Amazon Echo (Dot) – Der erste Eindruck

Von Karim Geiger — unter Amazon, Test am 05.11.2016

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Ich persönlich habe mich sehr lange auf Amazon Echo gefreut. Seit dem Release in den USA in 2014 warte ich gespannt auf einen Release in Deutschland, und mittlerweile ist es endlich soweit.

Wer Amazon Echo nicht kennt, kann sich darunter ein kleines, rundes Gerät vorstellen, welches irgendwo im Raum platziert wird, und dank der 7 Mikrofone immer mithört. Wird dann das Aktivierungswort “Alexa” gesagt, wird das Folgende an den Amazon Cloud Service gesendet und interpretiert. Anschließend fungiert das Gerät ähnlich wie Siri oder Google Now. Sprich: Ein virtueller Assistent, der Fragen beantworten und Aktionen durchführen kann. Der Vorteil: Das Gerät hört einen überall im Raum und muss nicht extra per Knopfdruck aktiviert werden.

Der erste Eindruck des Amazon Echo war direkt negativ. Bisher ist das Gerät nämlich nur per Einladung erhältlich. Nur wenige haben einen Tag nach offiziellem Release eine Einladung erhalten. Vorwiegend Leute mit Dialekt. Alle anderen dürfen laut Amazon sogar mehrere Monate warten, bis sie dann endlich ein Gerät bestellen können. Warum Amazon dies erst jetzt – eine Woche nach Veröffentlichung – kommuniziert und nicht sofort von Beginn an klar macht, ist für mich unverständlich. Auch verstehe ich nicht, warum überhaupt ein Veröffentlichungstermin angegeben wurde, wenn nur ein paar Wenige tatsächlich auch eine Einladung erhalten.

Aber, wer viel meckert, bekommt meist, was er will. Nach ein paar Telefonaten mit dem Kundenservice und einer Email habe ich dann letzten Endes auch eine Einladung bekommen, und ein paar (viele) Tage später (danke an die absolut unfähige DHL und deren grausamen Support) war das Gerät endlich in meinem Besitz. Ich muss dazu sagen, ich habe mich für die Echo Dot-Variante entschieden. Der Dot ist das kleinere Gerät von beiden und kommt mit keinem so guten Lautsprecher wie Alexa, dafür aber mit AUX-Ausgang.

Das Einrichten des Amazon Echo Dot ging schnell und problemlos. Das Smartphone mit dem WLAN des Dots verbinden, die Alexa-App starten und das Update einspielen. “Hallo.”

Nun, was kann das Gerät jetzt eigentlich?

“Alexa, wie wird das Wetter heute?” – Klappt.

“Alexa, schalte das Licht im Wohnzimmer an.” – Klappt.

“Alexa, schalte alle Lichter aus.”  – “Sorry, ich konnte kein Licht mit dem Namen “alle Lichter” in dem Profil von Karim finden.”

“Alexa, was ist Amazon Echo?” – “Amazon Echo ist…”

“Alexa, kannst du das wiederholen?” – “Amazon Echo ist…”

Okay, das sieht schon sehr gut aus.

“Alexa, welche Star Wars-Filme gibt es?” – “Das weiß ich leider nicht.”

“Alexa, setze Milch auf meine Einkaufsliste.” – Klappt.

“Alexa, starte das 1Live Radio.” – Klappt.

“Alexa, stopp!” – ….. – “ALEXA, STOPP!” – ….. – “Alexa!” – “?” – “Stopp!” – Klappt.

Nicht ganz perfekt, und nicht wie im Video. Zwar klappt die Erkennung der Sprache und des Gesprochenen in der Regel sehr gut, doch manchmal wird man komplett überhört. Besonders, wenn Alexa selbst Musik abspielt, scheint sie sich sehr zu verwirren. Das Steuern klappt dann nur, wenn man “Alexa!” schreit, wartet, bis sie die Musik leiser macht und zuhört, und dann den Befehl spricht.

Auch schön ist, dass Alexa einen wirklich sehr gut versteht. Auch Fremdwörter und englische Begriffe sind meistens kein Problem. Leider mangelt es noch an Funktionen. Dinge wie “Schalte alle Lichter aus” werden zwar korrekt interpretiert, können aber nicht ausgeführt werden. Alexa antwortet nur, dass sie kein Gerät mit dem Namen “Alle Lichter” kennt. Das lässt sich zwar umgehen, indem man eine Gruppe mit dem Namen “Lichter” anlegt und dort alle Lichter hinzufügt, ist aber ärgerlich. Genauso ist auch das Wissen über allgemeine Dinge sehr mau.  Ein Beispiel:

Aber gut, Alexa ist ja auch noch sehr jung und noch nicht öffentlich erhältlich. Von daher ist davon auszugehen, dass in den kommenden Monaten noch einiges hinzukommen wird. Glücklicherweise bin ich ja professioneller Entwickler und habe somit die Möglichkeit, das Gerät selbst zu programmieren. Und das geht auch relativ simpel, mittels Skills. Zwar sind momentan nur etwa 15 Skills im offiziellen Amazon Skill Store vorhanden, aber das Entwickeln eigener Skills ist wirklich einfach.

Nachdem man unter developer.amazon.com einen neuen Skill angelegt hat, kann man einen Aufrufnamen vergeben. Zum Beispiel “Fernseher”. Und dann kann man “Utterances”, also Ausdrücke definieren. Zum Beispiel: “dass er die Laustärke auf {volume} Prozent stellen soll”. Diesen kann man dann einzelne Aktionen, oder auch Intents zuweisen. Ein fertiger Aufruf wäre dann, “Alexa, sage dem Fernseher, dass er die Lauststärke auf 50 Prozent stellen soll”. Der erste Teil, also das “sage dem Fernseher” ist der Aufruf des Skills. Alles Weitere wird dann an die Skill Utterances übergeben. Diese werden übersetzt und am Ende kommt etwas raus wie “VolumeIntent: volume => 50”, was anschließend an eine URL meiner Wahl geschickt wird.

So konnte ich meinen Fernseher mit meinem eigenen SmartHome verbinden und dafür sorgen, dass ich über Alexa alles steuern kann. Auch für das Problem mit dem im Video erwähnten zweiten Weltkrieg habe ich eine Lösung gefunden: Einen Wolfram Alpha-Skill. Den gab es zwar noch nicht, aber… ihr wisst schon.

Der Grund dass die Antwort so lange braucht ist übrigens, dass die Anfrage erst einmal mittels Yandex ins Englische übersetzt wird, da Wolfram Alpha nur Englisch versteht. Dann wird sie an Wolfram Alpha geschickt und anschließend wieder zurückübersetzt. Aber naja, es funktioniert!

Mein vorläufiges Fazit zu Amazon Echo (Dot) ist daher:

Pro:

  • Die Spracherkennung ist sehr gut.
  • Sie hört einen auch aus der Entfernung.
  • Die Stimme ist angenehm und betont meist korrekt.
  • Skills lassen sich einfach entwickeln.
  • Die Antworten kommen in der Regel sehr schnell.
  • Verfügbare Features funktionieren in der Regel gut.
  • Das Abspielen von Musik mittels Spotify ist intuitiv.
  • Das tägliche News-Update ist sehr sinnvoll.

