zu abonnieren, und diese per CalDAV weiterzureichen. Das hat zur Folge, dass ich, nachdem ich einem weiteren Kalender beigetreten bin, diesen an all meinen Geräten synchronisieren muss.

Meine Frage ist daher: Warum kann Google das, und warum gibt es keine Alternative? Es kann doch nicht sein, dass ich der erste bin, den das stört.

Auf gut Glück!

Von Karim Geiger — unter Google, Internet am 05.12.2015

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Google hatte mal ein Feature, das zur damaligen Zeit von etwa einem Prozent der Nutzer verwendet wurde. Die Rede ist von I’m feeling lucky – oder auf Deutsch: Auf gut Glück!

In Zeiten von JavaScript und AJAX hat natürlich auch Google das Angebot angepasst. Wenn man überhaupt über die Startseite des Suchdienstes sucht, fängt dieser schon ab dem ersten Buchstaben an die Ergebnisseite zu laden. Die Funktionen der beiden Buttons ist damit nur noch theoretisch gegeben und auch nur aus diesem Grund noch präsent. Sie bilden und repräsentieren die Marke Google. Die Website mit dem Logo, dem Suchfeld und den zwei Buttons.

Doch mal im Ernst: Wer hat den Button wirklich verwendet, als er noch funktionierte? Der ein oder andere hat ihn vielleicht für Spielereien wie “elgoog” eingesetzt, aber das dürfte es dann auch schon gewesen sein. Statistiken zufolge haben nur etwa 1% aller Google-Nutzer diese Funktion verwendet. Somit ist es nur einleuchtend, dass besagtes Feature nicht mehr wirklich existiert.

Allerdings ist das nicht ganz richtig. Auch, wenn der Button nicht mehr verwendbar ist, existiert die Funktion intern bei Google noch. Aufgebaut ist das Ganze so: Wenn sich der Algorithmus sicher ist, dass das Ergebnis vielversprechend ist und die erste Seite dem Nutzer zusagt, wird dieser automatisch auf den entsprechenden Treffer weitergeleitet. Man spart sich somit also die Suchergebnisse und den Klick auf den ersten Link. Sollte Google aber keinen genauen Treffer erzielen, so hat man kein “Glück” und landet dennoch auf der Seite mit den Suchergebnissen.

Dank der Chrome-Erweiterung Lucky Strike, welche nichts mit der gleichnamigen Zigarettenmarke zu tun hat, wird der Auf gut Glück!-Button wieder zum Leben erweckt. Leider wurde sie, vermutlich aufgrund des Namens, aus dem Google Web Store entfernt, weswegen man die Erweiterung nun manuell laden muss. Nach der Installation hat man aber dann die Möglichkeit, die dazugekommene Suchmaschine als Standard für die Omnibox-Suche festzulegen. Und dann kann es auch gleich schon losgehen. Die Suchresultate werden ab jetzt bei einem Treffer sofort übersprungen und man selbst wird auf die richtige Website geleitet. Und sollte Google doch einmal mit dem Raten des Ergebnisses falsch liegen, wie etwa, wenn man nach “Lucky Strike” sucht, dann bietet die Erweiterung einen ganz einfachen Trick:

Durch drücken der Tastenkombination Alt+L, oder des Icons der Erweiterung, wird die vorherige Suchanfrage einfach ganz normal an Google gesendet und man bekommt wie gewohnt eine Auflistung der Ergebnisse.

Aber das klappt bei mir nicht. Ich drücke meistens nicht auf das erste Ergebnis.
Du musst nicht mein Wort dafür nehmen. Probieren geht über studieren. Du wirst überrascht sein. Auf gut Glück!

Bild: JovicaSmileski

Google Inbox

Von Karim Geiger — unter Google, Internet am 19.01.2015

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Ich bin ja wie einige bestimmt wissen der Meinung, dass E-Mails endlich abgeschafft werden sollten, da es wesentlich bessere Wege der Kommunikation gibt. Da sie aber als eine Art Wohnsitz für Internet-Dienste und zentrale, unabhängige Sammelstelle gelten, kann es noch eine Weile dauern, bis es so weit ist.

Google hat sich nun vor ein paar Monaten entschlossen ihren Google Mail-Service zu erweitern und mit Google Inbox einen komplett neuen Mail-Client (natürlich im Browser) zu etablieren. Ich konnte relativ schnell einen Invite ergattern und hatte somit die Möglichkeit den Service direkt nach der Ankündigung zu testen. Alles war neu und einige wichtige Features fehlten. Ist aber absolut vertretbar gewesen, da der Service ja gerade erst erschienen ist.

Das Problem an der Sache ist nun, dass sich bis heute nichts geändert hat. Google Inbox hat nach drei Monaten immer noch die selben Features wie zu Anfang, mehr allerdings nicht. Doch was ist Google Inbox?

