microLAN

Von Karim Geiger — unter Ideas am 02.09.2013

lan_kabel_grossDies ist nur ein kurzer Blogpost, in dem ich dich um deine Meinung zu einer Idee bitte. Warum gibt es noch kein microLAN und warum hat sich noch niemand Gedanken darüber gemacht?

Die Laptops werden immer dünner, die Tablets sowieso. Kein Platz für LAN/Ethernet-Ports mehr. Die Dinger sind ja höher als der VGA-Anschluss! Das muss doch nicht sein. Was spricht also gegen einen LAN-Port, der die Größe von USB/microUSB hat und sonst genau wie der normale Stecker funktioniert. Ich stelle mir also ein Kabel vor, das auf der einen Seite einen normalen LAN-Anschluss hat und auf der anderen microLAN. So kann man seinen Switch ganz einfach mit seinem Tablet/Ultra Slim Laptop verbinden, das natürlich einen microLAN-Port hat. Ganz ohne nervige Adapter o.ä.

Aus technischer Sicht sollte es doch möglich sein den Anschluss auf die entsprechende Größe zu bekommen. Ja, die Stecker werden abgeschirmt, aber die Kabel an sich sind auch nicht so groß wie die Stecker. Es kann also nicht sein, dass die Steckergröße technisch am Minimum ist.

Und nun deine Meinung: Ist das sinnvoll, was spricht dagegen und warum gibt es das noch nicht?

  • Wofür MicroLAN wenn es WLan gibt?

    • Weil du mit WLAN nicht an die Geschwindigkeit von LAN-Kabeln kommst. Außerdem hast du eine gewisse Latency, die z.B. beim Zocken sehr entscheidend ist (hab ich mir sagen lassen).

  • Le_Domme

    Micro Lan wäre ja im Grunde nichts anderes, als ein standardisierter Adapter. Wobei ein Standard hierfür keine schlechte Sache wäre. Nicht jeder soll einfach irgend einen proprietären Müll raus bringen. ;-)

    P.S. selbst in deinem Hoheitsgebiet ärgere ich dich :-)

    • Genau. Der Standard ist wichtig. Klappt bei HDMI, DVI, VGA und microUSB, miniUSB und USB ja auch.

  • Stephan

    Dagegen. Mir geht die ganze Steckerminiaturisierung auf den Wecker. Bei Mini-USB bin ich ja noch mitgegangen. Aber Micro-USB ist meines Erachtens großer Rotz. Die Buchsen und stecker sind zu empfindlich gegen Staub und mechanische Einflüsse. Das geht alles zu Lasten der Kontaktierung. Und das nervt. Ich bin froh, dass das beim LAN noch nicht der Fall ist.

    • Stephan

      Das trifft übrigens auch auf Mobilgeräte im allgemeinen zu. Warum müssen die Geräte immer flacher werden? Ich will kein Smartphone, welches so hauchdünn ist, dass es in meiner Hosentasche zerbröselt? Ich will ein Smartphone mit nem fetten Akku, der nicht täglich an den Strom muss. Klar, die Leute kaufen die dünnen Dinger wie geschnitten Brot, aber nur weil die Werbung ihnen einredet, dass das toll sei. Aber allein von der Haptik her ist das grober Unfug. Mir kann keiner erzählen dass ein 2mm-Phone gut in der Hand liegt…Naja, und bei Subnetbooks ist das ähnlich. Baut die Dinger mit Ordentlichem Akku und ihr habt auch Platz für ‘nen Lan-Port.

      • Zu deinem letzten Satz: Das MacBook Air hält locker 6 bis 8 Stunden, ist flach wie Papier und hat keinen Platz für einen LAN-Port. Das Argument ist also quatsch. Und doch, dünne Smartphones liegen besser in der Hand aus dem ganz einfachen Grund, weil sie leichter sind als die fetten, klobigen Dinger. Es ist nicht schön auf Dauer etwas schweres in der Hand zu haben oder etwas sperriges in der Tasche. Doch darum geht es meiner Ansicht nach gar nicht. Der LAN-Port ist finde ich eine veraltete Technologie, die imho ersetzt gehört. Dass der Port auf die Größe von microUSB schrumpfen muss, habe ich nicht gesagt. Eine miniUSB-Größe würde vollkommen ausreichen, denn microUSB ist wirklich zu klein.