Kontra:

  • Skills lassen sich nicht kaufen. Ergo will auch keine Firma einen Skill entwickeln.
  • Alexa weiß nicht viel. Auch einfache Fragen sind schon zu komplex.
  • Wenn sie selbst Musik abspielt, versteht sie einen sehr schlecht.
  • Manchmal muss man Dinge anders formulieren.
  • Manchmal bricht Alexa einfach ab, oder versteht nur die Hälfte.
  • Keine Push-Benachrichtigungen, nur Timer und Wecker. Also auch keine Erinnerungen und co.
  • Ich würde Alexa gerne als Freisprechanlage für das Smartphone verwenden, geht aber nicht.
  • Wenn Alexa Englisch spricht, klingt sie wie Politiker.

 

Bildquelle: Consumer Reports

Ich wollte Ghost installieren

Von Karim Geiger — unter Internet, Linux, Test am 03.03.2015

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Kennt ihr Ghost? Die wohl meistgehypte Blogging-Plattform seit WordPress. Ghost, die Lösung für alles. Verpackt in einer simplen Oberfläche, ganz einfach zu installieren mit npm. Quasi.

npm ist der Dependency-Manager von Node.JS – dem serverseitigen JavaScript. Ich mag JavaScript sowieso nicht, da will ich es nicht auch noch auf dem Server haben. Aber was tut man nicht alles um eine schöne Bloggingplattform zu bekommen?

In der Theorie ist die Installation Ghosts relativ einfach. npm und node installieren, Ghost-Zip runterladen, entpacken, npm install --production, starten.

Unter Ubuntu läuft das dann so ab, dass man sich erst einmal eine veraltete npm-Version installiert, welche Probleme mit so ziemlich allem und jedem hat. Abhilfe schafft dann ein npm install npm -g, damit aktualisiert man npm. Warum sollte man denn auch npm update dafür verwenden?

Plötzlich bekommt man einen seltsamen Stack-Trace, wenn man npm starten will. os.tmpDir() wird nicht gefunden. Nach einer halben Stunde mit Onkel Google findet man dann irgendwann heraus, dass die node-Version zu alt ist. Hätte man im Nachhinein auch einfach als Fehlermeldung ausgeben können..

Aber gut, dann updaten wir mal unsere node-Version. Diesen Schritt finde ich besonders schön:

npm i n -g
n latest

Kein Scheiß, so geht das. Kurz erklärt: i steht für install, n ist ein Versionsmanager für node. Mal abgesehen von dem beschissenen nicht so tollen Namen fällt außerdem auf, dass man ihn nur installieren kann, wenn man eine funktionierende npm/node-Umgebung hat. Man kann im aktuellen Stand, den wir jetzt haben, also entweder npm downgraden oder node manuell upgraden. Ich entschied mich für letzteres.

So, nachdem also npm und node also endlich problemlos zusammenarbeiten, kanns ja endlich mit Ghost losgehen. Paket runtergeladen, npm install --production ausgeführt und wusch – der nächste Fehler. Natürlich genau so nichtssagend wie der erste. npm ist einfach super in dieser Hinsicht. Wie sich herausstellte, hat Debian diesmal Mist gebaut. Naja, gut. Es läuft. Immerhin.

Ach ja.. und zum Thema Migration: RSS-Feeds parsen wär ja zu einfach. Ghost kann das besser.

Test: OnePlus One und LG G Watch R

Von Karim Geiger — unter Android, Smartphones, Test am 06.11.2014

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Mit der Vorstellung der Motorola Moto 360 Smartwatch wollte ich unbedingt eine runde, intelligente Uhr haben. Die LG G Watch R entsprach genau meinen Erwartungen – bis auf dass sie nur mit Android-Smartphones kompatibel war. Die Lösung: Ich verkaufte mein iPhone 5 und legte mir das OnePlus One zusammen mit der LG G Watch R zu. Vorab: Beide Geräte sind wirklich nicht schlecht und ich denke ich werde gut mit ihnen klar kommen. Trotzdem gibt es einige Dinge, die mich aufregen.

OnePlus One

Die Hardware des OnePlus One ist genial. Für 300 Euro bekommt man ein qualitativ unglaublich hochwertiges Smartphone mit einer unendlich langen Akkulaufzeit und einem schnellen Prozessor, welcher sogar Android KitKat flüssig ausliefern kann. Doch warum in Gottes Namen ist das Smartphone größer als mein Fernseher? Und warum findet das jeder auch noch gut? Ich habe mich damals, als das iPhone 5 beworben wurde, riesig über folgenden Spot gefreut:

Alle Smartphones wurden immer größer und größer und ich habe mich immer darüber aufgeregt, dass ich es nicht mehr mit einer Hand bedienen kann. Android ging dann sogar so weit, dass sie das Menü auch noch mit der neuen Android Version aus den Hardwaretasten heraus an die obere linke Ecke des Bildschirms gesetzt haben. Also genau da hin, wo es am aller, aller wenigsten Sinn macht. Da, wo man am aller schlechtesten hin kommt. Und als wäre das nicht genug, führte man auch noch ein, dass anstatt der Benachrichtigungen die Quick-Settings kommen, wenn man die Leiste auf der rechten Seite herunter zieht. Also genau da, wo man gerade noch so hin kommt, wenn man es in einer Hand hält. Ich konnte und kann einfach nicht verstehen, wie man als UI-Designer so dermaßen auf den Kopf fallen kann, dass man nicht sieht, wie unpraktisch das Ganze ist. Und dann kaufen es die Leute auch noch wie verrückt.

Früher hatten wir Tablets mit 6 Zoll. Heute haben wir Smartphones mit 6 Zoll. Und alle lieben es! Ich war damals also sehr froh darüber, dass Apple mit dem iPhone 5 und dem iPhone 5s die Größe im Rahmen gehalten hat. Schrecklich fande ich daher das iPhone 6 sowie 6 Plus. (Mal so am Rande: Dieser One-Hand-Mode am iPhone 6 Plus.. sagt mal, geht’s denen zu gut? Was bitte haben sich die Entwickler dabei gedacht? Einen riesen Bildschirm anbieten, der die ganze Zeit stört, nur um ihn dann um die Hälfte zu verkleinern?!) Und als die Apple Watch dann noch dazu potthässlich war, habe ich mich entschieden mal wieder zu Android zu wechseln. Android Lollipop sieht immerhin vielversprechend aus.

Lange Rede, gar kein Sinn: Das OnePlus One ist mit seinen 5,5 Zoll viel zu groß. Aber da das Preis-/Leistungsverhältnis das wohl beste ist, das es derzeit gibt, habe ich mich trotzdem dafür entschieden. Was gibt es also noch zu meckern?

Nun.. Hardware-Technisch eigentlich nichts. Das Smartphone ist wirklich nahezu perfekt. Gut, dass der USB-Anschluss falsch herum ist, stört etwas, aber das sind nun wirklich Kleinigkeiten. Was viel mehr stört ist die Software. Android KitKat, genauer: CyanogenMod 11S. Ich war noch nie ein Freund des CyanogenMods. Ich kann jedoch nicht genau sagen, warum. Vermutlich, weil ich ihnen nicht den Erfolg gönne. Ja, CyanogenMod hat einige nette Gimmicks, wie z.B. die Theme-Engine oder Gesten, aber damals, als die Custom ROMs entstanden und somit auch CyanogenMod in den Kinderschuhen war, gab es viele ROMs, die weitaus besser waren. Der einzige Unterschied: Sie waren nicht für jedes erdenkliche Smartphone erhältlich. Quantität statt Qualität war CyanogenMods Divise, habe ich den Eindruck. Und damit auch noch Erfolg haben, finde ich sehr schade. Aber das mal beiseite, ist CyanogenMod an sich nicht schlecht. Es gab bisher keine Abstürze und schnell ist das System zudem auch. Stock Android wäre mir persönlich zwar lieber, allein, weil ich deswegen schneller Android Lollipop bekommen würde, aber wenigstens ist es nicht so schlimm angepasst wie HTCs Sense.