Google Inbox vereint eine Notizen-Anwendung mit einem kategorisierten Mail-Client. Man kann Mails anhand von (automatischen) Filtern in Kategorien einteilen, welche dann unterschiedlich hoch priorisiert werden können. So kann man z.B. auswählen, ob man über ein bestimmtes Label sofort, gar nicht oder nur einmal täglich informiert werden möchte. Auch kann man das Zero-Inbox-Prinzip verfolgen, indem man Aufgaben, welche man momentan nicht erledigen kann, zurückstellt. Kommt also eine Mail rein, die erst am Montag bearbeitet werden kann, verschiebt man diese mit zwei Klicks in den Snoozed-Ordner. Dort bleibt sie dann bis Montag liegen und landet dann wieder in der Inbox. Dazu kommt, dass man zu E-Mail und auch unabhängig davon Reminder setzen kann. Das sind einfache Text-Schnipsel, die einem wie E-Mails auch zu einem gewissen Zeitpunkt wieder vorgelegt werden.

Das alles hört sich theoretisch ganz wundervoll an und ist es in der Tat, allerdings fehlen wie eingangs erwähnt einige wichtige Features. So kann man z.B. nicht angeben, dass man ähnliche Mails zukünftig in einer entsprechenden Kategorie haben möchte. Auch kann man nicht alle Mails in einem Label oder Ordner auswählen, wodurch man weder alle Mails als gelesen markieren kann, noch den Spam-Ordner oder den Mülleimer leeren.

Ebenfalls nicht möglich ist das Erstellen von mehrzeiligen Notizen, mehreren Notizen pro Mail bzw. das Hinzufügen von Notizen zu Labels oder das Hinzufügen von Subnotes zu bestehenden Notizen. Ein Einkaufszettel lässt sich somit also nicht brauchbar realisieren. Der Grund, warum ich eine zweite App auf dem Handy habe. Immerhin hat sich die Integration der Notizen unter Android gebessert, was bedeutet dass man endlich auch über Google Wear oder Google Now Erinnerungen erstellen kann, welche dann in Inbox angezeigt werden. Andersrum klappt das (bei mir) allerdings nicht: In Google Inbox angelegte Erinnerungen erscheinen nicht in Google Now.

Und auch das Timen von Mails und Erinnerungen ist noch nicht ganz ausgereift. Je nach Uhrzeit hat man mehrere Defaults zur Auswahl: Morgens (9 Uhr), Abends (5 Uhr), Nachts (9 Uhr), Morgen (7 Uhr nächster Tag) und nächste Woche (7 Uhr kommenden Montag)
Gefallen einem diese Uhrzeiten nicht, so hat man keine Möglichkeit eigene Auswahlen zu definieren. Natürlich hat man immer die Option eine angepasste Uhrzeit anzugeben, doch das ist in meinen Augen viel zu umständlich gestaltet, da man vorher erst durch vier Untermenüs muss und man die Uhrzeit am Ende noch nicht einmal auswählen kann, sondern manuell eintippen muss.

Doch der wirkliche Knaller ist, wie ich finde, dass Google Inbox entweder als App unter Android und iOS verfügbar ist oder aber für Google Chrome-Nutzer. Und nur für Google Chrome-Nutzer. Öffnet man die Seite im Firefox, erscheint folgende Meldung:

B7mGuQQCAAAk1biIm ersten Moment denkt man sich “gut, ist ein Marketing-Trick. Man will ja schließlich, dass die Leute Google Chrome verwenden”. Als IT-Bastler geht es dann natürlich los mit der Suche nach Workarounds: User Agent Faker installiert, Chrome User Agent für inbox.google.com definiert und neu geladen. Siehe da, die Website wird aufgebaut. So halb. Funktionieren tut sie nicht. Grund dafür ist schlecht implementiertes SSL seitens Google. Der Workaround dafür ist auf GitHub beschrieben und lässt einem die Haare zu Berge stehen. Ich hoffe stark, dass Google das und alle anderen im Post genannten Punkte noch verbessert. Wird langsam mal Zeit.

Chrome Complete Tab Sync

Von Karim Geiger — unter Google, Ideas, Internet am 24.11.2014

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Ich nenne es Chrome Complete Tab Sync, weil Google Chrome von Haus aus einen Tab Sync anbietet. Dieser erfüllt aber nicht die Wünsche, die ich an einen Tab Sync habe. Leider gibt es keine Extension (vermutlich aufgrund fehlender Berechtigungen), welche das ganze so realisiert, wie ich mir das vorstelle.

