Coin

Von Karim Geiger — unter Visionen am 17.11.2013

Am 29.02.2012 21:35, schrieb Karim Geiger:
Hi *,

ich hab mich heute über die vielen unterschiedlichen Karten im
Geldbeutel aufgeregt, die ja doch einiges an Platz wegnehmen und immer
mehr werden: Kreditkarte, EC-Karte, BahnCard, Busfahrkarte, ADAC-Karte,
Versicherung, etc...

Warum gibt es nicht eine universelle Karte, auf der die ganzen Daten
(elektronisch) gespeichert werden - vielleicht sogar mit Minidisplay
oder soetwas.

Wenn es einen Hardware-Switcher o.ä. an der Karte gibt, der immer nur
eine gespeicherte Karte an das System raus gibt, fällt das kollektive
Sammeln von Kartendaten doch auch weg, oder? So kann man dann zwischen
Kreditkarte 1 und Kreditkarte 2 beispielsweise wechseln.

Diese Mail ging am 29.02.2012 an eine firmeninterne Mailingliste. Die Antworten darauf waren entweder “braucht doch keiner”, “läuft in Zukunft alles über das Telefon” oder “ist zu unsicher”.

Aufgrund des großen Anklangs und dem vergleichbar hohen Aufwand habe ich die Idee natürlich sofort wieder verworfen, bis mir vor kurzem jemand den Link zu Coin geschickt hat. Das in 2014 startende Projekt ist eine exakte 1 zu 1-Kopie meiner Idee: Eine Verknüpfung von beliebig vielen Karten, welche per Hardwarebutton und Minidisplay gewechselt werden können. Zugegeben, das Feature, dass die Karte via Bluetooth meckert, wenn sie vom Smartphone entfernt wird, ist neu, aber die Grundidee ist exakt die selbe.

Theoretisch könnte ich also mittlerweile auf der faulen Haut liegen und meine Millionen zählen, die ich dank der Umsetzung der Idee gemacht hätte. Wär ja nicht das erste mal, dass Ideen von mir, die erst für sinnlos oder unnütz gehalten werden, umgesetzt werden. Ärgerlich. Mal gucken, welche Idee als nächstes umgesetzt wird. Auf meiner Liste stehen noch ein paar.

Ordner sind überholt

Von Karim Geiger — unter Ideas, MacOS, Visionen am 08.10.2012

Ordner.. Weißt du noch, damals? Als man sein wichtiges Bankdokument noch schön in den Ordner “Wichtig” einsortiert hat? Nun.. Zugegeben, das ist heute leider immer noch so. Aber die Entwicklung geht immer mehr in die richtige Richtung. Zumindest teilweise. Wir sind mittlerweile so weit, dass fast alles digitalisiert wurde. Wir brauchen von Jahr zu Jahr immer weniger Papier. Mein Ziel seit zwei Jahren ist es, nur wenn es unabdingbar ist, auf Papier zu schreiben. Dazu gehören bis jetzt nur Berufsschule, Unterschriften beim Einkaufen und Verträgen sowie Kuzrmemos an die Generation Tod-Den-Bäumen. Der Rest – wie etwa Notizen, Einkaufslisten, Dokumente oder sonstiger Bullshit – lässt sich nahezu problemlos auf das Internet ausweiten. Dank Smartphone, PC und Tablet ist das ganze mittlerweile sogar praktischer als Papier. Vor allem, weil man seine eigene Schrift lesen kann.

Aber zurück zum Thema. Du hast also nun dein wichtiges Bankdokument, welches du in deinen Ordner “Wichtig” legst. Ob nun physikalisch oder digital ist hier egal. Später merkst du nun, dass du so viele wichtige Dokumente hast, dass eine Unterteilung doch praktisch wäre. Also legst du einen Register beziehungsweise einn Unterordner unter Wichtig mit dem Namen Bank an. Hier legst du dein Dokument nun ordentlich rein.

Da du ein sortierter Mensch bist und möchtest, dass alles seinen Platz hat, willst du nun deine Kontoauszüge ebenfalls einsortieren. Diese sind aber nicht so wichtig wie die Zugangsdaten, die bereits unter Wichtig/Bank liegen. Also legst du neben dem Ordner Wichtig einen weiteren an: Bank

Hier sollte aber auch das wichtige Bankdokument hinein. Es ist ja schließlich auch ein Dokument der Kategorie Bank. Das Problem ist, dass es schon untergebracht ist. Ab hier hast du drei Optionen: Du kopierst das Dokument und legst somit ein weiteres, unabhängiges Dokument an. Bist du am PC hast du zusätzlich de Möglichkeit eine Verlinkung hinzuzufügen. Des weiteren kannst du damit leben, dass es halt so ist und dich wichtigeren Dingen im Leben widmen.

Wäre es nicht praktischer, wenn wir weg von der sturen One-To-Many-Relationship wegkommen und ein System entwickeln, bei dem wir viel mehr Möglichkeiten haben? Gibt es doch schon! Gibt es im Thunderbird, gibt es in Google Mail, etc. Warum aber nicht im Dateisystem? Ja, bei OS X kann man auch so eine Art Label setzen, aber das meine ich nicht.

Was ich möchte, ist ein Dateimanager (optional auch ein ganzes Dateisystem.. Damit würde man aber dem gesamten Betriebssystem in die Nieren treten) der labeln kann. Soll heißen: Ich gehe von der Datei – um bei unserem Beispiel zu bleiben – Bank_Pin.pdf aus, die ich nun mit Bank und Wichtig labeln möchte. Gesagt getan. Der Datei wurden jetzt fest zwei Labels zugeteilt.

Was bringt’s? Breite den Gedanken nun auf viele Files aus. Auf mehrere hundert oder tausend Files und viele verschiedene Labels. Folgende Möglichkeit bietet sich dir nämlich nun: Anzeigeregeln!

Wie es bei Datenbanken gang und gebe ist, könnte es auch bei Dateien sein. Bei Bildern, Musik und Videos: Zeige mir alle Bilder mit dem Label Privat und Urlaub, aber ohne dem Label Meer.

Ist das genial? Das ist genial!

Update Juni 2013: Sag ich doch. Mac OS X Mavericks hats eingebaut. Mich als visionär müsste man haben. Aber Hauptsache mal meine Ideen doof finden. Habter davon!

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