Was mir an dem System nicht gefällt, ist Android an sich. Ich hab schon einmal geschrieben, warum ich iOS Android vorziehe. Das ganze ist aber nun schon über ein Jahr her und in der Zeit hat sich einiges getan. Man kann z.B. sehen, wie sich Android immer mehr zu iOS entwickelt. Das System wird immer geschlossener und die Richtlinien für App-Entwickler und Hersteller strenger. Und das ist auch gut so, da man das System so wesentlich Anwenderfreundlicher machen kann. Und nochmal: Anwender != Nerds, ich kann es nicht oft genug sagen. Was für Anwender positiv ist, ist für Nerds meistens eher weniger positiv.

Der größte Fehler, den Android aber von Anfang an gemacht hat, war auf Java zu setzen. Nicht nur, dass sie jetzt extra eine neue Runtime entwickelt haben, um Apps wenigstens halbwegs flüssig wiedergeben zu können, nein, bei Java ist auch allgemein viel zu viel Overhead für eine mobile Plattform vorhanden. Java war sicher die günstigste und für die Entwickler einfachste Plattform, aber selbst das haben sie sich bis heute gründlichst verbaut (wobei man sagen muss, dass Apple das nicht viel besser hinbekommen hat. Microsoft hingegen hat das von Anfang an besser gemacht. Auch für Windows, was wohl mit ein Grund war, warum es heute so populär ist).

Aber wir wollen nicht zu viel über Android KitKat schimpfen. Mit Android Lollipop wird ja alles besser und jeder ist glücklich. Hoffentlich.

LG G Watch R

Kommen wir zu dem Hauptgrund, warum ich mir das OnePlus One gekauft habe: der Smartwatch. Auch sie ist was die Hardware betrifft einsame Spitze. Die Verarbeitung ist absolut top, der Akku hält relativ lang und sie sieht einfach schön und vor allem wie eine Uhr aus. Einzig das Armband (welches man natürlich wechseln kann) sowie der fehlende Helligkeitssensor sind ein Minuspunkt. Ach ja, und Android.

LG-G-WATCH-R

Auf den Uhren kommt das berüchtigte Android Wear zum Einsatz. Ein auf die Schnelle auf Smartwatches angepasstes Smartphone-System. Und das merkt man. Genau wie Android (und iOS) für Tablets ein Graus ist, ist es auch für Smartwatches (noch) nicht wirklich zu gebrauchen. Die Watchfaces (also die Ziffernblätter) sind schön und sie lassen sich auch trotz fehlender offizieller Dokumentation relativ einfach implementieren und auch die Anzeige der Benachrichtigung plus die Spracherkennung funktioniert auf der Uhr echt gut und sogar mehr oder weniger flüssig, doch das allgemeine Featureset ist doch eher mager.

Zusatzanwendungen haben nämlich nicht sehr viele Möglichkeiten den Nutzer zu überzeugen. Man geht doch davon aus, dass man sich z.B. WhatsApp installiert und dann folgendes Feature auf der Uhr hat: Man sagt “Schicke eine WhatsApp-Nachricht an XYZ: Guten Morgen!” und die App macht das. Geht? Geht nicht. Entweder man mappt vordefinierte Sprachfeatures, wie beispielsweise “Musik hören” (davon gibt es neun Stück) oder man verwendet “Starte [AppName] [Eigenes Sprachkommando]”. Ja, das sind die einzigen Möglichkeiten, die man hat. Ein Sprachbefehl a la “Das hier triggtert jetzt meine App” kann nicht konfiguriert werden.

Das ist schon mal ziemlich sch..lecht implementiert. Doch was den Vogel abschießt: Wenn ich das ganze nun ausprobiere und z.B. “Starte Play Music” in meine Smartwatch schreie, kommt ein Ladekringel, der eine gefühlte ewigkeit braucht, nur um mit am Ende zu sagen, dass mein Gerät offline ist. Der Sprachbefehl “starte [App]” killt die Verbindung zwischen Smartphone und Uhr zumindest bei mir in 4 von 5 Fällen.

Wie also starte ich meine Android Wear-Apps? Ganz einfach: Auf dem Homescreen der Uhr ziehe ich einfach das Watchface nach oben und wähle die App aus, die ich starten möchte. Ich muss erst die Sprachsuche aktivieren, indem ich auf den Homescreen drücke oder “Okay Google” sage, dann kann ich durch das Menü scrollen, welches mit die neun möglichen Vorschläge anzeigt. Ganz unten, nach den Einstellungen, kommt dann der Menüpunkt “Starten..”. Wähle ich diesen aus, bekomme ich eine Auflistung der verfügbaren Programme. Kein Scheiß, das ist der offizielle und einzige Weg eine App ohne Sprachbefehl zu starten. Und wieder: Egal, was die Android-Entwickler genommen haben, ich will es auch.

Update 19. November: Seit ein paar Tagen gibt es eine App, welche das Starten von eigenen Anwendungen endlich so umsetzt, wie es Android schon von Haus aus hätte machen sollen. Die App schimpft sich Wear Mini Launcher und ist kostenlos im Play Store zu haben. Ich kann sie jedem Android Wear-User wärmstens empfehlen.

Der nächste und bisher letzte Punkt ist der Fitness-Tracker. Die LG G Watch R hat einen Schrittzähler sowie einen Heart Rate Sensor. Der Schrittzähler zählt den ganzen Tag, wie viele Schritte man gegangen ist, das funktioniert echt super. Der Heart Rate Sensor misst den aktuellen Puls. Auch das funktioniert einwandfrei. Allerdings nur, wenn man ihn damit beauftragt. Eine Funktion, mit der man den Puls alle (halbe) Stunde messen kann, gibt es schlicht nicht. Was bringt mir das Ganze dann?

Fazit: Die LG G Watch R ist eine wundervolle Smartwatch und hat sehr viel Potential. Android Wear sorgt allerdings dafür, dass dieses Potential möglichst schlecht ausgenutzt werden kann. Und das mit Erfolg! Ich hoffe, dass sich mit den kommenden Versionen noch einiges daran ändern wird.

(Ja, das Titelbild ist ein Symbolbild und zeigt die Moto 360. Aber findet mal ein Wallpaper für die LG G Watch R, welches man verwenden darf..)

Cloud Storage und die Sync Clients

Von Karim Geiger — unter Internet, Test am 15.07.2014

Ich habe den Fehler gemacht und mir vor ein paar Tagen einen Podcast über Cloud Storage angehört. Ich – bisher glücklicher Dropbox-User – kam dadurch auf den Trichter unbedingt wechseln zu müssen, weil mein Speicher in ein paar Monaten ausläuft und Dropbox doch eher ziemlich teuer ist. Ich guck mir also die in dem Podcast erwähnten Services an und probiere sie durch. Darunter: ownCloud, MEGA und Google Drive.