Lasst mich kurz erklären, was ich mir wünsche: Ich verwende täglich mehrere Rechner mit unterschiedlichen Betriebssystemen und möchte an allen meine Arbeit dort fortführen, wo ich aufgehört habe. Datenmäßig klappt das dank Dropbox, Seafile und co. relativ gut, doch was Programme angeht ist es eine absolute Katastrophe. Da ich ein stolzer Tab-Messie bin, der unter keinen Umständen weniger als 15 Tabs offen hat, ist es vermutlich selbsterklärend wie nervig es für mich ist mich an einen anderen Rechner zu setzen. Dank Googles Tab Sync kann ich zwar – wenn ich den spezifischen Tab denn brauche – ihn von einem anderen Rechner herholen, indem ich einen neuen Tab auf mache, chrome://history eintippe, auf “x more…” und schließlich auf den entsprechenden Tab drücke.

Ich glaube ich muss nicht extra erklären, dass das vier Aktionen zu viel sind, oder? Ich kann auch alle Tabs aus der Session des anderen Rechners mit derselben Methode wiederherstellen. Aber nur manuell, wieder mit 4 Klicks. Und dann laden alle Tabs neu, nicht nur die neuen, sondern alle. Und ich muss danach auch noch das “alte” Browserfenster schließen. Vergesse ich einmal vor der Benutzung diese Aktion zu tun, muss ich mühselig die alten und die neuen Tabs migrieren. Dazu kommt noch, dass der Tab Sync (zumindest bei mir) nur zu etwa 60% funktioniert, was absolut ungenügend ist.

Ich wünsche mir also ein Feature, das – wie auch immer es aussehen mag – Plattformunabhängig (Android/iOS müssen nicht dabei sein) meine Tabs synchronisiert und direkt nach Browserstart meine alten Tabs schließt und die dazugekommenen öffnet, inklusive Anpinnen der angepinnten Tabs. Möglich? Vermutlich nicht. Traurig? Vermutlich schon. Das Jahr 2014? Fühlt sich nicht so an.

Update Dezember 2015: Meine Gebete wurden erhört. Es gibt eine Chrome-Erweiterung, welche genau das übernimmt. Sie ist nicht perfekt, aber besser als nichts.

YaCy – P2P Suchmaschine

Von Karim Geiger — unter Google, Internal am 27.05.2014

YaCy_logoYaCy ist eine alternative Suchmaschine, die ein etwas anderes Konzept verfolgt, als Google, Bing, DuckDuckGo und co. YaCy setzt auf ein dezentrales Peer-to-Peer Netzwerk. Das bedeutet es gibt keine Serverfarm, die von einem Anbieter gestellt wird, sondern jeder Client trägt seinen Teil bei. Die Suche im Netz setzt also eine auf dem PC installierte Software voraus. Ist die Anwendung einmal installiert, funktioniert sie folgendermaßen:

Im Hintergrund wird ein Webserver gestartet, der die Suche hostet. Anschließen kann im Browser über http://localhost:8090 auf die Suche zugegriffen werden. Startet man nun eine Suchanfrage, so kontaktiert YaCy andere Rechner, die ebenfalls die Software installiert haben, sich als Seeder (also als Server) anbieten und einen Teil der indexierten Daten lokal gespeichert haben, und fragt sie nach Resultaten. Diese werden dann in der Suchmaske ausgegeben.

Der Vorteil an diesem System liegt auf der Hand: Nicht nur ist es sehr anonym und frei von der Möglichkeit Seiten aus dem Index zu entfernen, es ist außerdem auch sehr kostengünstig. Es gibt keinen Dienstleister, der eine Infrastruktur zur Verfügung stellen muss. Es muss nur genug Leute geben, die diesen Service ebenfalls nutzen. Diese Leute können dann einen großen Index bieten und selbst Seiten indexieren (crawlen).

Damit dieses System allerdings funktioniert, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst einmal muss dem Entwicklerteam klar sein, dass das Internet zum größten Teil nicht aus Leuten wie ihnen besteht – den Freaks – sondern aus 0815-Nutzern, die wissen, wie man den Internet Explorer öffnet und wie man dieses Googel bedient. Und genau hier sehe ich das Problem bei YaCy. Mal davon abgesehen, dass es bei meinen Tests regelmäßig abgestürzt ist und sehr langsam war, ist es einfach viel zu komplex. Niemand will sich Stundenlang mit einer Suchmaschine beschäftigen müssen.

Das ganze fängt schon auf der Website des Projekts an. Man wird direkt auf der Startseite mit viel Text konfrontiert. Das ist wohl gute Schule bei Open Source Projekten, schreckt jedoch den Laien eher ab. Was fehlt ist eine Demonstration des Dienstes – Sprich: die Suche. Natürlich ist das Ziel der Download der Software um das Projekt voran zu treiben, trotzdem sollte der Hauptaugenmerk nicht darauf gerichtet sein. Gefällt einem Nutzer das Projekt, so wird er von alleine versuchen, den Dienst zu unterstützen. Und wenn man dafür nur eine kostenlose Datei runterladen muss, warum denn nicht.