        • Stephan

          …weil euch die Werbung einredet, dass die Dinger leicht sein müssen. Ich mach gern Sport ;)

          Ok, meinetwegen MacBooks sind dann halt raus aus der Diskussion. Aber wenn ich nicht gerade ein Gerät von Apple haben will (und das will ich keinesfalls), dann siehts mit Akku mau aus.
          Naja, ihr habt schon recht. Es spricht nix gegen einen kleineren LAN-Standard. Aber zuverlässig kontaktieren und mechanisch stabil sein muss er. Andererseits: never touch a running system.

          • It’s not a running system if the port is larger than the device itself ;)

            Und auch Lenovo hat Geräte mit ordentlich Akku bei, das ThinkPad X1 zum Beispiel. Ich bin mir sicher, dass andere Hersteller das auch können.

  • Sebastian Niedner

    Hab ich mich auch schon oft gefragt.

    Das Problem ist nur, dass der Markt dafür fehlt, weil der Privatanwender entweder WiFi benutzt oder einen Desktop besitzt, der keinen kleineren Stecker benötigt.
    Im privaten Sektor wird LAN hauptsächlich noch gewollt von Gamer benutzt um die hohe Latenz und Instabilität von W-LAN zu umgehen. Da aber Gaming-Hardware trotz der raschen Entwicklung immer noch sehr viel Platz benötigt, braucht dieser Markt bis jetzt noch keinen kleineren LAN-Anschluss.

    Ich weiß nicht genau wie es in den Rechenzentren aussieht, aber ich denke denen wird der LAN-Anschluss auch bald zu groß sein, da ihre Recheneinheiten immer kleiner werden.

    Für mich spricht nichts dagegen und ich denke mit der Zeit wird es den auch geben.

    • Da stimme ich dir größtenteils zu. Nur wenn wir darauf warten, dass der Enterprise-Bereich diese Ports braucht, werden wir glaube ich alt. Die Hardware dort verändert sich nur sehr langsam und es wird denke ich dauern, bis solch ein neuer Port “stable” genug ist, um im Business-Bereich Anwendung zu finden.

      Ich denke aber, dass man bald auf dünnen Laptops gut gamen kann. Vielleicht auch per Streaming-Services à la OnLive.

      • Sebastian Niedner

        Mir geht es eher darum, wer den Schritt wagt einen kleineren LAN Port durchzusetzen. Die Privatanwender sagen alle, wofür LAN wenn es WLAN gibt, aber alle vergessen die Qualitäten die LAN mit sich bringt.

        Die Radiophoben sind sicher glücklich über deine Idee.

        Eine andere Idee wäre auf LAN Kabel zu verzichten und die Steckdosen im Haushalt aufzurüsten. Mit 5V für Handys, 20V für Laptops, die herkömmlichen 230V und einen LAN-Anschluss der über die Stromkabel der Geräte führt. Wäre in der Einführung zwar sehr Aufwendig, spart einem aber später die lästigen Adapter die jedes Gerät mit sich bringt und jeder braucht sein Gerät nur am Strom anzuschließen für einen ordentlichen LAN Zugang.

        • Das habe ich mir auch schon überlegt und wird – sollte ich je ein Haus bauen (lassen) – auf jeden Fall mit von der Partie sein. Für den 20V-Anschluss für Laptops sehe ich zwar nicht wirklich eine Verwendung, da die doch sehr unterschiedlich sind, aber ein USB- und LAN-Port an jeder Steckdose ist definitiv ein Muss. Bis dahin gibt es hoffentlich dann auch microLAN :D

          • Sebastian Niedner

            Das ist mein Traum: Ein Haus bauen und mit wahnsinnig viel Technik drin.
            20V war jetzt nur grob geschätzt, aber ich denke sobald es einen Standard dafür gibt (siehe Handy), werden die Hersteller auch mitziehen.