Zugegeben, ich bin ein anspruchsvoller Cloud-User. Ich habe sehr viele Dateien in meiner Dropbox, welche manchmal sehr komische UTF-8-Namen (Umlaute und so) und Leerzeichen haben. Außerdem bin ich auf jeder Plattform vertreten: Windows, Mac, Linux, iOS und Android.

Trotzdem kann es ja nicht so schwer sein, einen einfachen Sync-Client zu haben, der eine Liste der aktuellen Dateien + Änderungsdatum auf dem Server hält und diese dann entsprechend abgleicht. Dachte ich. Dropbox hat bisher immer gute Dienste geleistet und nur einmal aus Versehen (aufgrund einer falschen Client-Zeit) einen Großteil meiner Dropbox gelöscht. Ist ja kein Problem, man hat Backups. Alle anderen Clients hingegen scheitern schon größtenteils an einfachsten Funktionen:

MEGA ist schon aus dem Grund raus, dass es keinen Client für Linux gibt. Das ist vertretbar, da der Service sehr neu ist und ein Linux-Client (soweit ich weiß) geplant ist. Ich habe MEGA also trotzdem eine Chance gegeben und bin direkt auf die Nase gefallen. Der Sync klappt zwar, wenn er mal klappt, relativ gut, allerdings ist das nicht oft der Fall. Nicht nur, dass der Upload langsam ist (ich bin irgendwie der einzige Mensch dieser Welt, alle anderen schwärmen immer davon, wie schnell MEGA doch sei), die Clients stürzen auch regelmäßig ab, bzw. starten gar nicht mehr. So kann ich meinen Mac-Client und die iOS-App nicht mehr starten. Next.

ownCloud an sich ist eine geile Sache. Man hat seine Daten auf seinem Server und kann selbst entscheiden was Sache ist. Leider ist der Linux-Client (zumindest bei mir) eine Katastrophe. Jede Datei mit einem Leerzeichen wurde gelöscht. Vom Sync will ich gar nicht erst anfangen. Der klappt auch mehr oder weniger nur sporadisch. Und auch die App kann nicht besonders viel. So fehlt ein automatischer Foto-Upload zum Beispiel komplett. Next.

Google Drive ist verdammt günstig und von Google, daher sollte das ja etwas taugen. Naja, der Sync funktioniert problemlos und schnell. Wie zu erwarten. Allerdings hat auch die Google Drive App keinen automatischen Foto-Upload (ich weiß, Google+, dies, das, aber ich will meine Photos nicht auf Google+, sondern in einem Ordner) und es gibt auch hier – obwohl es made by Google ist – keinen offiziellen Linux-Client. Es gibt inoffizielle Clients, wie beispielsweise grive. Toll daran: Jede Datei, die von einem anderen Rechner angelegt und hochgeladen wird, wir direkt wieder von grive vernichtet, weil sie lokal “gelöscht” wurde. Wunderbar. Next.

Dropbox. Hach, schön :)

 

Update 06. August 2014: Wer eine Self-Hosted-Alternative zu ownCloud sucht, sollte sich einmal Seafile angucken. Zwar hat deren Mobile Client auch keine Kamera-Upload-Funktion, dafür ist das ganze aber sehr stabil und schnell, da es auf Git, C und Python basiert. Ich regle aktuell 70% meiner Cloud-Aktivitäten was Storage betrifft über Seafile und bin bisher sehr begeistert. An Dropbox kommt es trotzdem nicht ran.

Okay Google Now!

Von Karim Geiger — unter Android, Google, Smartphones, Test am 08.03.2014

Das Motorola Moto X ist das in der Leitung von Google entstandene Mittelklassesmartphone, in dem sie neue Features testen wollten, welche nicht direkt in die Nexus-Serie einfließen sollten. So kommt das Moto X mit einer besonderen CPU, bei der die 4 Kerne wie folgt aufgeteilt werden: Zwei der Kerne sind für die tägliche Nutzung des Smartphones und machen all das, was sonst keiner übernehmen will. Ein weiterer Kern ist nur darauf spezialisiert den Bewegungssensor des Smartphones zu kontrollieren. Und weil er nur das macht, ist er relativ Stromsparend. Das hat zum Vorteil, dass ohne hohen Energieaufwand erkannt wird, ob das Handy geschüttelt wird (dann startet nämlich die Kamera) oder ob es aus der Hosentasche geholt wird (dann wird eine minimalistische Nachrichtenanzeige auf das Display geschalten (s. Bild), welche ebenso fast keinen Strom verbraucht, da bei AMOLED nur die Pixel aktiviert werden, welche auch wirklich etwas anzeigen). Der vierte und letzte Kern sorgt für Stimmerkennung. Das Mikrofon lauscht also immer – auch, wenn das Handy im Standby ist – mit, und filtert die Wortfolge “Okay Google Now” heraus. Wird das ausgesprochen, so hört das Handy auf weitere Sprachbefehle.

SONY DSCUnd um eben dieses Thema wird sich der Blogpost drehen. So super ich das Konzept auch finde, so schwierig ist es auch umzusetzen. Während das Feature in allen Reviews hoch gelobt wird, möchte ich es hier ganz nüchtern mit allen Stärken und Schwächen betrachten. Versteh mich nicht falsch, das Handy ist super und für den Preis optimal, ich werde es auch weiter behalten und die aktive Spracherkennung ist cool, aber sie ist definitiv verbesserungsfähig.

Fangen wir mit dem Aktivieren des Zuhör-Modus’ an. Das geht mit der Wortfolge “Okay Google Now” – und auch nur mit der. Vor der initialen Verwendung muss man drei mal die magischen Worte einsprechen, damit es nur auf die eigene Stimme hört. Spricht man andere Worte ein, werden sie nicht erkannt. Schade eigentlich, ein “Okay, du alter Lappen” wär bestimmt lustig geworden. Und das mit der eigenen Stimme klappt auch nur bedingt. Haben zwei Personen ähnliche Stimmen, so lässt sich das Handy auch von der anderen Person aktivieren. Ich stelle mir das im Klassensaal der Zukunft wie folgt vor: Der Lehrer kommt rein, schreit einmal “Okay Google Now!” und los geht das “pling-pling” bei 50% der Schüler. Denn ja, auch in der Hosentasche lässt sich Google Now (manchmal) aktivieren. Und ja, auch im lautlosen Modus bekommt man eine akustische Bestätigung, nachdem die Worte ausgesprochen wurde. Und nein, das lässt sich nicht anpassen. Wenigstens aktiviert es sich nicht, wenn man ähnliche Kombinationen sagt. Es muss schon sehr danach klingen. Mit “Okay Google Frau” klappt es allerdings auch.

Ist das Handy also einmal in den Zuhör-Modus gewechselt, was relativ zuverlässig – aber nie, wenn man es demonstrieren will – funktioniert, so kann man sprechen. Wenn man nah genug an dem Gerät dran ist. Kann ja sein, dass ich vor mich hin nuschle, aber auch, wenn mein Moto X auf das “Okay Google Now” reagiert, wenn ich am anderen Ende des Raumes bin, so ignoriert es alles, was folgt, sehr gekonnt. Meiner Vermutung nach liegt das daran, dass es etwas falsch konfiguriert ist und dank der aktiven Geräuschunterdrückung einfach mal alles als Störgeräusch rausfiltert, da es nicht direkt von vorne kommt. Der Im-Bett-Liegen-Und-Eben-Mal-Nach-Der-Uhrzeit-Fragen-Usecase fällt somit also flach, sofern man nicht direkt mit dem Mund am Nachttisch liegt.