Update 26. November: Ich habe eine Demo gefunden! Keine Ahnung, ob sie schon immer da war, gut sichtbar ist sie allerdings nicht. Unter dem Menüpunkt “Search Portal” findet man letztendlich einen Link zur Demo. Dort wird dann auch noch einmal hervorgehoben wie wichtig es ist, dass man doch den Client herunterlädt. Und auf viele Nutzer scheint die Demo wohl auch nicht ausgelegt zu sein. Ich bekomme zumindest manchmal einen 503-Error. Das ist natürlich optimal für eine Demonstration.

Und hier setzt schon der zweite Punkt an: Der Download-Button ist zwar ganz oben, jedoch in der Sidebar und nicht vom Rest des Contents abgehoben. Ich habe beispielsweise mehrere Sekunden gebraucht, bis ich den Button gefunden habe. Das klingt erst einmal nicht tragisch, macht aber trotzdem etwas aus. Das nächste Problem ist dann die Auswahl des Betriebssystems. Jedem ist klar, welches System er drauf hat, oder? Falsch. Anhand des User Agents sollte der Download für das aktuell installierte Betriebssystem deutlich hervorgehoben werden. So verhindert man, dass sich der Nutzer denkt: “Das ist mir eh zu kompliziert. Was ist überhaupt dieses GNU/Linux?”

Screen Shot 2014-05-27 at 17.30.44 Gut finde ich, dass sowohl Webserver als auch Datenbank bereits in YaCy integriert sind. Das sorgt für eine schnelle und reibungslose Installation. Dass das ganze auf localhost unter Port 8090 läuft, ist nicht gerade schön, ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man das so einfach umgehen kann. (Kann man die hosts-Datei unter Windows einfach so erweitern? Oder nimmt man eine “Jumppage”, der auf localhost:8090 weiterleitet, wenn dieser erreichbar ist?)

Pflücken wir doch mal das Interface auseinander. Die Suchmaske sieht schön und aufgeräumt aus. Bis man dann auf “Search” drückt. Die Resultate scheinen nicht im Mittelpunkt zu stehen, da der Filterbereich links sehr dominant ist. Zudem werden sie nicht übersichtlich präsentiert. Meistens erscheint nur der Seitentitel ohne einen Textausschnitt, die Keywords werden nicht hervorgehoben, das Design sieht “hingefrickelt” und überladen aus und ist allgemein nicht sehr ansprechend gestaltet. Will man eine neue Suche starten, indem man auf das YaCy-Logo oben links drückt, kommt man nicht wie erwartet auf die Eingabemaske, sondern auf die Startseite des Projekts. Dieser Link ist wohl absolut fehl am Platz.

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Auch die Bildersuche ist nicht sonderlich ansprechend. Man bekommt bei einem Mouseover keine weiterführenden Informationen (erst nach einem Klick – und dann auch nur unzureichend), die Navigation unten ist nicht vom Inhalt gelöst, die Bilder werden immer gestreckt und gestaucht, egal welches Format sie haben und einige Elemente überlappen andere. Es macht also nicht wirklich Spaß damit zu suchen. Mal ganz davon abgesehen, dass wohl noch keine wirklich brauchbaren Suchergebnisse erscheinen. Da es das Projekt allerdings schon seit 2005 gibt, würde ich bessere Ergebnisse erwarten.

yaceKommen wir nun zum Administrations-Interface. Auch das ist vollkommen überladen und erschlägt einen regelrecht mit Informationen. Doch darauf möchte ich hier nicht eingehen. In der Standard-Konfiguration ist YaCy so konfiguriert, dass es nur als Client arbeitet. Es verbindet sich also mit anderen Rechnern und sucht dort. Das ließe sich auch – wie vorher schon angemerkt – über eine Website realisieren. Zwar versucht die Software (vermutlich per UPnP) das benötigte Port-Forwarding zu konfigurieren, damit es auch als Server arbeiten kann, doch das ist allgemein der falsche Weg (vor allem, weil es von den meisten Heimroutern unterbunden wird). Es existieren genug alternative Konzepte, die ohne Port-Forwarding auskommen und das sollte schnellstens in YaCy implementiert werden. Das ganze bringt nunmal nichts, wenn man die User zwar Clients installieren lässt, diese aber keinen Mehrwert für die Community haben. Dann kann man gleich einen Webservice anbieten und muss den Nutzer keine Software installieren lassen.

