Google Kalender Self-Hosted?

Von Karim Geiger — unter Google, Internet am 10.02.2016

Kennt ihr den Google Kalender? Höchstwahrscheinlich. Es ist ein simpler Web-Kalender, welcher sich über das Google-Konto mit sämtlichen Clients synchronisieren lässt.

Möchte man nun aber nicht so abhängig von Google sein, liegt es nahe, eine solche Lösung auf dem eigenen Server zu implementieren. Die erste Software, die einem dazu einfällt, dürfte ownCloud sein. Diese unterstützt nicht nur das Speichern von Dateien, sondern auch die Verwaltung von Kontakten, sowie Kalendern, inklusive WebDAV, CalDAV und CardDAV-Sync, sowie einer Web-Oberfläche.

Leider fehlt bei der Kalender-Komponente eine (für mich) wichtige Sache. Interessanterweise ist mir kein Programm bekannt (und ich habe in letzter Zeit einige durchprobiert), welches diese Problematik aufs Korn nimmt. Wenn du also nach dem Lesen dieses Posts eine Alternative für den eigenen Server kennst, wäre ich dir über einen Kommentar sehr dankbar.

Stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr habt einen Kalender für eure privaten Termine, und einen Kalender für berufliche Termine. Soweit lässt sich selbstverständlich alles über ownCloud und co. abbilden. Nun kommen aber zwei weitere Kalender hinzu: Der ical-Feed für die Feiertage in eurem Bundesland, sowie der ical-Feed der Firma. Diese können entweder ganz einfach über den Google Kalender abonniert werden, oder müssen bei jedem Client einzeln aktiviert werden. ownCloud und co. bieten keine Möglichkeit, externe Kalender zu abonnieren, und diese per CalDAV weiterzureichen. Das hat zur Folge, dass ich, nachdem ich einem weiteren Kalender beigetreten bin, diesen an all meinen Geräten synchronisieren muss.

Meine Frage ist daher: Warum kann Google das, und warum gibt es keine Alternative? Es kann doch nicht sein, dass ich der erste bin, den das stört.

Chrome Complete Tab Sync

Von Karim Geiger — unter Google, Ideas, Internet am 24.11.2014

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Ich nenne es Chrome Complete Tab Sync, weil Google Chrome von Haus aus einen Tab Sync anbietet. Dieser erfüllt aber nicht die Wünsche, die ich an einen Tab Sync habe. Leider gibt es keine Extension (vermutlich aufgrund fehlender Berechtigungen), welche das ganze so realisiert, wie ich mir das vorstelle.

Lasst mich kurz erklären, was ich mir wünsche: Ich verwende täglich mehrere Rechner mit unterschiedlichen Betriebssystemen und möchte an allen meine Arbeit dort fortführen, wo ich aufgehört habe. Datenmäßig klappt das dank Dropbox, Seafile und co. relativ gut, doch was Programme angeht ist es eine absolute Katastrophe. Da ich ein stolzer Tab-Messie bin, der unter keinen Umständen weniger als 15 Tabs offen hat, ist es vermutlich selbsterklärend wie nervig es für mich ist mich an einen anderen Rechner zu setzen. Dank Googles Tab Sync kann ich zwar – wenn ich den spezifischen Tab denn brauche – ihn von einem anderen Rechner herholen, indem ich einen neuen Tab auf mache, chrome://history eintippe, auf “x more…” und schließlich auf den entsprechenden Tab drücke.

Ich glaube ich muss nicht extra erklären, dass das vier Aktionen zu viel sind, oder? Ich kann auch alle Tabs aus der Session des anderen Rechners mit derselben Methode wiederherstellen. Aber nur manuell, wieder mit 4 Klicks. Und dann laden alle Tabs neu, nicht nur die neuen, sondern alle. Und ich muss danach auch noch das “alte” Browserfenster schließen. Vergesse ich einmal vor der Benutzung diese Aktion zu tun, muss ich mühselig die alten und die neuen Tabs migrieren. Dazu kommt noch, dass der Tab Sync (zumindest bei mir) nur zu etwa 60% funktioniert, was absolut ungenügend ist.

Ich wünsche mir also ein Feature, das – wie auch immer es aussehen mag – Plattformunabhängig (Android/iOS müssen nicht dabei sein) meine Tabs synchronisiert und direkt nach Browserstart meine alten Tabs schließt und die dazugekommenen öffnet, inklusive Anpinnen der angepinnten Tabs. Möglich? Vermutlich nicht. Traurig? Vermutlich schon. Das Jahr 2014? Fühlt sich nicht so an.

Update Dezember 2015: Meine Gebete wurden erhört. Es gibt eine Chrome-Erweiterung, welche genau das übernimmt. Sie ist nicht perfekt, aber besser als nichts.