Apropos nach der Uhrzeit fragen. Das – und vieles mehr – funktioniert nur, wenn man die Touchless Control-App von Motorola NACHINSTALLIERT. Pluspunkt: Das funktioniert nur auf Englisch, Spanisch, Französisch und Portugiesisch. Möchte man Google Now also sinnvoll nutzen, so muss man es auf Englisch stellen. Anderenfalls hat man anschließen in seiner Google-Search-History Dinge wie folgt stehen:

Screen Shot 2014-03-08 at 21.31.10

 

Gut, mal davon abgesehen. Wir nutzen Google Now nun also auf Englisch. Ein Screenshot zeigt das Ergebnis:

BiOu_6fIAAATtKBCool, das klappt gut! “remind me to take the trash out tomorrow” hat ohne Probleme funktioniert. Die Felder wurden ausgefüllt und die Erinnerung kann gesetzt werden. Moment. Kann? Ja! Einfach nur noch auf “Remind me at this time” drücken und schon ist der Reminder gesetzt.

Ja. Wirklich. Ich muss einen Button drücken. Da gibt es kein Timeout oder so etwas, wie es z.B. beim Stellen des Weckers der Fall ist. Wenn ich erinnert werden möchte, muss ich einen Button drücken. Warum? Das macht das gesamte Konzept einer Sprachsteuerung kaputt. Ich sitz im Auto und will mich erinnern lassen. Ich muss einen Button drücken. Ich hab das Handy in der Tasche und will mich erinnern lassen. Ich muss einen Button drücken. Klar erspar ich mir das Entsperren und das Tippen, trotzdem ist das einfach absoluter Quatsch.

Wer hat sich das ausgedacht?

Naja, gut. Also: Fazit. Das Konzept ist wirklich hervorragend und die Anwendung wird aktiv weiterentwickelt, so ist vor einem Tag z.B. eine Funktion dazu gekommen, welche mir nach einem einfachen “Okay Google Now, what’s up?” die Uhrzeit und alle Benachrichtigungen vorliest. Super praktisch! Ich hoffe daher, dass so kleine Malheurchen wie das Erkennen der Stimme aus weiter Entfernung oder das Drücken des Buttons bald behoben werden. Alternativ könnte man sich auch mit Tasker eine andere Spracherkennungsapp davor packen, aber ich will nicht schon wieder anfangen mein Smartphone bis ins kleinste Detail zu modden. Von daher: Wer gerne bastelt und gerne Bleeding Edge ist, der sollte auf jeden Fall zuschlagen. Alle anderen: Lieber erstmal das Nexus 5.

Polyphasischer Schlaf

Von Karim Geiger — unter Test, Uncategorized am 16.09.2013

polyphasischer_schlafPo.. Poly.. Was? Ja! Ist voll cool! Damit kann man seinen Schlaf reduzieren. Lass mich von Anfang an beginnen. Ich bin einer, der unglaublich gerne unglaublich lange schläft und das für unglaubliche Zeitverschwendung hält. Ich nehme mir des öfteren vor, bevor ich zu Bette gehe, dass ich am nächsten Tag (meist ist das ein Samstag oder Sonntag) vor 10 Uhr aufstehen werde. Ich stelle also den Wecker auf 9 3/4 Uhr und schlafe ein. Am nächsten Morgen klingelt dann der Wecker und es spielt sich jedes mal das gleiche Szenario ab: *auf die Uhr schau* “Ach.. Scheiß drauf.” *weiterschlaf*

Aus dieser äußerst konsequenten und durchdachten Strategie resultiert, dass ich am Wochenende einen völlig anderen Schlafrhythmus verfolge als unter der Woche, wo ich ja gezwungen werde um halb 8 bzw. halb 7 wenn Berufsschule ist aufzustehen. Da unser Körper ein absolutes Gewohnheitstier ist und sich an so gut wie alles gewöhnen kann, ist so ein täglich wechselnder Schlafrhythmus exorbitant suboptimal.

Durch Zufall bin ich dann auf den im Titel erwähnten polyphasischen Schlaf gestoßen. Auf Wikipedia gibt es darüber einen sehr aufschlussreichen Artikel, der allerdings nicht wissenschaftlich belegt ist. Kurz gesagt: Es geht darum den wie im Baby-Alter üblichen Schlaf, der ja nicht einmal am Stück gehalten wird sondern über den ganzen Tag verteilt wird, wieder aufzunehmen und den erwachsenen Menschen langsam daran zu gewöhnen. Es dauert für gewöhnlich 20-40 Tage, bis sich der träge Körper an die Umstellung gewöhnt hat, wenn – und das ist der wunde Punkt – der Ablauf bis auf weniger als eine Stunde genau gleich bleibt. Im Klartext heißt das: Legt man sich zu einer der Schlafphasen zu spät oder zu früh hin und schläft zu lange oder zu kurz, so kommt der Körper aus dem Konzept und man fällt einige Schritte zurück. Es ist also wichtig vor allem in der Eingewöhnungsphase die Zeiten immer genau einzuhalten.

Beim polyphasischen Schlaf gibt es außerdem mehrere Schlafmuster:

  • Monophasic kennt jeder. Eine lange Schlafphase, den Rest wach.
  • Biphasic kennt man auch. Mittagsschlaf und eine Hauptschlafphase. Das wichtige: Hauptschlafphase sowie der Mittagsschlaf dürfen nicht von Tag zu Tag im Zeitpunkt oder der Länge variieren.
  • Everyman ist das Schlafmuster, welches die meisten Leute mit ihrem Job vereinbaren können. Ich kann es leider momentan nicht, da die Berufsschule mir einen Strich durch die Rechnung macht, denn die Schlafphasen müssen gleichmäßig auf den Tag verteilt werden. Dieses Schlafmuster kann auch variiert werden (Siehe Wikipedia).
  • Dymaxion ist das erste Schlafmuster, bei dem es keine Hauptschlafphase gibt, sondern der Schlaf gleichmäßig auf 30-minütige Nickerchen alle 6 Stunden aufgeteilt wird. Interessanterweise ließe sich das auch in der Berufsschule realisieren. Da man hier aber nur insgesamt 2 Stunden am Tag schläft ist, das erstens nicht gerade einfach und zweitens glaube ich nicht, dass das gesund sein kann. Ausprobieren würde ich es aber trotzdem gerne.
  • Uberman ist – wie der Name schon sagt – nicht wirklich umsetzbar. Zumindest nicht in einem typisch deutschen Leben. Hier muss alle 4 Stunden strikt 20 Minuten (insgesamt 6x am Tag) geschlafen werden. Wer hierbei eine Schlafphase um eine halbe Stunde verpasst, kann den Tag komplett vergessen. Insgesamt schläft man auch wieder nur 2 Stunden.