Auch sollte YaCy mehr Wert auf den Crawler legen. Dieser springt aktuell nur an, wenn man ihm sagt “Crawle mal diese Domain”. Das kann bei einer Suchmaschine nicht die einzige Möglichkeit sein. Ich verstehe, dass man bei einem Client nicht standardmäßig einen aggressiven Crawler laufen lassen kann, der das ganze Internet nach dubiosen Websites absucht, trotzdem sollte man dem User die Möglichkeit geben seinen PC als Crawler zur Verfügung zu stellen. Ich stelle mir das so vor, dass es eine globale Crawl-Liste gibt, die dann von beliebigen Clients abgearbeitet werden kann. Dort sollte auch berücksichtigt werden, dass Websites aktuell gehalten werden müssen. Momentan funktioniert das ganze nämlich eher weniger.

Mein Fazit: Die Idee ist wundervoll. Wie so oft bei Projekten, die nicht von einer Firma geleitet werden, bin ich aber von der Umsetzung enttäuscht. Auch hier kann man ganz klar die Vor- und Nachteile von Open Source sehen. Wenn YaCy erfolg haben möchte, sollten sie einige Punkte noch einmal überdenken. Natürlich habe auch ich die Weisheit nicht mit dem Löffel gegessen, trotzdem glaube ich, dass die Behebung der oben genannten Punkte das Projekt um einiges weiterbringen würden.

Okay Google Now!

Von Karim Geiger — unter Android, Google, Smartphones, Test am 08.03.2014

Das Motorola Moto X ist das in der Leitung von Google entstandene Mittelklassesmartphone, in dem sie neue Features testen wollten, welche nicht direkt in die Nexus-Serie einfließen sollten. So kommt das Moto X mit einer besonderen CPU, bei der die 4 Kerne wie folgt aufgeteilt werden: Zwei der Kerne sind für die tägliche Nutzung des Smartphones und machen all das, was sonst keiner übernehmen will. Ein weiterer Kern ist nur darauf spezialisiert den Bewegungssensor des Smartphones zu kontrollieren. Und weil er nur das macht, ist er relativ Stromsparend. Das hat zum Vorteil, dass ohne hohen Energieaufwand erkannt wird, ob das Handy geschüttelt wird (dann startet nämlich die Kamera) oder ob es aus der Hosentasche geholt wird (dann wird eine minimalistische Nachrichtenanzeige auf das Display geschalten (s. Bild), welche ebenso fast keinen Strom verbraucht, da bei AMOLED nur die Pixel aktiviert werden, welche auch wirklich etwas anzeigen). Der vierte und letzte Kern sorgt für Stimmerkennung. Das Mikrofon lauscht also immer – auch, wenn das Handy im Standby ist – mit, und filtert die Wortfolge “Okay Google Now” heraus. Wird das ausgesprochen, so hört das Handy auf weitere Sprachbefehle.

SONY DSCUnd um eben dieses Thema wird sich der Blogpost drehen. So super ich das Konzept auch finde, so schwierig ist es auch umzusetzen. Während das Feature in allen Reviews hoch gelobt wird, möchte ich es hier ganz nüchtern mit allen Stärken und Schwächen betrachten. Versteh mich nicht falsch, das Handy ist super und für den Preis optimal, ich werde es auch weiter behalten und die aktive Spracherkennung ist cool, aber sie ist definitiv verbesserungsfähig.

Fangen wir mit dem Aktivieren des Zuhör-Modus’ an. Das geht mit der Wortfolge “Okay Google Now” – und auch nur mit der. Vor der initialen Verwendung muss man drei mal die magischen Worte einsprechen, damit es nur auf die eigene Stimme hört. Spricht man andere Worte ein, werden sie nicht erkannt. Schade eigentlich, ein “Okay, du alter Lappen” wär bestimmt lustig geworden. Und das mit der eigenen Stimme klappt auch nur bedingt. Haben zwei Personen ähnliche Stimmen, so lässt sich das Handy auch von der anderen Person aktivieren. Ich stelle mir das im Klassensaal der Zukunft wie folgt vor: Der Lehrer kommt rein, schreit einmal “Okay Google Now!” und los geht das “pling-pling” bei 50% der Schüler. Denn ja, auch in der Hosentasche lässt sich Google Now (manchmal) aktivieren. Und ja, auch im lautlosen Modus bekommt man eine akustische Bestätigung, nachdem die Worte ausgesprochen wurde. Und nein, das lässt sich nicht anpassen. Wenigstens aktiviert es sich nicht, wenn man ähnliche Kombinationen sagt. Es muss schon sehr danach klingen. Mit “Okay Google Frau” klappt es allerdings auch.