Im Spiegel gibt es einen Bericht über einen Studenten, der den Uberman getestet hat und anfangs sehr angetan davon ist, ihn nach einer Woche jedoch verflucht. Mich würde interessieren: Wie sieht es nach drei Wochen aus bzw. mit 4 statt 2 Stunden Schlaf. Wie sieht es mit dem Everyman aus? 20 Stunden am Tag würden mir locker langen. Und die alltäglichen Dinge, die mit Uberman nicht möglich sind, ließen sich dadurch auch realisieren.

Da mich das Thema brennend interessiert, werde ich versuchen ein Konzept auszuarbeiten, das ich sowohl mit der Schule, sowie mit der Arbeit und der Freizeit vereinen kann und dieses dann mindestens 3 Wochen testen. Wenn es eine spannende Erkenntnis gibt, die ich dir mitteilen möchte, wird es hier natürlich ein Update geben. Drück mir die Daumen!

Update 22. April 2014: Nach langem Nichtstun und Überlegen habe ich beschlossen, dass ich mich mal an ein getuntes Biphasic herantasten werde. Mein Schlafplan sieht wie folgt aus: 18:00 – 21:00 Uhr und 3:30 – 6:30 Uhr. Mal sehen, wie sich das ganze entwickelt. Getunt deswegen, weil ich zwei Hauptschlafphasen hab. Wird mich schon nicht umbringen.

Update 24. April 2014: Zwei Hauptschlafphasen sind wohl doch nicht so hip, meinen Experten. Deswegen gehts weiter mit Monophasic. Allerdings nicht von 1:00 – 7:00 Uhr. Das wär ja langweilig. Nein, von 18:00 – 0:00 Uhr. Ist eine etwas ungünstige Zeit, aber dafür hat man dann die ganze Nacht. Auch hier halte ich euch auf dem Laufenden.

iPhone – der Härtetest

Von Karim Geiger — unter iOS, Test am 21.06.2013

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Als ich mich das letzte mal so über Android aufgeregt habe, habe ich beschlossen mir ein iPhone zu kaufen und es zu testen. Gesagt, getan. Seit Mittwoch – also seit drei Tagen – besitze ich nun ein weißes iPhone 5 in der 32 GB-Variante und hatte ausgiebig Zeit, mit dem iDevice einiges anzustellen. Da iOS für mich wegen des iPads nicht ganz #neuland ist, beziehen sich meine Punkte, die iOS betreffen nicht nur auf die letzten drei Tage, sondern auf das letzte halbe Jahr. Die letzten drei Tage habe ich stichpunktartig alle positiven und negativen Punkte festgehalten um sie jetzt geordnet und objektiv wiedergeben zu können.

Das wars zum Vorwort. Was gleich beim Einrichten des iPhones auffällt ist die übertrieben kleine nanoSIM, die ich mir anhand einer Schablone aus der microSIM zurecht schneiden musste. Ich weiß nicht so ganz, was die Aktion mit der nanoSIM Seitens Apple sollte. Der Slider, in den man die Karte einlegt ist exakt gleich groß wie der des Nexus 4 oder des HTC One, welche beide eine microSIM benötigen. Platz kann also nicht der Grund sein.

Schaltet man das gute Stück nun ein, fällt einem nach der Einrichtung direkt auf: Es funktioniert. Keine Ruckler, nichts. Es läuft einfach flüssig. Und das, obwohl nur ein Dual-Core Prozessor unter der Haube steckt. Diesen bemerkt man zwar bei 3D-Spielen wie z.B. Subway Surf, im alltäglichen Betrieb jedoch nicht. Auch hier sieht man wieder, wie schlecht die Entscheidung für Android Java zu verwenden war.

Der Sync Seitens iCloud ist super. Täglich wird ganz heimlich ein Backup vom Gerät wahlweise auf den laufenden PC via WLAN geschoben oder in die iCloud. Auch Kontakte, Kalender, Mails und co. werden natürlich problemlos gesynct. Allerdings nur von Apple. Wer sein Google-Konto verknüpft haben möchte kann das nicht etwa per Exchange o.ä. hinzufügen sondern muss für den Kalender und die Kontakte einzeln CalDAV bzw CardDAV einrichten, was nicht gerade einfach ist. Einmal konfiguriert klappt jedoch auch dieser Sync problemlos.

Bevor ich nun mit der Usability von iOS im Alltag weitermache und anfange mich über iTunes zu beschweren, möchte ich noch ein paar Worte über die Hardware verlieren. Das Telefon an sich ist wie jeder weiß sehr hochwertig und gut von Kinderhänden in Asien produziert und hat die perfekte Größe, weil – man glaubt es kaum – der Bildschirm keine 5+ Zoll groß ist!!1 Man kann dieses Ding wirklich mit einer Hand bedienen ohne Weltmeister im Daumenverdrehen sein zu müssen, wenn man an den oberen, linken Rand möchte. Auch schön ist, dass der Akku selbst am USB-Port sehr zügig lädt. Punktabzug gibt es jedoch bei der Positionierung des Audio-Ausgangs, denn der stört beim Handy halten. Ja ich weiß, er ist an der unteren Seite positioniert, weil man das Handy dann richtig herum (also falsch herum) in die Tasche stecken kann, wenn man gerade Musik hört. Trotzdem kann sich mein kleiner Finger nicht mit dieser Position anfreunden.

Kommen wir zum Zubehör. Damit meine ich die Apple EarPods. Die, bei denen der Bass und die Form so super sein sollen. Nun, was die Form angeht stimme ich ihnen zu. Die Hörer liegen gut im Ohr und stören nicht. Die Klangqualität ist allerdings sehr luftig und lässt sich nicht mit (Teufel) In-Ear-Kopfhörern vergleichen. Für beigelegte Billigkopfhörer sind sie allerdings wahrlich nicht die Schlechtesten.

zeitungskioskSo, genug zur Hardware. Sprechen wir über das, was das iPhone zum iPhone macht: iOS. Vorab gibt es ein paar Punkte, die mich wirklich unfassbar aufregen. Mit an erster Stelle ist dieser bes..scheidener Zeitungskiosk. Nicht nur, dass er die wohl unnötigste App am ganzen System ist, nein, er fungiert auch noch als Ordner und lässt sich somit nicht in einen Unterordner verschieben. Dieser in meinen Augen Mordsbug wurde glücklicherweise in iOS 7 behoben, trotzdem darf sowas doch nicht in die Produktion gehen! Das ist genau das selbe wie der Battery Saver aus dem HTC One review. Was mir auch nicht gefällt ist, dass man für Smileys in WhatsApp und co extra eine App herunterladen muss, die dann eine Tastatur nur für Emoticons ist, aber damit kann ich leben.

Gut finde ich jedoch das Berechtigungssystem unter iOS. Bei Android kommt einmal eine Bestätigung beim Installieren, dass die App 90% des Handys kontrollieren kann und dann sieht man nie wieder, was passiert. Bei iOS jedoch wird immer erst dann gefragt, wenn die App darauf zugreifen möchte. So sieht man erstens warum die App das braucht und zweitens kann man beliebig einstellen, was welche App für Berechtigungen bekommt. So kann man Facebook beispielsweise verbieten den aktuellen Standort zu verwenden aber Zugriff auf die Photos gewähren und Push-Benachrichtigungen zulassen.

Auch schön ist, dass Benachrichtigungen verschwinden, sobald die App geöffnet wurde und die Anzahl oben rechts neben der App angezeigt wird. So verschwinden die Benachrichtigungen über neue Tweets sobald man die Twitter-App öffnet ohne sie einzeln wie bei Android wegwischen zu müssen. Auch kann man pro App festlegen, wie viele Benachrichtigungen angezeigt werden sollen. Gruppiert werden sie auch.

Was gar nicht geht ist die Integration der Klingeltöne. Entweder man gibt sich mit den vorhandenen zufrieden oder man bekommt die Möglichkeit im AppStore welche für teures Geld käuflich zu erwerben. Unter Android war es zwar auch kein Kinderspiel eigene Klingeltöne hinzuzufügen, aber immer hin ging es ohne lästigen iTunes-Sync. Ich sehne mich nach den alten Zeiten, in denen man jede mp3-File mit einem Klick zum Ringtone machen konnte.

Und wenn wir gerade bei Einstellungen sind: Das Konzept, dass App-Settings nicht nur in der App sind, sondern auch zentral unter den Systemeinstellungen ist finde ich genial gelöst. So hat man alle Einstellungen auf einem Blick und kann ohne zwischen tausend Apps wechseln zu müssen genau das übernehmen, was man möchte.

itunesAbschließend möchte ich noch ein Wort zu iTunes verlieren. Katastrophal. Der Gedanke dahinter ist ja schön und gut, trotzdem gibt es so einiges, was einfach gar nicht geht. Zum Beispiel werden nur mp4-Videos unterstützt, welche alle konvertiert werden müssen. Dann wird für jedes Photo ein Thumbnail generiert, welches im SELBEN PFAD in einen Cache-Ordner abgelegt wird, was imho sehr, sehr nervig ist. Immer hin geht der Sync mittlerweile über WLAN und nicht mehr nur via Datenkabel. Trotzdem. iTunes muss nicht sein.

Zusammengefasst noch einmal alle positiven und negativen Punkte. Wie du siehst ist auch das iPhone nicht perfekt, doch meiner Ansicht nach noch das beste Smartphone-OS.

+ Alles läuft reibungslos
+ Einfache Backups
+ Perfekte Größe
+ Lädt sehr schnell
+ EarPods sind angemessen
+ Berechtigungssystem
+ Benachrichtigungen
+ Zentrale Einstellungen
– nanoSIM imho unnötig
– 3D-Grafik etwas langsam
– Google-Sync ist sehr kompliziert (Cal-, CardDAV)
– Audio-Ausgang ungünstig gewählt
– Zeitungskiosk COMES DIRECTLY FROM HELL
– Ringtones
– iTunes

HTC One

Von Karim Geiger — unter Android, Smartphones, Test am 02.05.2013

Das HTC One ist ja schon ein geiles Teil. Es sieht wunderschön aus, hat eine super Kamera, hat ein hochwertiges Unibody-Gehäuse aus Metall und.. ja.. das wars. Das neue Flaggschiff von HTC wurde seit dem Release von allen Medien gehyped und angepriesen, also habe ich es mir vor vier Tagen zugelegt und ich muss leider sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Ich bin ein absoluter HTC-Fan und finde das Billigplastik von Samsung oder die schlechte Verarbeitung von LG einfach das letzte und halte HTC für den hochwertigsten Hersteller, was Smartphones angeht, doch leider hat das auch seinen Preis. Und zwar wortwörtlich, denn solche Devices sind immer Spitzenreiter in Sachen Hochpreis. Doch für Qualität zahle ich auch gerne mal den ein oder anderen Euro.

Als dann das One zum ersten Mal das Licht der Welt erblickte und aus seinem edlen Karton huschte, sprang mir gleich der erste Nachteil ins Gesicht: Es ist fett. Zwar nicht in der Tiefe, aber in der Höhe. In der Tat ist das One so fett, dass es quasi unmöglich ist es mit nur einer Hand dauerhaft zu bedienen. Entweder bekommt man das Handy nicht an, weil der Einschalter unvorteilhaft oben links positioniert ist (mal ganz im Ernst, warum da? warum ausgerechnet da?) oder man bekommt einen Krampf in den Fingern, wenn man es länger als 15 Minuten in der Hand hält. Zudem erreicht man mit seinem Daumen nicht den oberen Abschitt des Displays, was etwas schlecht ist, da dort ja bekanntlich der Menü-Button von Android ist.

…was uns gleich zum zweiten Negativpunkt bringt: Das One hat keinen Menü-Button Hardwareseitig. Entweder man rootet das Device und funktioniert das HTC-Logo als Button um oder man hat den tollen Workaround, den sich die (non)Sense-Devs ausgedacht haben: Alle Apps, die per Default nicht den Menü-Button in der Leiste oben unterstützen – dazu zählt auch die ab Werk installierte Facebook-App – bekommen einen fetten, schwarzen Balken am unteren Bildschirmrand dazu, der einzig und allein dazu dient, das Menü aufzurufen. Und da das One nur zwei Buttons hat, nämlich “Zurück” und “Home”, wurde der Home-Button dreifach gemappt. Ja, dreifach. Kurz drücken (wenn man denn trifft, der Sensor ist nämlich sehr klein) bringt einen zum Homescreen, lange drücken öffnet Google Now und zweimal kurz getippt öffnet das Recent-Apps-Menü. Was die Buttons betrifft, hat HTC also nicht viel über Usability nachgedacht. Punktabzug.

Kommen wir zu HTC Sense. Dazu möchte ich meine Meinung nicht äußern, da das ganz klar eine Geschmacksfrage ist. Die einen lieben es, die anderen hassen es. Lassen wir das also außen vor. Worüber ich mir allerdings einen Wolf ärgern könnte ist das hier links. Genauer: Der “Power saver”-Mode. Du kannst dich auf den Kopf stellen, Kunststücke machen, das Ding mit Pappe überkleben, den Teil des Displays rausflexen, es geht ohne Root nicht weg. Die Steigerung von “am grausamsten” ist “Power saver”. Warum um Himmels Willen kann HTC nicht eine Funktion einbauen, die es einem erlaubt diese gottverdammte Benachrichtigung auszublenden? Ich möchte den Power saver nicht jetzt benutzen und auch nicht später. Wenn der Akku fast leer ist, wird er doch sowieso automatisch aktiviert. Das ist der Grund, warum ich das Handy einen Tag nachdem ich es bekommen habe gerootet habe. Und soll ich dir was sagen? Ich bin frei! Und es fühlt sich gut an!

Mein Fazit: Das HTC One ist ein qualitativ hochwertiges Smartphone und für Leute, die nicht unbedingt ein 100% makelloses Telefon haben wollen sehr zu empfehlen – auch weil die Lautsprecher der Wahnsinn sind und es das erste gute Handy mit Infrarot ist – aber trotzdem ist es für stolze 700 Euro für mich nicht gut genug konzipiert. Es wird sich zeigen, was die Zeit in Sachen Custom ROMs und Tweaks mit sich bringt, doch eigentlich möchte ich das nicht. Ein Handy, das fast so viel gekostet hat wie mein Auto (wow.. klingt irgendwie heftig) soll von Anfang an funktionieren, und zwar perfekt.

Was ist deine Meinung zum HTC One?