Ist das Handy also einmal in den Zuhör-Modus gewechselt, was relativ zuverlässig – aber nie, wenn man es demonstrieren will – funktioniert, so kann man sprechen. Wenn man nah genug an dem Gerät dran ist. Kann ja sein, dass ich vor mich hin nuschle, aber auch, wenn mein Moto X auf das “Okay Google Now” reagiert, wenn ich am anderen Ende des Raumes bin, so ignoriert es alles, was folgt, sehr gekonnt. Meiner Vermutung nach liegt das daran, dass es etwas falsch konfiguriert ist und dank der aktiven Geräuschunterdrückung einfach mal alles als Störgeräusch rausfiltert, da es nicht direkt von vorne kommt. Der Im-Bett-Liegen-Und-Eben-Mal-Nach-Der-Uhrzeit-Fragen-Usecase fällt somit also flach, sofern man nicht direkt mit dem Mund am Nachttisch liegt.

Apropos nach der Uhrzeit fragen. Das – und vieles mehr – funktioniert nur, wenn man die Touchless Control-App von Motorola NACHINSTALLIERT. Pluspunkt: Das funktioniert nur auf Englisch, Spanisch, Französisch und Portugiesisch. Möchte man Google Now also sinnvoll nutzen, so muss man es auf Englisch stellen. Anderenfalls hat man anschließen in seiner Google-Search-History Dinge wie folgt stehen:

Screen Shot 2014-03-08 at 21.31.10

 

Gut, mal davon abgesehen. Wir nutzen Google Now nun also auf Englisch. Ein Screenshot zeigt das Ergebnis:

BiOu_6fIAAATtKBCool, das klappt gut! “remind me to take the trash out tomorrow” hat ohne Probleme funktioniert. Die Felder wurden ausgefüllt und die Erinnerung kann gesetzt werden. Moment. Kann? Ja! Einfach nur noch auf “Remind me at this time” drücken und schon ist der Reminder gesetzt.

Ja. Wirklich. Ich muss einen Button drücken. Da gibt es kein Timeout oder so etwas, wie es z.B. beim Stellen des Weckers der Fall ist. Wenn ich erinnert werden möchte, muss ich einen Button drücken. Warum? Das macht das gesamte Konzept einer Sprachsteuerung kaputt. Ich sitz im Auto und will mich erinnern lassen. Ich muss einen Button drücken. Ich hab das Handy in der Tasche und will mich erinnern lassen. Ich muss einen Button drücken. Klar erspar ich mir das Entsperren und das Tippen, trotzdem ist das einfach absoluter Quatsch.

Wer hat sich das ausgedacht?

Naja, gut. Also: Fazit. Das Konzept ist wirklich hervorragend und die Anwendung wird aktiv weiterentwickelt, so ist vor einem Tag z.B. eine Funktion dazu gekommen, welche mir nach einem einfachen “Okay Google Now, what’s up?” die Uhrzeit und alle Benachrichtigungen vorliest. Super praktisch! Ich hoffe daher, dass so kleine Malheurchen wie das Erkennen der Stimme aus weiter Entfernung oder das Drücken des Buttons bald behoben werden. Alternativ könnte man sich auch mit Tasker eine andere Spracherkennungsapp davor packen, aber ich will nicht schon wieder anfangen mein Smartphone bis ins kleinste Detail zu modden. Von daher: Wer gerne bastelt und gerne Bleeding Edge ist, der sollte auf jeden Fall zuschlagen. Alle anderen: Lieber erstmal das Nexus 5.

Google baut Trojaner für Windows 8 und das Internet bekommt ein Update

Von Karim Geiger — unter Google, Internet, Windows am 31.01.2014

Zugegeben, das mit dem Internet-Update steht so nicht da, aber der Rest stimmt. Die Welt – eine Tageszeitung der Axel Springer AG – hat mal wieder bestätigt: Internet ist für uns alle Neuland und der Durchschnittsbürger ist BILD-Leser. Konkret geht es um folgenden Artikel:
Google schleust trojanisches Pferd in Windows 8 ein

Jeder, der weiß, was der Unterschied zwischen dem Internet und einem Browser ist, der weiß auch, dass die Überschrift kompletter Bullshit ist. Gucken wir uns doch mal die Definition für “Trojanisches Pferd” an:

Als Trojanisches Pferd, im EDV-Jargon auch kurz Trojaner genannt, bezeichnet man ein Computerprogramm, das als nützliche Anwendung getarnt ist, im Hintergrund aber ohne Wissen des Anwenders eine andere Funktion erfüllt.
Wikipedia

Liest man sich nun den Artikel aufmerksam durch, stellt man fest, dass damit der ChromeOS-Mode gemeint ist, den Google in der neuen Chrome-Version integriert hat. Genauer geht es darum, dass Chrome mittlerweile als Windows 8-App gestartet werden kann und das UI von Chrome OS mitliefert. Sieht dann so aus:

Google

Fährt man wie bei Windows 8-Apps üblich an einen der Ränder, so kommt man zurück zum Modern UI-Launcher. Alles in allem lässt sich also sagen: Google hat Chrome der Windows 8 Designrichtlinie angepasst. So eine Frechheit!!1 Ein Trojanisches Pferd haben sie in den Windows 8-Kernel eingeschleust, der direkt bei der Installation von Windows 8 im Hintergrund ausgeführt wird!!!!

Die Autoren J. Kupillas und L. Winckler sollten sich schämen, so einen Unsinn zu verbreiten. Als optimistischer Mensch ging ich dann davon aus, dass wenigstens in den Kommentaren ein Shitstorm gegen die nicht vorhandene Kompetenz der Autoren eingeletet wurde. Ja, weit gefehlt.

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Ich bin dann mal weg.

Podcast #03 – Google+

Von Karim Geiger — unter Google, Internet, Podcast am 18.10.2013

Der Podcast ist umgezogen. Hier entlang bitte.

Deutschland und Datenschutz

Von Karim Geiger — unter Glass, Google am 23.05.2013

Warum sind die Deutschen wenn es um Fortschritt geht so unfassbar dagegen? In den letzten Jahren habe ich immer wieder erlebt, wie Firmen mit großen Innovationen angekommen sind, die weltbewegend waren und mittlerweile Alltag sind. In den USA und vielen anderen Ländern wurde die Innovation mit offenen Armen empfangen und mit Freuden genutzt. In Deutschland gibt es aber so gut wie immer irgendwelche möchtegern-Datenschützer, die sich dafür einsetzen Innovation zu stoppen. Und selbst bei der Aktion sind sie inkonsequent. Du erinnerst dich: Als Google mit seinen Karren durch die Straßen gefahren ist und das ganze in Street View umwandeln wollte, ist halb Deutschland an die Decke gegangen. Das ging sogar so weit, dass sich ein paar Leute aktiv dafür eingesetzt haben und sich – und jetzt kommt das Unfassbare – vor ihrem eigenen Haus mit Namen fotografieren haben lassen um dies dann online zu stellen. Ich habe den Post sogar noch gefunden. Wenn ich so etwas sehe, wird mir immer wieder klar, dass es bei den Protesten nicht um die Verhinderung einer Idee geht, sondern einfach darum Zeit zu verbrennen und mal wieder “action zu haben”. Letzten Endes ist das ganze so weit getrieben worden, dass Google nur in Deutschland einzelne Häuser zensiert hat. Nur, damit sie nicht auf Street View zu sehen sind. Ich wette, dass genau diese Leute heute vor dem PC sitzen und ihren nächsten Urlaub mit Street View planen.

Ludwig Hillesheim, Konrad Richter und Anne und Erich Jeschkowski sind gegen Street View.

Ludwig Hillesheim, Konrad Richter und Anne und Erich Jeschkowski sind gegen Street View.

Das selbe gilt für so viele Fälle bei Innovationen. Bei Google Glass z.B. standen alle (zwar nicht nur Deutschland, aber dafür Deutschland ganz besonders) fast Kopf, weil man ja alles und jeden aufnehmen kann! Dass das mit Knopfkameras und co. schon viel länger geht und dann nicht mal so offensichtlich ist als wenn ich mit einer fetten Brille rumrenne, interessiert dabei keinen.

Und auch ganz aktuell wieder der selbe Mist: Die Xbox One hat jetzt per Default Kinect 2 mit dabei. Damit ist es möglich, den ganzen Raum zu überwachen. Der Grund, warum sie ab sofort mit dabei ist, ist ganz simpel: Bisher konnten Spielehersteller nicht wirklich auf das Feature aufbauen, weil es nicht viele daheim hatten und das Spiel somit von fast niemandem gespielt werden kann. Entweder nur Kinect-Games oder halt gar nicht. Nun hat aber jeder so ein Teil daheim stehen. Das heißt im Umkehrschluss, dass jedes Spiel z.B. Sprachkommandos oder sonstige Features integriert haben kann. Und natürlich sucht sich Mr. Datenschutz, der auf Facebook angemeldet ist, seine Domain auf seinen Namen und seine Adresse registriert hat, Windows benutzt und per Skype telefoniert, nur den Aspekt raus, den er sehen möchte. Nämlich: Mit einem Virus (oder von Microsoft direkt) wäre es ja theoretisch eigentlich vielleicht unter Umständen annähernd möglich, dass man den Raum dadurch 24/7 überwachen kann. Also Entschuldigung, aber eben diese Person hat schon einen Laptop mit Webcam und ein Smartphone mit gleich zwei Kameras daheim. Und entsprechende Software gibt es auch schon, die das ganze zu einem 3D-Modell umfunktioniert, wenn man damit mal eine Woche lang in der Wohnung herum gerannt ist.