Haarwachs Test

Von Karim Geiger — unter Style, Test am 24.10.2012

Meine Frisur? Mal ist sie länger, mal ist sie kürzer, aber prinzipiell ist sie immer gleich: Aufgestellt, und zwar nicht gerade sparsam. Und zwar habe ich bis vor kurzem das ganze immer mit dem Taft Power Wax realisiert.

Jetzt möchte ich aber meine Haare bei gleichbleibender Frisur wachsen lassen, bis mir die Haare Wort wörtlich zu Berge stehen. Mit Tafts Power Wax ist das aber leider nicht mehr möglich, weil es für meine Haare einfach zu schwach ist (Auf dem Bild siehst du meine Frisur, als ich noch kurze Haare hatte).

Jetzt hätte ich noch die Möglichkeit, das Nivea ElastoPower Style Freeze Gel zu verwenden, das bei mir daheim steht. Möchte ich aber nicht, denn zwischen Gel und Wax gibt es einen harten Unterschied: Gel ist hart, Wax nicht.. Sollte es zumindest nicht sein. Das heißt anstatt eines komplett verklebten Kopfes hat man mit Wax trotzdem noch die fluffigen Haare. Der Nachteil dabei ist: Die Frisur hält nicht so gut.

Ich bin also gerade dabei, verschiedenste Wachse und Gels zu testen und werde hier die Erfahrungen zu jedem einzelnen dokumentieren.

Default: Taft Power Wax

Es fällt absolut nicht auf im Haar und behält so die ursprüngliche Struktur bei. Ideal für leichte Haare oder Kurzhaarfrisuren. Kann ich eigentlich nur empfehlen. Trotzdem ist es jetzt nicht mehr ausreichend.

Tag 1: Got2b iStylers Spike Putty

Ja, es ist kein Wax sondern Gel, hält die Haare dadurch aber schön oben, auch über einen ganzen Tag hin nahezu unverändert. Der Nachteil wie bei jedem Gel ist aber, dass es klebt und somit nicht mehr so luftig ist. Trotzdem lässt sich das Ergebnis sehen und ist im Vergleich zum Style Freeze Gel sehr leicht und “unverklebt”. Mit Wax kann aber auch das iStylers nicht mithalten. Schade.

Tag 2: AXE Wild Style Look

Bevor ich anfange über die Wirkung des Wachses zu reden, möchte ich erstmal ein Wort über die Konsistenz verlieren. Das Wachs ist hart wie Beton und die Bröckchen, die man aus dem Wachs herausbricht, müssen erst einmal in der Hand zu einer creme geformt werden. Danach kann man diese ins Haar einarbeiten. Wenn einmal die ganze Pampe verteilt ist, hat man mehr Haare an der Hand als auf dem Kopf, weil man sie alle ausreißt. Und halten tut das ganze auch nicht. Daumen runter für das tolle AXE-Wax.

Tag 3: Taft Ultra Wax

Für mich war der Unterschied zwischen Wachs und Gel bisher immer, dass Gel diesen Glänzeffekt hat und die Haare somit verhärtet und Wachs unauffällig im Hintergrund die Haare formt. Tja.. anscheinend nicht! Das Taft Ultra Wax hat als Feature auf der Verpackung stehen, dass es die Haare schön glänzen lässt.. Gut, warum nicht. Stimmt auch! Die Haare halten bombenfest, glänzen und sind nicht so hart wie bei Gel. Ist finde ich ein schönes Ergebnis, ist aber weniger das, was ich möchte.. vielleicht finde ich ja noch meinen Favoriten. Sonst werde ich wohl mixen müssen.

Tag 4: Taft Gel Wax

Und ab in den Müll. Wer aussehen will wie Doc Brown aus “Zurück in die Zukunft”, sollte vielleicht zu diesem Wachs greifen. Der Rest sollte darum einen großen Bogen machen. Over and out.

Tag 5: Taft Power Invisible Gel

Dieses Gel war fast noch schlimmer als das Gel Wax vom vorherigen Tag. Es kann sein, dass sich langsam meine Haare auflösen, weil ich so viele verschiedene Produkte probiert habe, trotzdem war ich damit absolut nicht zufrieden. Neben der Gel-Typischen Substanz hielt das Gel nicht einmal annähernd so gut wie die Vorgänger. Ich musste sogar mit einem anderen Wachs nachhelfen. Für meine Haare also ein Daumen runter.

 

Fazit: Got2b iStylers Spike Putty in Kombination mit dem Power Wax ist nahezu optimal. Nur möchte ich mir nicht täglich zwei verschiedene Mittel in die Haare reiben.. Die Suche geht also weiter!

Statement zu Windows 8

Von Karim Geiger — unter Tablets, Test, Windows am 13.10.2012

Irgendwie besteht mein Blog hier nur aus Statements und Meinungen.. aber ist ja auch meiner, also darf ich das. Los gehts: Ich habe seit ein paar Tagen Windows 8 auf meinem frisch erworbenem WeTab und somit die Möglichkeit gehabt, das ganze auch am Tablet zu testen. Am Desktop war ich von der ganzen Sache mit dem tollen Kacheldesign ja wenig beeindruckt. Für eine kleine Maus braucht man schlicht und einfach keine so große Fläche um zu klicken. Das mag für Oma Ingrid ja ganz nützlich sein aber der produktive Anwender braucht das nicht. Mein Gedanke war, dass es am Tablet genau das richtige ist. Man hat große Flächen, die man nicht leicht verfehlen kann und ein übersichtliches Design, trotzdem aber sehr viele Funktionen, da das ganze ja ein Desktop-OS ist und kein Smartphone–OS wie Android und iOS.

Nach dem Selbsttest kann ich sagen: Stimmt. Man hat viel mehr Funktionen. Nur die Frage ist nun, ob man das wirklich braucht. Würde es die Usability nicht beeinträchtigen, wäre es ja egal ob man es braucht oder nicht ein nice to have-Feature, aber leider ist dem nicht so. Mit einer größeren Auswahl an Möglichkeiten kommt automatisch eine komplexere Bedienung hinzu. Und das ganze wirkt sich leider auf die Benutzung aus. So ist der ständige Wechsel zwischen dem normalen Desktop, wie man ihn von Windows 7 kennt und dem neuen Modern UI (Metro darf man ja nicht mehr sagen, weil sonst der Supermarkt meckert) ist sehr lästig. Das ganze wäre ja nicht einmal so schlimm, wenn Windows bei dem Wechsel nicht komplett spacken würde. Soll heißen: Wer Chrome auf dem Desktop öffnet und Extensions lädt oder etwas einstellt, etwas surft und das ganze dann schließt um es später im Modern UI zu öffnen, der wird ein wahres Wunder erleben: Alle Einstellungen, Verläufe und Erweiterungen sind weg! Auf dem Desktop sind sie unberührt, im Modern UI dafür verschwunden. Bullshit!

Und leider sind solche Phänomene keine Seltenheit. Windows macht oft Probleme und viele Apps stürzen häufig ab, sind sehr träge oder reagieren minutenlang gar nicht. Windows 8 macht genau wie Windows Vista den Eindruck, dass es noch nicht wirklich fertiggestellt ist.

Mein Fazit: Ansatz gut, Umsetzung eher mangelhaft. Ich habe mir einen weiteren Gigabyte Arbeitsspeicher für mein WeTab bestellt und werde Windows damit nochmal eine Chance geben. Vielleicht konnte er einfach zu wenig speichern.