Ich kann es also absolut nicht verstehen, warum jeder Fortschritt sofort wieder durch irgend eine sinnlose Argumentation zunichte gemacht wird. Sicher ist etwas an den Argumenten der Datenschützer dran, trotzdem könnte die Akzeptanz etwas höher liegen.

Wie stehst du dazu?

Feedback zur Google I/O 2013

Von Karim Geiger — unter Android, Google, Internet am 15.05.2013

Die Google I/O 2013 hat begonnen und die neuen Features werden gerade bekannt gegeben. Es gibt einiges an Neuerungen und leider auch einiges, das mir nicht wirklich gefällt. Fangen wir mit den Punkten an, die mir nicht zugesagt haben bzw. noch verbessert werden können.

Die ersten zwei Kritikpunkte beziehen sich auf Android Developers. Einmal geht es um die allgemeine Funktion, unpublished Apps nicht löschen zu können. Ich sehe keinen Grund, warum man Android Apps, die man einmal veröffentlicht hat und dann aus dem Store genommen hat nicht einfach löschen oder ausblenden kann. Sie erscheinen immer und immer und immer im Developers Dashboard.

Der nächste Punkt geht um die neuen Translations. Es ist nun möglich seine XML für eine App an ein professionelles Translation-Team zu schicken, das einem für ein paar Euro innerhalb von ein paar Wochen die übersetzte File zuschickt. Das ist zwar nett aber nicht ganz optimal, wie ich finde. Viel besser wäre es, wenn die Community bei der Übersetzung mithelfen kann und das ganze durch Votings abgesichert wird. Das Prinzip kennt man von Twitter, Facebook, WhatsApp und co. Bei denen hat sich das Konzept bewährt, warum also nicht direkt für Android-Devs anbieten?

Nach den Android Developer Features wurde der neue Google Play Music All Access vorgestellt. Im Grunde ist es eine Musik-Flatrate, genau wie bei Spotify, Simfy und co. Und eben genau so. Es gibt kein wirklich neues Feature, alles wurde abgekupfert, sogar Radio und Recommendations. Hier finde ich hätte sich Google wirklich etwas neueres einfallen lassen können als den Service für den selben Preis wie Spotify anzubieten. Die Spotify-Devs beißen sich momentan bestimmt gerade in den Ar**h. Ich bin gespannt, ob sich Spotify – was ja einen engen Deal mit Facebook hat – halten kann oder ob Google den Service überrollt. Ich persönlich fände das sehr schade, doch sind wir mal ehrlich.. Spotify ist auch nur Simfy in grün. Allerdings hätte ich ein paar mehr Features von Google dazu erwartet. Einfach kopieren kann jeder. Was mir außerdem gefehlt hat, ist das selbe Konzept für Filme, siehe LOVEFiLM, WatchEver, etc. Dann gäbe es wirklich einen schlagenden Grund, warum man mit Musik und Filmen zu Google wechseln sollte.

Nächster Schritt: Das neue Samsung Galaxy S4. Ernsthaft? Nein. Einfach nein.

Das wars erstmal mit dem ganzen Shitstorm von mir, hier die positiven Dinge: Sync, Usability und Analyse. So gut wie alle Services und Plattformen wurden nun von Google miteinander synchronisiert. Das heißt man hat seine Hangouts überall, seine Spiele, Websites und sogar Notifications auf allen Devices und alle Daten zentral auf Googles Servern. Womit wir bei der usability wären. Das ganze ist natürlich schön einfach und Google geht in die richtige Richtung und gibt dem Nutzer so wenig Optionen auf den ersten Blick wie möglich und guckt, was der Server selbst machen kann. Durch den dritten und letzten Punkt: Analyse. Google durchforscht nun zum Beispiel, welche Fotos wichtig für einen sind, indem es guckt, welche Personen darauf zu sehen sind, welche Emotionen sie haben und welche Bilder bekannt sind. Also zum Beispiel irgendwelche Sehenswürdigkeiten, etc. Das passiert nun nicht nur bei den Bildern, die man macht, sondern auch bei Posts, die man veröffentlicht. Und bei diesem Feature bin ich sehr zwiegespalten. Zum Einen ist es eine genial geile Idee und super umgesetzt, zum Anderen ist es auch beängstigend, was Google kann. Google weiß wie du aussiehst, wie deine Familie aussieht, wo du warst und was du erlebt hast. Und Google kann all dies analysieren und auswerten. Außerdem werden Erinnerungen gefälscht. Bilder werden aufgeputscht und Menschen zum Lachen gebracht.. Stell dir das mal auf einer Beerdigung vor *g*

Ich bin gespannt, wie sich das Internet, die Technologie und Google in den nächsten Jahren entwickeln wird und was noch auf der Google I/O kommen wird. Ich glaube, dass das ganze zwar in die richtige Richtung geht, aber Google eine wichtige Sache noch nicht gesehen hat…..